Änderung bei den Kommentarregeln

Ich habe mir lange überlegt, wie ich das Problem angehe. Ich bekomme hier inzwischen mehr manuelle Spam-Kommentare, als richtige Kommentare. Der Grund dafür ist klar: Backlinks und Werbung für andere Webseiten abgreifen. Hobby-SEOs, wie auch solche, die es besser wissen müssten, versuchen immer wieder, mit ein paar oberflächlichen Worten einen Kommentar und vor allem ihre URL zu hinterlassen.

Ich führe sogar eine Blacklist, auf denen ich alle Unternehmen liste, die auf diese Weise vorgehen. Ob, wie und wo ich diese Liste veröffentliche weiß ich noch nicht.

Jedenfalls kosten mich diese Amateure (“Seifenkiste”, “Finanzen” oder “Riskolebensversicherung”) eine Menge Zeit – und das jeden Tag.

Ich könnte die ganze Sache einfach dadurch lösen, dass ich, so wie es die meisten machen, den Linksaft in den Kommentaren abdrehe, also die Links auf NoFollow setze. Das will ich aber nicht, denn damit würde ich die Seiten derer, die ich schätze, (in)direkt negativ beeinflussen. Deshalb gelten ab heute neue Regeln bei den Kommentaren:

  • Genauso wie ich hier meinen Namen nenne, erwarte ich, dass ihr euren Namen nennt.
  • Anonyme Kommentare werden nicht frei geschaltet.
  • SEOs werden automatich als SPAM markiert. (Ich finde das raus)
  • Werbliche Kommentare (Links zu Shops, Firmen o.Ä.) sind ebenfalls nicht erwünscht.
  • Wenn ihr etwas vorschlagen möchtet, dann bitte über den normalen Mail-Kontakt.

Eine Ausnahme bilden die, die bisher schon (oft) kommentiert haben, und die trotz “Künstlername” identifizierbar sind, beispielsweise durch die Angabe ihrer URL.

Ich hoffe, dass ich das Problem damit halbwegs in den Griff bekomme. Danke für euer Verständnis.

18 Kommentare (closed)

  1. Find ich gut, auch wenn ich’s (dank dir) wohl noch nicht “soo” bemerkt habe oder mich einfach hab blenden lassen. Wie auch immer…

    “Werbliche Kommentare (Links zu Shops, Firmen o.Ä.) sind ebenfalls nicht erwünscht.”

    Naja, find ich manchmal ganz nützlich, zB bin ich so hier auf sehr coole Shirt Shops und Blogs gestoßen.

    Das wird aber wohl eh durch “Eine Ausnahme bilden die, die bisher schon (oft) kommentiert haben, und die trotz “Künstlername” identifizierbar sind, beispielsweise durch die Angabe ihrer URL.” aufgehoben, nehm ich an.

    Ich mein, diejenigen, die gegen diese Punkte verstoßen, werden sich durch diese Netiquette auch nicht aufhalten lassen, wenn sie diese überhaupt lesen. Solltest individuell entscheiden, was hier stehen soll und was nicht, was du ja ohnehin schon machst.

    Find’s übrigens richtig gut, dass du dir diese DIY- und Stylezeug Kritik zu Herzen genommen hast und davon jetzt wieder mehr kommt, astrein!

  2. Nr kurz zum Pinkt “Find’s übrigens richtig gut, dass du dir diese DIY- und Stylezeug Kritik zu Herzen genommen hast und davon jetzt wieder mehr kommt, astrein!”
    Ich werde auf alle Punkte noch einghen, leider fehlt mir aber die Zeit, alles entsprechend anzuhandeln. Das Thema sollte nie kleiner werden, doch ist der zeitliche Aufwand, wirklich coole Sachen zu finden, extrem hoch. Leider. Es gibt nicht sehr viele gute Quellen – aber ich arbeite daran :)

  3. Muss ich jetzt also auf meinen richtigen Namen umstellen beim kommentieren bei dir oder nicht? Weil so oft kommentiere ich ja “noch” nicht bei dir.

  4. ich werde immer mehr ein fan des prangers … blacklist ^^

    veröffentliche diese mal oder was auch interessant wäre, die nur blogbetreibern zur verfügung zu stellen, damit sie ebenfalls solche subjekte ausschließen!

  5. Nun bist du schon der 2te Blogger der so radikal handelt. Und langsam kann ich es verstehen – aber nur langsam.

    Wegen der Blacklist: Diese zu veröffentlichen wäre nicht wirklich klug ;-) jeder Blogger sollte wissen wie er sich seine eigene Blacklist zusammenschustert – das bedeutet einfach Arbeit. Eine Anleitung könnte man ja mal veröffentlichen aber nicht eine gesamte Liste der zusammengetragenen Spammer…

  6. Mhhh, kann ich verstehen die Reaktion Kai, bei mir ist es bis jetzt kein Problem, was aber wahrscheinlich an den wenigen Besuchern liegt. Stattdessen wird meine normale Email-Adresse zugespammt. Naja ist hatl das Web, aber die Idee von Jared find ich gut, würde mich mal für ein Tutorial interessieren.
    Das ganze würde vom Thema ja gut auf KaiMüller passen oder?

  7. Weia, da kommt ja was auf mich zu… Bei mir geht das auch schon vereinzelt los, ich kann dich deshalb gut verstehen. Manche dieser Kommentare habe ich deshalb erst gar nicht freigeschaltet. Bei anderen ändere ich einfach manuell die URL, dann bringt es denen nichts. Und die meisten haben die Botschaft verstanden. Ich kann aber verstehen, dass das einfach wahnsinnig viel Zeit frisst, wenn es zu viele werden.

    Na, mal sehen, wie sich das alles entwickelt. Wir können ja alle von einander lernen.

  8. Kann ich vollstens verstehen. Ich beobachte die Kommentare auf mehreren Blogs, und im Moment wird’s richtig schlimm mit dem SEO-Gespamme. Find ich total würdelos, sein Geld mit solchen Methoden zu verdienen. Ich für meinen Teil hätte keine Probleme damit, wenn eine Liste der “Täter” veröffentlicht werden würde, sie haben’s nicht anders verdient. Allgemein wäre eine öffentliche Datenbank vielleicht sinnvoll, im Stil von Spamhaus (DB gegen E-Mail-Spammer).

  9. Vollstes Verständnis, Kai. Ich hatte auch einen ‘Kommentator’, der mit der Zeit immer abartiger geworden ist und angefangen hat, mich und meine Co-Autorin zu beschimpfen.

    Dem Typ habe ich heute den Stecker ‘rausgezogen, indem ich jetzt nur noch nach Prüfung der Kommentare diese freigebe und zusätzlich eine Captcha-Abfrage eingebaut habe. Und meinen Unmut über solche Gestalten, die anonym+blödsinnig im Web ‘rumvegetieren, habe ich auch direkt in einem entsprechenden Posting bekundet ;-)

    Leider sind dies die Schattenseiten des Bloggens…aber die Vielzahl derer, die ein Blog gerne lesen und konstruktiv dazu beitragen, sind doch in der überwiegenden Mehrheit. Das gibt Hoffnung.

  10. Moin Kai. Heieiei, so früh schon einen auf die Mütze, jetzt bin auch ich wach ;)

    Nee, mal im Ernst : Absolut verständlich und auch ne ehrliche Lösung, mit dem Problem umzugehen. Finde es auch gut, dass Du es ankündigst, so weiss jeder, wo er bei Dir dran ist.

    Grüße

  11. Seht es doch positiv. In dem ihr euren richtigen Namen bei Links hinterlasst, weiss Google künftig auch wer der “richtige” Martin (Gommel) ist. Bei “Kai” hat es jedenfalls funktioniert, bei “Kai Müller” sowieso :)

  12. Na dann meldet sich mal ein angeblicher Spamer zu Wort… Mir persönlich liegt es sehr fern “Spam-Kommentare” abzugeben. Ob nun Steffen oder Seifenkiste , ich habe und werde mir auch in Zukunft die Freiheit nehmen beide Synonyme zu verwenden. Ich respektiere aber deine Meinung und deine Änderungen diesbezüglich. Dein “Linksaft” interessiert mich nicht, hab ich auch nicht nötig…eine kurze Google Recherche und/oder ein Besuch auf meiner Seite hätten genügt…aber die Zeit ich weis…

  13. Hallo Steffen, klar kannst du dir die Freiheit nehmen. Aber hier möchte ich keine Keyword-Namen mehr haben. Das gilt für alle.

    Dass das mit den Kommentar-Links gut funktioniert, kann man ja an deinem Beispiel gut sehen.

  14. Ne das hat nichts mit den Kommentaren zu tun, denn ich schreibe schon seit 2001 über Seifenkisten und da glaub ich gab es noch nicht so viele Blogs…oder?

  15. also damit ich das richtig verstehe: wenn ich jetzt nur mit “lukas” hier einen kommentar schreibe, dann wird er gelöscht/gar nicht veröffentlicht?

  16. Nein. Du hast eine URL hinterlassen und kein Keyword als Name benutzt. Das heißt, ich kann dich “zuordnen”.

  17. ah! alles klar. so finde ich das total gut. ich hasse diese kommentar-spammer.

    ich denke, mit deinem ansatz liegts du da ganz gut.

    kommentare genrell verbieten fänd ich doof – aber das machst du ja nicht.

    also: glück auf :-)

  18. Pingback: Von der Kunst des Kommentierens | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel