armedangels, jetzt irgendwie alles ganz anders

armedangels

Ich hatte ja vor ein paar Monaten schonmal über armedangels geschrieben. Das junge Social Fashion Label hat vor allem dadurch Aufmerksamkeit bekommen, dass es einen Gründer-Wettbewerb gewonnen hat, inkl. ordentlich Budget und Beratung durch Jung v. Matt. Im Blog wurde eben mitgeteilt, dass die Seite gerelauncht wurde. Und ich muss nicht schlecht staunen: aus dem ehemals goldenen Look, wurde ein viel stärker an den aktuellen Streetwear Sites orientierter Schwarz-Weiss Look, zudem gibt es jetzt eine Community und auch die Shirts werden anders präsentiert.

Interessant finde ich, dass die Community im Moment über 1500 Einträge/Mitglieder (unterteilt in: Stars ?, Designer, Models und Guerillas) aufweist, von denen ich mich ehrlich gesagt frage, wo sie denn her kommen. Zumal auf der Seite kein Wort dazu fällt, was es mir bringt ein Teil der Community zu sein.

Sieht man sich das Blog an, geht die Kommunikation eher nur in eine Richtung (bestes BeispielIch weiß nicht, ob es irgendwem aufgefallen ist, aber armedangels sieht jetzt ganz anders aus“). In der Rubrik Jobs werden ganze acht Ausschreibungen ausgegeben…

Ich bin beeindruckt, welchen Sprung das Kölner Label entweder gemacht hat, oder welchen es vorgibt, zu machen.

11 Kommentare (closed)

  1. komisch, bei mir steht oben dreimal das gleiche mitglied, nämlich einer der betreiber selbst – so kommt man natürlich leicht auf so ne hohe zahl ;)
    die “models” erwarten anscheinend entdeckt zu werden (“Bin ein ziemlich verrücktes Mädel, das für jeden Spaß zu haben ist. Steh gerne mal vor der Kamera und habe an Spaß an den verschiedensten Aufnahmen…”).
    irgendwie etwas undurchsichtig und unverständlich das alles, wenn die grundidee an sich ja auch wirklich unterstützenswert ist.

  2. im vergleich zur ersten version hat sich viel getan, dass muß man schon sagen.

    hatte ja gleich nach dem ersten post hier was da bestellt und meine erfahrungen geschrieben. ich versuch das noch mal und schau mal, ob es diesmal besser läuft. fassade ist eins, service, zuverlässigkeit + qualität mir weit wichtiger.

    zu den designs:
    ich find es schade, dass man bei dem armedangelsstyle bleibt. sorry, das ist auch nicht anders als bei bench etc pp. zum teil sogar noch krasser. wie wäre es mal mit koolen designs ohne fetten markenschriftzug? alles dreht sich nur um die wortmarke. find ich schade, ich will kein werbeträger sein sondern koole, faire klamotten kaufen.

    zur website:
    die navigation im shop ist mir zu unklar (übersicht vs. details / weiterstöbern). das zoomdingens zum hakt etwas. usw.

  3. finde ich auch alles ein wenig undurchsichtig. aber einen auf dicke hose machen hat schon vielen weitergeholfen – irgendwann sollten sie es aber wahr machen, sonst wird es unglaubwürdig.
    außerdem:
    ich habe letztens im BIO-supermarkt am schwarzen brett einen zettel hängen sehen. darauf schrieb jemand, dass er ein t-shirt verloren hat. der zettel sah aus wie alle anderen – nur verwies der hilfesuchende auf die seite von armed angels. guerilla marketing? ich fand es irgendwie billig – fast wie spam am schwarzen brett.

  4. also für mich wirkt das label so, als ob sich da 3 bwl’er hingestezt habe und geguckt, bei welchem produkt es am meisten marge gibt. das es bei t-shirts enorm groß ist weiss ja inzwischen jeder. mir kommt das ganze völlig ohne herzblut und passion vor.
    wofür braucht man denn bei shirts nen businessconsulting? du musst das talent haben sehr geile designs zu leifern, damit den zahn der zeit zu treffen und das ganze angemessen verpacken und bekannt machen. jetzt auf einem in die grundge/punk schiene zu wechseln macht das ganze nicht gerade glaubwürdiger. und wenn das nicht zieht, kommt dann das nächste redesign daher?

  5. während beim ersten bericht philipp von aa mitdiskutiert hat, ist jetzt sendepause. gehört das auch zur neuen strategie?

  6. Für mich persönlich kommt nicht mehr heraus dass es hier um einen Anbieter geht der auch sozial handelt. Ich meine was macht sonst armedangels besonders im Vergleich zu anderen Shirt bzw. Textilanbietern ? Gut gestylte Shirts finde ich bei massig Shops (oder auch ebay) genug im Netz.
    Ich meine wenn ich jetzt die Seite aufrufe sehe ich nirgends etwas von diesem sozialen Alleinstellungsmerkmal.

    Das schwarz ist zwar auf der einen Seite stylisch klar – aber auf der anderen Seite verbinde ich damit nicht die soziale Philosophie die das Unternehmen darstellen will.

    Muss ehrlich sagen für mich die falsche Richtung.

  7. Hallo, ich möchte die Gelegenheit nutzen mich vorzustellen und mich in eure Diskussion einzuklinken. Ich bin Melanie und die neue Online Redakteurin bei armedangels. Unser Design hat sich zwar verändert, aber unsere Werte sind die gleichen geblieben: unsere Shirts sind Fairtrade zertifiziert und wir versuchen in jedem Schritt der Produktionskette, vom Anbau bis zur Lieferung, so nachhaltig wie möglich zu handeln.

    Der neue Look der Website soll eine Weiterentwicklung unseres Styles darstellen und unsere Shirts und deren Designs so stark wir möglich präsentieren.

    Wir haben eure Kritikpunkte aufgenommen und versuchen diese so gut es geht umzusetzen.

    Momentan arbeiten wir gerade mit Hochdruck an unserer neuen Kollektion und sind gespannt, wie ihr sie findet werdet.

    In der Zwischenzeit stehen wir euch für Fragen und Feedback natürlich wieder zur Verfügung.

    Viele Grüße, m*

  8. Ja, dass weiß ich. Aber bin wie gesagt neu und wollte das nicht so im Raum stehen lassen!

  9. -Hallo-hallo besonders an Melanie-

    ich möchte hier mal ein statement zu dieser neuen armed angels seite abgeben. die guten betreiber des labels waren zu gast an meiner uni und in dem offenen seminar hauptsächlich damit beschäftigt sich selbst zu beweihräuchern. kritische fragen wurden gerne überhört. diese ganze socialeconomy geschichte hinter dem label ist mit allem gebührenden respekt stark heuchelend. sollte jemand das bedürfnis verspüren den südamerikanischen bauern zu helfen soll er das tun. ich bin dafür. doch über diese botschaft textilien zu verkaufen ist ein wenig heuchlerisch. Das so ehrenhafte Auftreten der armed angels finde ich immer befremdlicher. Es geht dabei doch darum, T-Shirts zu verkaufen und nicht ein gutes gewissen. schön, wenn die firma hilft, doch die seite sah aus wie vom wwf und es drängt sich mir die frage auf, ob hier nicht stärker ein gutes gewissen verkauft wird als qualitativ hochwertige produkte. denn darum geht es doch. wenn ich ein shirt kaufen will muss es top sein. wenn ich bauern helfen will, helfe ich bauern…diese aufdringliche und plakative gutmenschenart fand ich von beginn an etwas platt und unsensibel. das scheint zu meiner erleichterung auch vielen anderen menschen aufgefallen zu sein. melanie, du kannst ja deinen chef mal fragen warum ausgerechnet warum er wo hat produzieren lassen. geschäft hin oder her. mit äpfeln wirbt man nicht für birnen. und da sich armed angels “haltung” auf die fahen geschrieben hat bitte ich die auch anzunehmen.

  10. sorry, aber american apperal auf deutsch.also von der webpräsenz her.photographie, typo, credo schön nachgemacht.