15 + 1 Fragen an Tobias Huber

Tobias Huber

Bitte stell dich uns kurz vor

Ich bin Tobias Huber, 27 Jahre alt. Meine Passionen sind T-Shirts bzw. Straßenmode, jamaikanische Volks- und schwer tanzbare neue Weltmusik.

In welchen Städten/Orten/Ländern hast du bereits gelebt?

Geboren und aufgewachsen bin ich nahe des südostoberbayrischen Wallfahrtsorts Altötting. Menschen, die dieser Ort hervorgebracht hat, die man vielleicht kennen könnte und möchte, sind der Kabarettist Gerhard Polt, der Regisseur Hans-Christian Schmid oder Matthias Röckls Zündfunk-Kollege, Reggae-Experte und bayrische Soundsystem-Pionier, Noe Noack.
Nach dem Zivildienst hat es mich nach Augsburg verschlagen, weil ich meinte, an der dortigen FH “Multimedia” studieren zu müssen. Nach zwei Semestern wechselte ich dann aber an die Universität, um erst meinen Bachelor und dann meinen Master in “Medien und Kommunikation” zu machen. Mein letztes reguläres Master-Semester habe ich von August 2006 bis März 2007 in Kingston, Jamaika, an der University of the West Indies absolviert.
Inzwischen arbeite und wohne ich in Leipzig – bin aber regelmäßig in München/Bayern und am Wochenende gerne auch mal in Berlin.

Wie groß ist Deine Wohnung und wie viele Leute leben dort?

Tobias Huber Schlafzimmer

Meine derzeitige Wohnung ist 45 qm groß und ich genieße nach sieben Jahren in deutschen bzw. jamaikanischen WGs den Luxus, allein sein zu können, wenn ich allein sein möchte.

Welche Rolle spielt dein Stadtteil für dich, d.h. inwiefern bestimmt die Welt vor deiner Haustür dein Wohngefühl mit?

Obwohl ich als Landkind der Meinung bin, dass weniger wichtig ist, wo man wohnt, als was man macht, ist es natürlich schon so, dass das eigene Viertel erheblich zum Wohlfühlen beitragen kann oder auch nicht. Hier in Leipzig wollte ich vor allem schnell eine Wohnung und hab mir die erstbeste in der “Südvorstadt” geschnappt. Das beste an meiner aktuellen Wohnlage ist, dass ich nur zur Treppe runter muss, um auf einem vor allem am Wochenende gut besucht- und beschalltem Basketball-Court zu stehen – das fühlt sich schön nach “Hood” an – und dass ich zwei sehr gut bestückte Spätverkäufe ums Eck habe. Anderseits ist die Gegend sehr studentisch geprägt, was ich nicht immer als positiv empfinde. Wenn ich nochmal ne Wohnung in Leipzig suchen müsste, würde ich mich wohl eher für Plagwitz oder so entscheiden – v. a. wegen der vielen kleinen Gallerien, die sich entlang der Karl-Heine-Straße angesammelt haben und weil es dort ein bisschen rougher ist als hier.
Was ich in Deutschland aber meistens vermisse, ist Musik auf den Straßen oder generell im öffentlichen Raum. Jeder Stadtteil wäre lebenswerter, wenn man ihn zu einem bestimmten Maße beschallen dürfte, ohne damit gleich die Nachbarn oder Bullen auf den Plan zu rufen.

Welche Jobs hast Du bereits gemacht?

Die Liste an Ferienjobs, die ich zu meiner Schul- und Studienzeit gemacht habe, ist endlos und geht von Hilfstätigkeiten in einer Joghurtbecherfabrik, in Brauereien und bei Landschaftsgärtnern bis hin zu regelmäßiger Schichtarbeit an Carbid-Hochöfen. Regulär war und bin ich gelegentlich als Webdesigner und Radiojournalist tätig. Zwischendurch habe ich PR bei Design Hotels gemacht und als Layout-Assistent von Peter Dean Rickards gearbeitet.
Aktuell bin ich bei Spreadshirt als Media Relations Officer angestellt. Nebenbei betreibe ich zusammen mit einem befreundeten Grafikdesigner “seen.” – ein kleines Label für “non-hippie reggae- und dancehall wear”, blogge dafür auch – und unterstütze Rickards bei der Transformation des jamaikanischen FIRST Magazins vom Print- zum Online-Produkt.

Kannst du gut anpacken? Hast du handwerkliche Fähigkeiten?

Ich kann definitiv anpacken. Sollte man auch können, wenn man seine Sommerferien am Hochofen verbracht hat… Meine handwerklichen Fähigkeiten halten sich aber in Grenzen – ich bin in der Konzeption von Dingen bzw. in der kreativen Vorarbeit i.d.R. besser als in der Realisierung (wenn ich auf mich allein gestellt bin). Was nicht heißt, dass ich nur andere arbeiten lasse. In Jamaika sah ein normaler Tag z. B. so aus: 4.30 Uhr aufstehen, Sport machen, bis drei Uhr Nachmittag Uni, danach bis 12 oder 1 Uhr nachts layouten oder siebdrucken. Komplett lernresistent gegenüber handwerklichen Dingen bin ich auch nicht. Für das anfängliche Umetikettieren der seen.-Shirts habe ich mir z. B. das Nähen (zumindest in seinen Grundzügen) beigebracht.

Was kochst du für deine besten Freunde? Was kommt auf den Teller wenn es mal schnell gehen muß?

Wenn ich viel Zeit habe, koche ich Freunden gerne bayrische Hausmannskost. Klassisch Schweinebraten mit Semmelknödeln. Wenn´s schneller gehen muss, werden´s häufig Pfannkuchen oder – was ich vor kurzem entdeckt habe – fränkische Rostbratwürste mit Ratatouille.

Kann man unangemeldet bei dir vorbeischneien?

Wenn Du weißt, wo ich wohne, gerne. Allerdings kann es sein, dass ich das Klingeln nicht höre, weil die Musik zu laut ist.

Müssen deine Besucher ihre Schuhe ausziehen?

Kommt auf das Wetter an. Es gibt Temperaturen, bei denen ich staubige Schuhabdrücke, nassen Sockenabdrücken vorziehe. Was gar nicht geht: barfüßige Hippies.

Wie würdest du deinen Einrichtungsstil beschreiben?

Tobias Huber Küche

Minimalistisch. Klar. Manchmal retro.

Wo verbringst du, abgesehen vom Bett, am liebsten Zeit in der Wohnung?

Tobis Huber Flur

In der Dusche, auf dem Boden vor meinem französischen Balkon und – so blöd das klingen mag – im Flur. Die Mischung aus Stauraum für Privates und Lagerraum für seen. gefällt mir. So könnte gern meine gesamte Wohnung aussehen.

Welche Ecke deiner Wohnung zeigst du nicht gerne und warum?

Tobias Huber

Die Kombination aus Wohnungsgröße und minimalistischem Einrichtungsstil erlaubt keine versteckten Ecken. Die Unschönste ist wohl die, in der sich Papier-/Karton- und Glasabfälle stapeln.

Welches Möbelstück ist dir das liebste in der Wohnung?

Stühle

Die Glasbaustein-Lampe, die mir meine Freundin mal gebastelt hat. Oder die mit Tarnstoff bezogenen Küchenstühle. Ich kann mich nicht entscheiden.

Deine letzte Anschaffung, die völlig unnötig war.

Ich bin schwer Magazin-abhängig. Da war in den letzten Tagen sicherlich eins dabei, das nicht zwingend nötig gewesen wäre. Obwohl – eigentlich nicht. Juice, Style & the Family Tunes, Neuland und Lodown müssen neben Brand Eins, Streetwear Today, De:Bug und Neon regelmäßig sein. Und dafür, dass die Spex dieses mal noch ein hervorragendes Reggae-Special beinhaltet, kann ich auch nichts…

Was fehlt dir noch in deiner Wohnung?

Eine freihstehende Badewanne, ein A/V-Receiver mit WLAN-Radio und ein Biomülleimer.

Welche Frage wolltest du schon immer mal beantworten? Und wie lautet die Antwort?

Wer ist Ron Foto? Der Mann aus Männern.

6 Kommentare (closed)

  1. Servus Tobias,

    gibts ja gar nicht! Du hier!
    Viele Grüße und bis zum nächsten Mal im Bus nach Plagwitz…

    Simon

  2. heey ich hab das gleiche schwarze regal, das gabs doch da in diesem exklusiven einrichtungshaus, oder?;)

    schöne tshirt desgins!

  3. @ Simon: Wir sehen uns.
    @ Florian: nur die Zusatzmodule aus Karton gibt´s nicht bei IKEA ;-) und: schönes portfolio!

  4. Hallo Tobias,

    ich habe Dich hier gefunden, weil mich interessiert hat, wer so ein schönes Magazin empfiehlt. PDR hat ziemlich auffällig auf viele Links nach Deutschland, fand ich… Dann weiss ich ja, wie’s kommt! :-)

    Alles Liebe
    Chrissie

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