15 + 1 Fragen an Jens Meiert

Bitte stell dich kurz vor.

Jens Meiert

Mein Name ist Jens Meiert, ich bin 29 Jahre alt und aktuell noch freiberuflicher, in einigen Wochen wieder angestellter Webdesigner und Autor. Meine Arbeit wird durch Engagement in einigen Organisationen, ein paar Experimente sowie hin und wieder mal dosierte Provokation flankiert.

Wie groß ist deine Wohnung und wie viele Leute leben dort?

Aktuell wohne ich zusammen mit meiner Freundin in einer 120-qm-Wohnung im Bremer Stadtteil Schwachhausen, wir stehen jedoch kurz vorm Umzug nach Zürich. Strenggenommen kann man dieses Interview also als Schummelversuch werten.

In welchen Städten/Orten/Ländern hast du bereits gelebt?

Als »Heimatloser« (wahlweise aber auch »Wahlfriese«) schon in einigen; als Kind habe ich ein Jahr in Kanada gelebt, ansonsten in Deutschland, so galten neben so illustren Orten wie Nienburg, Eggebek, Wedel, Bockhorn, Varel und Oldenburg auch die Städte Hamburg, München, Berlin und eben Bremen zeitweise als meine Heimat.

Die Zahl meiner Umzüge ist zum einen dem Umstand geschuldet, Soldatensohn gewesen zu sein, zum anderen sowohl privaten als auch professionellen Herausforderungen: Unternehmenspleiten, zerbrochene Herzen, rosarote Brillen und auch einfach mal erwünschte Tapetenwechsel bildeten mitunter die Motivation, umzuziehen, auch innerhalb einzelner Städte. Dies kann man durchaus als Fluch und Segen zugleich betrachten, ja.

Welche Rolle spielt dein Stadtteil für dich, d.h. inwiefern bestimmt die Welt vor deiner Haustür Dein Wohngefühl mit?

Ich bin geneigt, mit »keine« beziehungswiese »gar nicht« zu antworten, aber so ganz stimmt dies nicht: Die Lage spielt für mich eine gar entscheidende Rolle, ich bevorzuge, zentral zu wohnen, viel Leben um mich herum zu haben. Das ist in Bremen derzeit leider nicht der Fall, soll sich aber in Zürich wieder ändern.

Schlafzimmer

Welche Jobs hast du bereits gemacht?

Meine »Biographie« und auch mein Profil bei XING sagen hier schon alles; was wenige wissen, ist, dass ich während meines Abiturs und meiner technischen Ausbildung unter anderem in der Gastronomie gearbeitet habe, im wunderschönen Kurhaus Dangast, genauer gesagt, aber mich »ganz früher« auch als Zeitungsausträger sowie in den Ferien einmal als Schlosserhelfer verdingt habe. Das war schon ein anderer Schnack.

Arbeitszimmer

Kannst du gut anpacken? Hast du handwerkliche Fähigkeiten?

Haha. Ich kann im Rahmen meiner physischen Möglichkeiten gut anpacken, ja, mein EDV-Körper gibt noch einiges her. Zu den handwerklichen Fähigkeiten möchte ich die Definition sehen; eine Glühbirne kann ich wohl auswechseln ;)

Was kochst du für deine besten Freunde? Was kommt auf den Teller, wenn es mal schnell gehen muss?

Küche

Ich bezeichne mich dank guter Freunde als Spezialist für Lachsnudeln, Gratinvariationen sowie Neustädter Würstchen im Schlafrock (mit eigens verfeinerter Gewürzrezeptur), auch kann ich Tiere ausweiden und anschließend räuchern oder pökeln. Zugegebenermaßen nicht, nicht letzteres, aber der Besuch müsste sich nicht mit kalten und/oder Fertigspeisen zufriedengeben. Es sei denn, es muss ganz schnell gehen.

Küche

Kann man unangemeldet bei dir vorbeischneien?

Eher nicht, nicht, wenn ich auch »wirklich« da sein soll; begonnene Arbeit schließe ich bevorzugt ab, um mich letztendlich natürlich voll und ganz meinem Besuch widmen zu können.

Müssen deine Besucher ihre Schuhe ausziehen?

Nur, wenn sie nass oder schmutzig sind.

Wie würdest du deinen Einrichtungsstil beschreiben?

Minimalistisch, wenn es allein um meine Präferenzen geht. Dank sowohl meiner Philosophie als auch Umzugsnotwendigkeiten achte ich sehr darauf, dass alles, was ich besitze und um mich herum ist, auch tatsächlich benötigt wird, auch wenn ich eins, zwei Dekorationselementen eine jederzeit einseitig kündbare Daseinsberechtigung schenke.

Aufgang Schlafzimmer

Wenn ich so frei schon Einrichtungs- mit Lebensstil gleichsetze, darf ich ergänzen, dass ich die Tendenz, dass jeder irgendwo in sich den »Jäger und Sammler« trägt, äußerst faszinierend finde. Auch wenn man eigentlich erstaunlich wenig wirklich braucht, ist es dennoch »interessant«, diese Tendenz zu kontrollieren.

Wo verbringst du, abgesehen vom Bett, am liebsten Zeit in der Wohnung?

Am liebsten auf unserer Couch, am häufigsten jedoch vor dem Rechner, fürchte ich.

Welche Ecke deiner Wohnung zeigst du nicht gerne, und warum?

Keine (zeige ich nicht gerne), ein Vorzug von besagtem Minimalismus.

Welches Möbelstück ist dir das liebste in der Wohnung?

Keins, da ich sie alle als austauschbar betrachte. Das muss mir jetzt nicht komisch vorkommen, oder.

Deine letzte Anschaffung, die völlig unnötig war.

An Möbelstücken ein Sessel, der nie in Gebrauch war und folgerichtig »verschwand«. An sonstigen Anschaffungen ein WESC-Pullover, der bislang nur einmal getragen wurde und entsprechend kaum noch Chancen hat, ins Achtelfinale einzuziehen.

Was fehlt dir noch in deiner Wohnung?

Ein Beamer; ansonsten gibt es einige Dinge, die zumindest meiner Einschätzung nach nicht fehlen würden.

Wohnzimmer

Welche Frage wolltest du schon immer mal beantworten? Und wie lautet die Antwort?

Diese. :)

Vielen Dank Jens, dass du die die Zeit genommen hast, die Fragen zu beantworten.

Die Teilnahme an den 15 + 1 Fragen steht jedem offen. Wenn du also auch Lust hast, uns etwas von dir zu zeigen (und die Fragen zu beantworten), findest du hier Informationen, wie du dabei sein kannst.

4 Kommentare (closed)

  1. Der Jens… Ich kann mich noch gut an ihn im mit Kago in München bei GMX im Gebäude erinnern. Der wohl herzlichste rauhe Umgangston den ich jemals erleben durfte…

    Auch unvergessen der gemeinsame Auftritt im GMX – Fußball Team beim Sommerfest 2007 ;-)

    Grüße nach Norden an den Hüter der CSS – Styles !

    Jens

    PS: Schöne Wohnung haste!

  2. ist alles austauschbar und unwichtig. wohnung, umgebung, freunde, ort, möbel, job, leben? ziemlich konsequent. bei mir stapelt sich alles.. wie du schon geschrieben hast. jäger und sammler. viel erfolg in zürich!

  3. Jens, danke, auch wenn du doch nicht alles verraten kannst ;)

    Heiner, dank auch dir! Und glücklicherweise ist ja nicht wirklich alles austauschbar :)

  4. Deinen Minimalismus bei der Wohnungseinrichtung mit der dazugehörigen Philosophie finde ich sehr gut. Ich halte es ähnlich mit meiner Einrichtung. :-)