Bloggen ist das neue Bloggen, oder?

Bloggen ist das neue Bloggen, oder?

Der November bringt es mit sich, dass hier und da Gedanken etwas länger durchgedacht werden, als sonst üblich. Glück hat, wer noch ein Blog besitzt, weil er dort seine Gedanken auch über 140 Zeichen hinaus im Internet teilen kann.

Ich hatte Ende des letzten Jahres fest damit gerechnet, dass in 2009 eine frische Generation Blogs kommen würde, die, weil sie die alten Hasen lange genug beobachtet haben, das Feld von hinten aufrollen würden.

Ich sollte mich täuschen. Blogs stehen Ende 2009, ja wo eigentlich? Ich habe keine Ahnung.

Hier stand ein ellenlanger Text, der am Ende vor allem eines war: wirr. Und deshalb habe ich mich dazu entschlossen, ihn in die Tonne zu treten, um euch das Wort zu überlassen.
Wie haben sich Blogs in eurer Wahrnehmung verändert? Habt ihr selbst ein Blog in 2009 gestartet, oder vielleicht aufgehört zu bloggen? Warum? Was wünscht ihr euch für 2010? Seid ihr zufrieden?

Nachtrag

Marius hat auf Maingold einen guten Teil dessen ausformuliert, was ich heute morgen nicht hinbekommen habe. Durchaus lesenswert.

98 Kommentare (closed)

  1. @ Kai: Ich glaube beim Stichwort: Verlinken sollten wir lieber das Thema wechseln. Zumindest für heute ;) Denke einfach das Wir beide insgeheim beide genau das gleiche wollen, wir aber heute komplett aneinander vorbei gesegelt sind.

    Ich würde ein “via” Tag/Woche vorschlagen!

  2. Große Blogs wie Stylespion, Ikea Hacker oder Spreeblick werden sicher auch weiterhin eine Zukunft haben, doch die kleinen Blogs deren Informationsgehalt und Updatezyklus geringer ausfällt haben m.E. keine Zukunft. Zu einfach ist es, seine Gedanken zu twittern oder bei Facebook verfügbar zu machen. Eigentlich schade, aber hier setzt sich einfach ein Trend fort. Schliesslich haben ausführliche Kolumnen und Reportagen ja schon den Sprung von Print zu Web nicht geschafft. Und nun werden halt immer kleinere Informationshappen erwartet, die idealerweise auch noch bequem auf einem Handydisplay gelesen werden können. Und schaute man sich in der Sturm und Drang – Phase der Bloggerei auch noch just for fun kleinere Blogs an, so sind es jetzt halt oft nur noch die mit dem größten Informationsgehalt. Ich finde das ist die ganz normale Konsolidierung eines modernen Mediums.

  3. Ich habe im April 2009 angefangen und muss sagen, dass ich nach wie vor Spass am Bloggen habe. Von Twitter halte ich nichts, da es die wirklich “dümmste” Form der Internetkommunikation ist (MIr ist langweilig!, Mein Nachbar ist doof., Ich geh auf Klo! und mehr). Beim Bloggen kann man ein bisschen was ausprobieren und variieren. Das ist wie Basteln mit der deutschen Sprache und das macht Spass, je mehr man sich in die Bloggerei vertieft.

    Ich würde mir für 2010 noch mehr Kooperation und Zusammenarbeit von Blogs wünschen.
    Den Blogs sind immer noch eine Alternative zu den Print Medien und deshalb liest man auch Blogs, um Hobbys, Intressen und Meinungen nicht immer nur in der nächsten Zeitung wieder finden zu müssen.
    Ich seh alles in Allem einen Aufwärtstrend der Blogs.

  4. Pingback: Bla, Bla, Bla, Blogs sind tot Bla, Bla, Bla | Hasencore

  5. Das sogenannte “Blog sterben” gab es auf keinen Fall dieses Jahr. Ganz im Gegenteil wurde auch in Deutschland Blogs in vielen Gesellschaftlichebereiche genutzt. Es wurden noch nie so viele (“Presse-”)Einladungen an Blogger rausgeschickt wie dieses Jahr inkl Reisekosten übernahme. Ebenfalls wenn man den ganzen Berichten der Blogger trauen darf ist eine gute Menge an Produkte zum testen rausgegangen, um sicherlich eine weitere Zielgruppe zu erreichen.

    Ebenfalls kann man rückschauend auf 2009 feststellen dass viele Medien ob TV, Print oder Radio auf Blogger zurückgreifen, teilweise soagr komplette Artikel fertigen lassen. Einige ganz ganz wenige haben sogar eine eigenen Kolumne erhalten.

    Auf “Negatives” kann man aber auch 2009 zurück schauen. Das Thema “Das Internet macht die Preise kaputt” machte dieses Jahr ebenfalls keinen halt. Wäre sich Blogger freuen können, einen Auftrag zu ergattern für einige sehr wenige Euros. So Kämpfen hauptberufliche Layouter, Agenturen, Fotografen, etc. um ihre Existens, da die Preise völlig in den Keller gegangen sind.

  6. Hmm.. zunächst muss ich hier gestehen, ich habe keine Ahnung, was vor Herbst 2008 in der “Blogosphäre” so abging, wie sich das Netzwerken vollzog und wie der Zusammenhalt von Bloggern war. Aber wenn ich so Marcels (uarrr und Amy&Pink) Beiträge
    lese, kann ich es teilweise nachvollziehen.
    Aber ist es denn schlimm, wenn sich manche Blogs zu Magazinen entwickeln oder andere ihre Tätigkeit einstellen?
    Das sind doch die ganz normalen Entwicklungen, manche wollen sich weiterentwickeln, wittern eine Möglichkeit sogar Geld damit zu verdienen.
    Aber dafür entstehen neue Blogs, die müssen sich erstmal behaupten, eine Leserschaft aufbauen und ihren Weg finden, so wie ich.
    Ich muss sagen, ich bin froh, dass ich mein Blog schreibe und zusehen kann wie er wächst und wächst.
    Ich sehe es ähnlich, wie Malte, es ist ein Geschenk. Ein schönes Hobby. Mein Blog dient als Kommunikationsmittel zum Teilen/Austausch und Netzwerken. Es wird immer mehr. Das Positivste ist, das sich das Digitale auch in Reale verschiebt. Ich lerne immer mehr Blogger live kennen, und einige zähle ich schon zu meinen Freunden (und nicht nur bei Facebook oder Twitter!).
    Die Erfahurngen, die ich gemacht habe sind durchweg posititv.

    Twitter ist eine ganz andere Art Kommunikation und Austausch zu betreiben. Es bietet mir eine gute Möglichkeit auch Sachen zu teilen, die nicht auf meinen Blog passen oder die ich nicht so sehr relevant sehe. Dazu kommt, dass ich immer mehr meine Richtung für meinen Blog finde und versuche meinen eigenen Content zu erstellen und nicht so viel wiederkauen möchte.
    Wer sagt, dass Twitter nichts weiteres ist, als “Ich geh mir jetzt ein Brötchen kaufen” oder “Es regnet”, der hat schlichtweg keine Ahnung. Es kommt auf die Leute an, denen man folgt. Genauso wie es entscheidend ist, welche Blogs ich lese. Aber die Twitter-Diskussion gehört hier jetzt auch gar nicht so richtig hin.

    Ich denke, nächstes Jahr werden (noch) mehr Unternehmen die Möglichkeiten von Blogs einsehen. Was ich gar nicht bewerten möchte, denn ich sehe auch viel Posititves daran.
    Desweiteren werden Blogs sich weiterhin entwickeln, wachsen, schrumpfen oder verschwinden. Neue werden hinzukommen.
    Ich denke, mehr verknüpfen kann ich mich kaum mit anderen Blogs. Meinen Austausch, digital oder non-digital, kann ich auch nicht steigern. Möchte ich auch gar nicht, denn für mich ist es gut so. Natürlich wünsch ich mir mal ein zwei mehr Kommentare, die Besucherzahl ist mir dagegen egal. Die Qualität soll steigen und nicht die Quantität. Genau das sehe ich auch so mit meinen Beträgen, manchmal denke ich, ich müsste mehr schreiben aber das ist doch Bullshit, ich schreibe, wenn es einen Grund dafür gibt und nicht um Andere glücklich zu machen. Und ich hoffe, das machen auch die Blogs, die ich lese.

  7. Schön zu sehen dass, Ihr alle ja doch was zu sagen habt. Durchdachte Kommentare und eine ehrliche Diskussion sind nämlich das einzige was ich bei vielen Blogs in letzter Zeit vermisst habe. Feedleser und Besucherzahlen schön und gut. Leute sagt was ihr euch denkt!

    Wie bei Uarrr und Johannes schon gelesen und geschrieben denke ich auch das das Wiederkeuende Zeitalter für Blogs vorbei ist.
    Aufgeschriebene Gedanken, Kommentare zu geschehenem, Fotos, Zeichnungen, Witze und was sonst noch alles sind es nämlich wirklich, die den Charakter eines Blogs ausmachen. Auf mehr Kommentare und mehr eigen-Content in 2010 !!

  8. Pingback: Und was machen die Blogs im Jahre 2009? - Maingold

  9. Die Resonanz hier spricht für sich!

    In meinem Blog ist es seid Twitter um einiges stiller geworden, da viele Einträge eigentlich eher Tweet-Charakter hatten. Dies ist mir allerdings jetzt erst bewusst geworden.

    Ich glaube was 90% der Blogs (mein Blog eingeschlossen) fehlt, ist ein klar definiertes und kommuniziertes Themenspektrum mit wenigen kleinen Ausreißern. Nur wenige Universal-Blogs schaffen es heute noch in meine Blogrole. Überlebt haben nur die der “ersten Stunde” á la Spreeblick und co.

  10. Die Idee zu Bloggen hat es sich schon lange in meinem Kopf wohnlich eingerichtet. Mittlerweile ist sie alt genug um einen Plan und Lebensziele zu haben. Die Domain exestiert schon seit einer Weile, ist aber vorerst noch Übungsplatz meiner Ausbildung.

    Warum ich nicht anfange: Will nichts halbgares, und bin so derbe genervt von “Die 50 Besten” und “Die 200 Wichtigsten”. Zwei solcher Titel in Folge und der Feed fliegt aus dem Reader (in der Regel).

    Was ich mir in Zukunft wünsche: Dass mehr Menschen verstehen was RSS für eine fantastische Erfindung ist, und wie gut man damit Lernen kann, auch wenn man immer der war, an dem jeder Lehrer verzweifelt ist, der ihm helfen wollte gut zu sein.

    Nein.. ich muss weiter unten beginnen: Dass mehr Menschen verstehen was RSS ist. Ich habe es schon Oft erklärt und werde es noch oft erklären. Kaum einer in meinem Bekanntenkreis weiss etwas damit anzufangen. Und die, die bescheid wissen nutzen es trotzdem nicht… Selbst meine Mediengestalter-Kollegen! Warum – kann ich mir nicht erklären.

  11. Ich selber blogge nicht, auch wenn ich es mir schon seit Jahren vornehme. Durch Twitter, Tumblr & Co fällt es mir allerdings auch viel schwerer, mich endlich mal aufzuraffen. Außerdem ist die Qualität der Blogs die ich lese so extrem hoch (habe das Gefühl, dass es seit der Twitterei noch besser geworden ist, weil man sich für das Bloggen mehr Zeit nimmt), dass ich mich gar nicht mehr so recht traue damit anzufangen. Auch dieses Blog gehört übrigens zu diesen qualitativ hochwertigen Dingern :)

    Die Blogospähre an sich wird mit der Zeit sicherlich schrumpfen, aber ich denke die Qualität wird dadurch noch besser. Und da freu ich mich drauf!

  12. Ich muss hier noch mal Moritz zustimmen und es noch mal hervorheben:

    “Wie bei Uarrr und Johannes schon gelesen und geschrieben denke ich auch das das Wiederkeuende Zeitalter für Blogs vorbei ist.
    Aufgeschriebene Gedanken, Kommentare zu geschehenem, Fotos, Zeichnungen, Witze und was sonst noch alles sind es nämlich wirklich, die den Charakter eines Blogs ausmachen. Auf mehr Kommentare und mehr eigen-Content in 2010!!”

    Schön gesagt! Der eigene Content, darum gings mir auch in meinem ellenlangen Kommentar! Danke, Moritz!

  13. Hm. Ich muß sagen, daß Twitter und Facebook in diesem Jahr mein Blog verwässert haben. Auch das Fotoblog, das ich jetzt wieder neu angefangen habe… früher war all das im “Chitime Blog” versammelt, gebündelt und auf einen Blick.
    Heute habe ich (trotzdem es immer noch ein persönliches, privates Blog ist) weniger Einträge und weniger privates auf dem Blog.
    Ob das jetzt gut oder schlecht ist, sei dahingestellt.
    Und auch, wenn ich heute so viel twittere- Bloggen mag ich immer noch lieber.
    Ich will nicht, daß Blogs aussterben und 140-Zeichen Tools zum Opfer fallen. Das wäre schade.
    Ich liebe die Funktion in meiner Sidebar, in die Jahre des Blogs zurückblicken zu können. Sowas habe ich bei Twitter nicht.
    Nein, mein Blog bleibt bei mir immer an erster Stelle.
    Blogs, die 2009 erst entstanden sind, kenne ich nicht, glaube ich. Bloggen ist nicht mehr so populär.
    Aber ich mag auch Facebook, wo ich sehe, wie Freunde die Bloggen immer bescheuert fanden, plötzlich doch etwas ähnliches beginnen wie einen Mix aus Twitter und Bloggen.
    Spannende Zeit.

  14. Pingback: Holy Moly » Blog Archive » mynoveller : Stop Looking for the Next Twitter

  15. Pingback: Sind Blogs tot? | Einfach Nachhaltig

  16. Ich finde Twitter und Blogs schliessen sich nicht wirklich aus, es sind 2 total verschiedene Medien… Dass manche Blogger auf das (weit weniger zeitaufwendige) Twitter umsteigen und ihre Blogs auflösen liegt nicht an Twitter sondern an dem fehlenden Esprit der Blogger… wahrscheinlich hätten sie es früher oder später sowieso sein lassen und Twitter war nur ein Kondensator…

    Sascha Lobo hat das [auf twitter ;-) ] schön zusammengefasst: “Mein Blog ist mein Haus, Facebook meine Bar und Twitter die Stimmen in meinem Kopf.”

  17. ALSO. Ich kann etwas zur Modebloggerszene sagen. Lange gab es eine handvoll mittlerweile “Alter Hasen”, die fast schon als eingeschworene Clique gelten kann. Wir kennen uns alle in echt auch und mittlerweile wohnen auch fast alle in Berlin. Langsam aber sicher ist aus dem Hintergrund aber eine zweite Modebloggergeneration herangewachsen, die sich teilweise mit den “Alten Hasen” verzahnt, teilweise auch autark nebenherexistiert. Das mag an den Altersunterschieden liegen, die gelgegentlich mehr als 10 Jahre betragen und allein schon daher eine Frage der unterschiedlichen Generationen darstellen. Mit autark meine ich völlig autark, teilweise sind die Pioniere der deutschen Modebloggosphäre nicht einmal bekannt in den neuen Kreisen, das ist schon interessant… Ich beobachte weiter.

    Zu mir kann ich folgendes sagen. Ich bin seit bald 4 Jahren mit f&art dabei. Hatte davor und daneben noch andere Onlineprojekte. Ich Twittere seit 1 1/2 Jahren. Etwas großes hat sich dieses Jahre aber geändert, nach einer längeren Phase des “Blogburnout”. Ich habe mein Blog umgebaut, bin ENDLICH auf eine eigene Domain umgezogen UND – ganz wichtig – ich habe ALLE Werbeverträge gekündigt und damit JEDE Werbung von der Seite geschmissen und agiere nun schlank und verdiene KEINE Geld mehr mit dem Blog an sich (glücklicherweise bin ich darauf auch nicht angewiesen)! Ein wunderbar befreiendes Gefühlt, ein wenig “back to the roots”. Die Authentizität, die ich mir dadurch zurückgekauft habe, schuldete ich weniger den Lesern, als mir selbst. Der Druck, es irgendwie allen rechtzumachen ist fort und ich kann wieder fröhlich und frei Bloggen, im ursprünglichen Sinne. Mag sein, dass andere mit Werbung auf ihrer Seite klarkommen, ich bin es nicht.

    Ich bin glücklicherweise in der Situation, dass ich als Corporate Bloggerin für OTTO, haupteberuflich sowieso blogge und nur im Netz unterwegs bin und es mir schlichtweg leisten kann (sowohl finanziell, als auch zeitlich), täglich mehrere Blogbeiträge rauszuhauen und komplett informiert zu sein. Synergieeffekte, die andere so vielleicht nicht haben…

  18. Ich habe 2009 zweimal mit dem bloggen angefangen. Das letzte mal vor ein paar Tagen.
    2008 hatte ich auch schon mal angefangen und mir wirklich einen super Blog mit super Theme gebastelt über die Monate, aber leider hatte ich kein Backup und irgendwann ist mal alles zusammengekracht.
    Jetzt hab ich nicht mehr den Elan ganz von neu anzufangen, deshalb blogge ich jetzt mit dem Standard WordPress Theme Kubrick. Mal sehen ob sich da noch was ändert.
    Aber ich bin ganz zuversichtlich.

  19. Mein Blog existiert seit Oktober 2006. Der erste Eintrag „Hallo Welt! Sowas hast du noch nicht gesehen!“ bringt mich augenblicklich zum Lachen. Ich könnte heute auch gar nicht mehr behaupten, dass ich das damals völlig ernst gemeint habe, ohne bedauernd schräg angeschaut zu werden und in Gesichter mit verzogenen Mundwinkeln zu blicken. Im Laufe der Zeit stellte ich – nicht ohne Bedauern – fest, dass ich hauptsächlich für mich und für einen kleinen Freundeskreis schrieb. Die heiß ersehnten Kommentare blieben ebenso aus wie der sprunghafte Anstieg des Besucherzählers. Ich weiß nicht, warum ich dachte, dass das alles ohne mein weiteres Zutun kommen müsste. Nach einer Enttäuschungs-Pause nahm ich das Schreiben wieder auf und akzeptierte, dass mein Blog kein Privatissime, sondern eher ein Intimissime war. Ich tat auch lange nichts, um das zu ändern.

    Erst im Oktober 2009, als ich – endlich – über eine Veränderung des Designs und einen damit verbundenen Umzug meines Blogs nachdachte, fing ich an, mich in der Landschaft umzusehen. Ich hörte zum ersten Mal etwas von A-Bloggern, sah Beiträge, die mehr als einen Kommentar hatten (*lächel*) und bewunderte und staunte vielfach. Aber: Ich schüttelte auch vielfach den Kopf. Ich schüttelte den Kopf über Beiträge, die mehr als trivial waren, gehetzt, gekritzelt oder krampfhaft witzig wirkten. Und ich wunderte mich, dass der eine oder andere Blogger offensichtlich Narrenfreiheit erlangt hatte und selbst für Solcherlei noch ehrfürchtig angehimmelt wurde. Der Wunsch der „Kleinen“, auf diesem Weg auch einmal in die Schlagzeilen zu kommen, ist nachvollziehbar, aber vermutlich nicht nachhaltig effektiv.

    (Man kann sich bei diesem Thema echt verzetteln. Wo steht die Tonne, Kai?)

    Neustart mit dem Fazit:
    Qualität in den Blogs wird sich – hoffentlich – durchsetzen.
    Ich würde mir wünschen (aber vielleicht gibt es das ja schon), dass die viel gelesenen und bekannten Blogger gezielt zu Mäzenen für lesenswerte Kleinode werden.
    Blogs sind toll.
    Ich bräuchte mehr Zeit: zum Lesen und zum Schreiben.

    Ich hör jetzt auf … mir schwirrt der Kopf.

  20. Da ich schon seit 2004 blogge, will ich mir auch ein Urteil erlauben. Ich sehe nicht, dass Blogs (auch in Deutschland) an Bedeutung verloren hätten. Sie hatten ja, bis auf wenige Ausnahmen, nie eine solche. Persönlich finde ich das Bloggen nach wie vor sehr interessant, aber ich verstehe auch die Auf’s und Ab’s, die mancher Autorin und manchem Autor zusetzt. Das äußerst sich meines Erachtens in Beiträgen zu eigenen Befindlichkeit als Blogger/in. Mir geht das nicht anders.

    Persönlich werde ich wohl nicht vom Bloggen lassen. Es wird mal mehr, mal weniger sein aber generell führe ich dieses Hobby wohl fort – mit unterschiedlicher Intensität und Begeisterung.

    Von Twitter oder Facebook halte ich persönlich gar nichts. Deshalb habe ich meine Accounts (nach 2 Jahren) vor kurzem gelöscht. Sie bieten in meinen Augen keinen Mehrwert, wenngleich ich natürlich weiß, dass meine Meinung nicht mehrheitsfähig ist. Eigentlich liegt da der Punkt – im Mehrwert. Wenn man ein gutes Blog führt mit vielen Besuchern und Kommentaren wird man einen solchen Mehrwert wohl nachweislich geschaffen haben. Das gelingt dem Einen, weil er sich auf bestimmte Themen fokussiert hat und dem Anderen, weil er einfach prima schreiben kann. Klingt einfach, ist es aber nicht. So kommt es, dass viele Blogs (auch meins) zwar über Jahre hinweg bestehen und auch ihren festen Leserkreis haben, sich aber nie in Sphären (Reichweiten) weiterentwickeln, die man teilweise im englischsprachigen Raum entdecken kann.

    Ich wünsche jedenfalls allen Bloggerinnen und Bloggern weiter viel Spaß. Es lebe das Bloggen!

  21. Ich habe meinen Blog in diesem Jahr quasi getötet. Im letzten Jahr bin ich ein halbes Jahr durch Australien gezogen, in meinem Blog habe ich meine Gedanken, Ängste, Beobachtungen und Erlebnisse verarbeitet und somit meine Auslandszeit mit meinen Lieben geteilt.
    Naja, jetzt bin ich schon länger wieder in Deutschland – und was mir hier so widerfährt, ist entweder zu banal (für andere, nicht für mich) oder zu intim, um es zu posten. Ergo: Das war es wohl mit meinem Blog.

  22. Ich kann mit Twitter wahrscheinlich nichts anfangen weil ich nie SMS schreibe, die letzte vor Jahren. Für Blogs die nur kurze Beiträge haben / hatten kann das natürlich eine Alternative darstellen, aber die Darstellungsmöglichkeiten von einem Blog sind doch weit größer und vielfältiger als 140 Zeichen.

  23. Ich habe in letzter Zeit die meisten Weblogs über twitter gefunden. Twitter ist twitter und Weblogs sind Weblogs.

    Ich finds großartig. Ich versteh das gejammer echt nicht.

    Es sind da so geile Sachen, da draußen. Von iMomus über “lost at e minor” über “now.unfolded” über “thejunction” über “grijs” über “amid ships” über die gute alte Frau Gröner bis hin zu “Dieseldunst” und “Hotel Mama” und “Common Crisis” und “Ein Froschfilm wird gezeigt”.

    Nicht zu vergessen die ganzen Fun-Dinger mit den kaputten Torten, Walmartleuten, “sexy people” usw.

    dropular, notcot und fffound nicht zu vergessen.

    Ich weiß echt nicht, was ihr habt.

    Verlink ich jetzt nicht. Google is your….

  24. Ich habe im Jahr 2009 einen neuen Blog gestartet und einen alten in die Tonne gekloppt. Der eine Blog lief nicht wirklich gut und habe mir ein neues Konzept überlegt und letztendlich ist mein neuer Blog recht erfolgreich. Aber insgesamt am “bloggen” hat sich dieses Jahr kaum was verändert.

  25. Die Blogs, welche ich lese lieferten still und stetig lebenden interessanten Content auch im Jahr 2009. Trotz, oder gerade wegen Twitter. Ich selbst twittere auch und habe es als sinnvolle Ergänzung zum Blog und nicht als Alternative betrachtet. Dementsprechend nutze ich Twitter auch eher Blog unterstützend.

    Ich persönlich glaube, dass viele Blogs von Menschen in der Ausbildungsphase Ihres Lebens betrieben wurden. Die scheint jetzt auszulaufen. Der zeitliche Rahmen zum Betreiben der Blogs im Bezug zu den neuen Lebensumständen wird immer kleiner. Fazit: Die Blogs schlafen ein. Meine Hypothese wird durch einige Blogger, deren Lebensumstände ich kenne, untermauert.

    Heranwachsende Web 2.o Nutzer werden aus meiner Sicht durch mediale Reize eher zu Twitter oder Facebook gelenkt…

  26. Pingback: übers bloggen | kleinstadtgedanken

  27. Ich mache zur Zeit meine ersten blog-Gehversuche.
    In die Blog-Welt bin ich eigentlich erst recht spät reingeschlittert finde ich. Vor August diesen Sommers hab ich nie auch nur einen Blick in blogs geworfen.
    Als ich dann anfing in einem blog zu lesen, war es wie ein Lauffeuer und ich kam von einem zum nächsten.
    Bis ich dann auch einen eigenen aus dem Boden stampfen wollte.
    Mal sehen was draus wird…
    Twitter ist nicht meine Welt.

  28. meine/unsere website gibts zwar schon etwas länger, aber das phänomen blog ist für mich erst seit februar/märz dieses jahres aktuell geworden, gleichzeitig mit dem ganzen kram um twitter.
    dadurch sind aber beides zwei völlig verschiedene dinge, das eine wird das andere nicht ersetzen können, vielmehr denke ich durch twitter den blog einem anderen publikum zugänglich machen zu können.
    auch ist es doch so, dass tweets eher etwas temporäres sind, während so ein blogeintrag (meist) auch noch nach ein paar jahren intressant sein kann. ich meine, wer liest sich denn tweets von vor einer woche durch? und auch wenn bing und google und wie sie alle heißen anfangen die tweets zu crawlen, so denke ich dass das dauerhaft zu zur erfassung von aktuellen themen dienen kann und dass ein einzelner tweet auf dauer einfach untergeht.

  29. Happy Is The New Sad. Ich bin optimistisch, was das Bloggen angeht. Mir macht es Spaß und wenn ich keine Leser habe, ist es halt eine Schublade für meine Gedanken und Ideen. Wenn ich Leser habe, umso besser. Die jungen Blogger von heute versuchen sich tatsächlich entweder in einem kurzlebigen “Fashionblog” und schwimmen kurz im Strom mit oder finden tatsächlich eine kleine Ecke in der Blogosphere, in der sie sich wohlfühlen. Um das Wohlfühlen allerdings zu entwickeln, muss man eine Weile rumprobieren. Blogger-Pubertät quasi… Mit ein bisschen Geduld und neuen frischen Ideen sind im neuen Jahr wieder neue interessante “Gesichter” mit dabei.

    David von Paper Heart

  30. Grundsätzlich würde ich Twitter und Co. eher als fördernd für die Blog-Gemeinde betrachten. Ich bin davon überzeugt das die Qualität der Beiträge in bestehenden und kommenden Blogs steigen wird. Ich stehe auf interessante und gut recherchierte Beiträge. So wie die meisten Leser.

  31. Ich frag mich gerade, ob der Titel von Kais Eintrag oben wirklich so gemeint war, wie er da steht?! Oder war Twitter gemeint? Bloggen -Bloggen? Hm.

  32. Pingback: Bringing it back to life | better taste than sorry.

  33. Pingback: Ich blogge übers Bloggen « Johannes Kleske – tautoko weblog

  34. ….nun musste ich aber lang nach unten scrollen bis ich hier meinen kommentar ablassen kann, soviel schonmal dazu.

    wir haben unseren Blog 2009 neu aufgerollt, sind neu durchgestartet. für 2010 erhoffen wir uns vor allem eine: bloggen und bloggen lassen. und dabei interessantes zu geben und ein lächeln zu bekommen!

  35. Hinsichtlich Blogs war 2009 für mich ein gutes Jahr. Zum einen, weil ich ein paar Blogs von früher “wiederentdeckt” habe, zum anderen weil ich einige neue Blogs für mich entdeckt habe und sie nun alle genießen kann, da ich auch einen RSS-Reader für mich entdeckt habe, der nicht so lahm ist wie Google Reader.
    Ein anderer Grund, weshalb 2009 für mich ein gutes Blogjahr war, ist, dass ich aufgrund der vielen tollen Blogs selbst die Motivation bekommen habe, einen Blog zu starten. Und seitdem ich meinen Abschluß in der Tasche habe, ist auch die Zeit vorhanden, die nötig ist um so etwas in Gang zu bringen. Mein Blog wird 2010 starten, und das Thema ist auch schon fix. Die technische Seite muss allerdings noch nahezu komplett geklärt werden. Das einzige was feststeht, ist dass WordPress die Blogplattform meiner Wahl ist. Technische Umsetzung, Webspace und insbesondere der Name muss noch (recherchiert und) geklärt werden, da ich in Caschy’s Blog erst kürzlich über den Fall augsburgr.de gelesen habe.
    Ich bin aber trotzdem zuversichtlich und hoffe, mit meinem Blog etwas nützliches zu produzieren.

  36. Ich schreibe seit zwei Wochen mit einem Freund ein Blog und wir sind natürlich noch total aufgeregt. Es ist eine Art gemeinsames Projekt, da wir in unterschiedlichen Städten wohnen.
    Ich finde auch, dass 2009 nicht so richtig was loswar, blogmäßig und denke, dass das wohl leider eine Tendent ist, die so leicht nicht zu stoppen ist und von Twitter ausgelöst wurde.

  37. “Blogs stehen Ende 2009, ja wo eigentlich?”
    Fast am Anfang, schon am Ende.
    140 Zeichen sind eben gemütlicher, auch zur Müllentlarvung.

  38. Pingback: Ich mache jetzt in EchtZeigWeb | kopfbunt

  39. Pingback: AMY&PINK » Lost in Blogs #3 - Die digitale Rundschau

  40. 2009 einen neuen blog für meine texte gestartet. meistermochi.de wird aber auch weitergeführt. und ja: manchmal muss man sich mit den postings ranhalten. aber sich da ein bisschen zu disziplinieren ist gut. besser als die zeit vor der glotze zu vergeuden.

  41. Pingback: Fangen wir nochmal von vorne an - StyleSpion

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  43. Pingback: Ein Blog 2009 | Reflektion und Ausblick

  44. Pingback: blogoscoop » Rund um den Blog (25.01.10)

  45. Pingback: Die Mode und die Blogger | Testspiel.de