Buch über Fotografie?

Madrid-42

Bei einem gemütlichen Abendessen letzte Woche haben wir uns in der Runde über das Veröffentlichen von Büchern unterhalten. Eine Freundin, selbst Journalistin, berichtete von einer Bekannten, die gerade ein Buch veröffentlicht hat. Es ging darum, dass man damit Knete verdienen könne, und was es wohl für ein Gefühl wäre, ein eigenes Buch in den Händen zu halten. Scherzeshalber ging es natürlich darum, dass ICH ein Buch veröffentlichen sollte. Ich habe vor Lachen fast den guten Wein über dem Tisch verteilt. Und, was soll ich sagen, ich muss daran seit Freitag denken.

Nun bin ich bei weitem kein Schreiberling, ziehe die kurzen den verschachtelten Sätzen vor, und mit der Grammatik ist das ja auch so ‘ne Sache. Und trotzdem reizt mich die Geschichte… Ein Buch zum reinen Selbstzweck wäre Quatsch. Ein Buch, das mir oft gestellte Fragen ausführlich beantworten kann, vielleicht weniger… Neben der Frage, wie ich es schaffe, immer so gut auszusehen, laufen bei mir ständig Fragen über die Fotografie auf. Und da könnte ich ansetzen.

Noch ein Buch über Fotografie?

Es gibt unzählige Werke über Fotografie, und doch kann ich kaum eines uneingeschränkt empfehlen, weil darin meist zu viel Wert auf Equipment gelegt wird, die Beispielfotos ein Scherz sind, und diese Bücher einfach nicht motivieren können. Die tatsächlichen Kniffe, die gerade Anfänger interessieren, werden nur am Rande erwähnt. Das Fotografieren selbst kommt zu kurz oder wird mystifiziert. Die Art Fotografie, die ich mag, findet kaum Erwähnung, die Bildbearbeitung ebenso, obwohl sie eine große Rolle spielt.

Inhalte

Man muss ja auf dem Teppich bleiben. Ich bin Autodidakt, habe noch nie ein einziges Foto verkauft, und auch sonst außer netten Worten noch nichts daran verdient. Trotzdem glaube ich, dass gerade dieser Weg dem Vieler gleicht.

Weiterhin ist es schwierig, Themen nur in Blogbeiträgen abzuarbeiten, weil man zu viele Basics voraussetzen muss. Letzten Endes würde ich versuchen, das Buch zu basteln, das ich mir damals nach dem Kauf meiner Kamera gewünscht hätte. Eines, das mir schnell die wichtigsten technischen Grundlagen erklärt, und mich dann zum Fotografieren ermuntert. Eines, das an Beispielen zeigt, wieso manche Fotos viel besser wirken, als andere. Ich würde viel Bildmaterial nutzen, und versuchen, die Themen auf das Wichtigste zu reduzieren, immer mit dem Ziel, dass der oder die LeserIn am liebsten sofort die Kamera schnappt und loszieht. Ergänzend könnte man ein paar Interviews mit Fotografen einfügen, um auch deren Sichtweise zu integrieren.

Aufwand vs. Ertrag

Ich kenne nicht allzu viele Menschen, die an einem Buch gearbeitet haben, aber die wenigen haben übereinstimmend von sehr viel Arbeit berichtet. So ein Titel wird sehr viel Zeit und Kraft verschlingen.
Die Veröffentlichung als E-Book wäre der einfachste und auch kostengünstigste Weg. Dem gegenüber steht ein für mich gerade überhaupt nicht kalkulierbarer Ertrag durch den Verkauf.

Interesse?

Dieser Beitrag war nun nichts anderes, als ein aufgeschriebener Gedanke. Deshalb interessiert mich erstmal eure Meinung dazu. Völliger Unsinn? Würdet ihr es kaufen? Habt ihr Tipps, zum Beispiel Literatur über das Schreiben eines Buches – gar eigene Erfahrung? Ich bin gespannt.

Update

Ein erstes Fazit und weitere Gedanken findet ihr im Beitrag “Update zum Buch über Fotografie.

81 Kommentare (closed)

  1. ich interessiere mich für fotografie, habe aber noch nie ein buch darüber gekauft. ich bin ansonsten ein grosser fan von sachbüchern und schrecke auch vor dicken wälzern nicht zurück. das erwähnte buch-projekt aber würde ich mir – so realisiert, wie hier schmackhaft beschrieben – sofort holen! dafür wäre ich gerne bereit etwas zu zahlen; eine pdf-version käme mir genauso gelegen.

  2. Ich finde die Idee gut! Ich fand schon die Artikel über die Fotografie klasse. Allerdings würde ich lieber ein gedrucktes Buch als ein e-Book in den Händen halten(ich würd aber auch ein e-book kaufen).

  3. Hallo Kai,

    deine Gedanken sind immer wieder schön zu lesen und stoßen ja auch, wie in diesem Fall auf reichlich Widerhall. Meine persönliche Meinung zu Fotobüchern ist diese: gedruckt müssen sie sein, Fotos müssen enthalten sein (großes Format und qualitativ hochwertiger Druck, sonst wirken Sie nicht). Ich selbst fotografiere auch schon seit vielen Jahren, verkaufe eine Menge Fotos und habe mir die folgenden Bücher ‘gegönnt’, weil sie wirklich inspirierend und lehrreich sind:

    - Das Foto: Bildaufbau und Farbdesign von Harald Mante
    - Der fotografische Blick: Bildkomposition und Gestaltung von Michael Freeman

    Wenig Text, viele Bilder und 100% Foto. Vielleicht inspirieren sie dich auch, sowohl beim Fotografieren als auch beim Projekt Fotobuch? Und ich denke, wenn dir das Schreiben/ Entwickeln eines Fotobuchs genauso viel Spaß macht wie dein Blog und deine Autorenarbeit, dann solltest du es unbedingt tun.

    Lieber Gruß

  4. Hi, ich habe “Der fotografische Blick: Bildkomposition und Gestaltung” von Michael Freeman und das hat mir ganz gut geholfen, ein bisschen was über Fotografie zu lernen.
    Dein Buch würde ich sicher nicht kaufen, da ich nicht glaube, dass du als Hobbyfotograf die Expertise hast, ein Buch zu schreiben. Sicher sind deine Foto’s hübsch anzuschauen, aber reicht das schon, um ein Buch zu schreiben? Ich habe auch schon einen Fotowettbewerb gewonnen, aber ich bin mir bewusst, dass das weniger an meinen Skills, als an dem Motiv gelegen hat. Nachdem ich deinen Fotostream auf Flickr ein bisschen angeschaut habe, merke ich, dass du ein gutes Auge für Details hast und viel bearbeitest. Sind das die Sachen, die du in dem Buch rüber bringen möchtest?
    Letztendlich will ich nur sagen: Schuster bleib bei deinen Leisten – und, dass ich den Eindruck habe, dass hier viele das Buch nur aus reiner Sympathie dir gegenüber kaufen würden.

    No hatin, just bein’ honest ;)

  5. Hallo Kai,

    ähnliche Gedanken wie du habe ich auch schon seit einiger Zeit, wobei ich mehr einen Weg suche einen Bildband mit “etwas mehr” Text zu versehen um mal einige meiner Photos andersweitig zu nutzen als sie nur auf der Festplatte liegen zu haben. Was mich bisher davon abgehalten hat, ist genau der von dir angesprochene Faktor Zeit, und der ist sicher nicht zu unterschätzen. Ich habe mich mit Bekannten unterhalten die Bücher auf dem herkömmlichen Weg publiziert haben und deren Aussagen lassen sich kurz zusammenfassen: es kann nur um eine Sache (ein Projekt) gehen, die einem am Herzen liegt…Geld lässt sich nur in den wenigsten Fällen damit verdienen, da häufig das was an Geld reinkommt mit Müh und Not die Druckkosten abdeckt (mal ganz abgesehen von der ganzen Arbeitszeit die man da reingesteckt hat). Der Punkt mit den Druckkosten ist natürlich ein Punkt den man mit einem Ebook umgehen kann, jedoch kann ich mich nur den anderen die hier geantwortet haben anschließen: ein Buch in den Händen zu halten ist schon was anderes als ein pdf. Es gibt aber auch noch eine weitere Möglichkeit die als “print on demand” bezeichnet wird. Hierbei kann man seine Dokumente bei einem Anbieter im Internet hochladen und auch über diesen verkaufen. Vorteil ist hier, dass man keine Druckauflage festlegen muss (für die man sonst ja auch zunächst die Druckkosten vorstrecken muss), sondern die Bücher erst bei Bestellung gedruckt werden. Dies dauert dann zwar ein paar Tage, der Zeitraum hält sich aber noch im Rahmen. Genaueres findet sich zum Beispiel hier: http://www.lulu.com . Ansonsten finde ich die Idee nach wie vor sehr interessant und bin auch jemand der gerne solche Projekte unterstützt, da sie meist einen völlig anderen und häufig interessanteren Fokus haben als rein kommerzielle Bücher. Also nicht entmutigen lassen!

    Gruß
    Stefan

  6. Ich finde den Ansatz gut, etwas vom technischen und gestalterischen Aspekt des Fotografierens zu erzählen, zumal du es hoffentlich mit vielen deiner (tollen!) Bilder spicken wirst. Ich bin eher der Printwarenleser, als solcher würde mir natürlich eine gedruckte Version der Buches mehr gefallen, zumal Bilder auf Papier irgendwie besser rüberkommen, aber auch ein e-book von dir würde ich sofort nehmen!
    Ich hoffe es wird etwas aus diesem guten Ansatz!

  7. Ganz einfach: Einfach anfangen zu schreiben.

    Schieb die Ängste bei Seite und schreibe täglich eine oder zwei Seiten. Halte dich dran und in ca. einem Jahr hast du ein “Buch” in der Hand.
    Für’s schreiben muss man geboren sein, aber um dies herauszufinden, da muss man sich den Schritt trauen.

  8. Wenn du mich als naives weibliches Wesen, ohne besonders viel Ahnung von Fotografie fragst, ja ich würde das Buch durchaus kaufen.
    Auch wenn ich nicht so ganz weiß, ob es mich viel weiterbringen würde – versuchen kann man es ja.
    Liebste Grüße,
    LOUISA.

  9. Andreas Feiningers Fotoschule ist doch immer noch der Standard. Da stehen die Möglichkeiten, die das Medium Fotografie bietet geschrieben.

    Frage: Hast du dieses Buch schon einmal gelesen?

    Wenn ja, was hättest du hinzuzufügen?

    Es ist sehr gefährlich, beim Thema Fotografie ins Schwafeln zu geraten. Denn über Bildaufbau und Bildästhethik ist eben schwer zu schreiben.

    Was soll man mehr machen, als erstmal die Basics beizubringen und mit dem so ausgeleiherten Satz zu schließen: Beherrsche die Regeln, um sie brechen zu können.

  10. Ich bin mir da nicht so sicher Kai, du scheinst richtig in die ganze Fotografie-Sache eingestiegen zu sein und hast das Glueck talentiert darin zu sein aber wie dick soll das Buch dann werden? Ne kleine Vorspeise um zu starten, Anwendungsbeispiele verschiedener Blenden/Belichtungszeiten und ein Bisschen Lightroom pipapo? Als Strassenfotograf, der hauptsaechlich Festbrennweiten benutzt aber noch keine Projekte gestartet hat wo er sich auf ein bestimmtes Ziel festgelegt hat und sich um die Betonung der Details kuemmert wuerde ich es dir nicht raten ein Buch zu schreiben. Mein Rat ist: lass dir Zeit, forme den DIY Fotografen zu ende und dann fasse dein Wissen in ein Werk, welches sicherlich kein schlechtes wird!

    Wofuer auch immer du dich entscheidest, ich wuensche dir viel Glueck & Erfolg

    Dennis

    P.S. Fuehle dich bitte frei zu entscheiden, denn alles was ich dir zuschreibe basiert auf den Inhalten deiner Blogs und nicht dir als Person.

  11. Hey Kai,

    irgendwann hört man auf, die ganzen Kommentare zu lesen (ich ca. bei der Hälfte). Du hingegen wirst sie wohl komplett lesen. Zum einen gehen sie sicherlich überwiegend runter wie Öl und zudem hast Du Deinen Beitrag ja genau mit dem Hintergedanken erstellt, einige Meinungen einzuholen.

    Ich habe vor kurzem so ein Öko-Klugscheißer-Buch von einem Guardian Redakteur aus London gelesen (und fand es sehr gut). Er hatte keinen Blog, hat aber Teile seiner Erfahrungen (Ziel war, ein Jahr ökologisch und ethisch korrekt zu leben) in einer Kolumne in der Zeitung veröffentlicht. Auf die Art und Weise hatte er bis zum Druck des fertigen Buches zig Lesermeinungen, mit denen er das Buch massiv bereichern konnte. Es war so nicht mehr das Werk eines einzelnen, sondern eine Kollektivmeinung, die er mit seinem Buch zusammengetragen hatte.

    Genau die gleiche Möglichkeit hast Du ja hier auch mit Deinem Blog. Starte also eine neue Serie, in dem Du die einzelnen Kapitel oder Lektionen oder wie auch immer Du es aufteilst vorab online veröffenlichst und somit zur Diskussion stellst.

    Am Feedback wirst Du auch schon feststellen, wie sehr Du die Leute erreichst. Und am Ende der Serie packst Du noch die (relevanten oder kontroversen) Meinungen mit ins Layout und zack, schon hast Du ein Buch über Fotografie fertig, welches es in der Meinungsvielfalt vermutlich noch nicht gibt.

    Toitoitoi

    Wenn es läuft, kann Projekt II ja ein schnöder Bildband sein ;)

  12. Ich hab jetzt nicht alle Kommentare gelesen, aber was ich dazu sagen kann ist, daß ich bis vor kurzem in einem Verlag gearbeitet habe, der versuchte, Produkte für ambitionierte Hobbyfotografen (und Anfänger, die sich selbst dazu zählen) abzusetzen. MaFo sagt: Machen! Gutachter sagen: Machen! Vertriebspartner: Interessant! Marketing-Ergebnis, selbst nach zig Konzeptanpassungen und Redaktionswechseln, macht unmißverständlich klar: Lassen!
    Und zwar aus einem ganz naheliegenden Grund: Zwar sagen immer alle Befragten, daß sie sich total dafür erwärmen könnten und bis zum Preis x kaufen würden, aber am Ende des Tages ist das Google-Suchfeld näher als der Geldbeutel. Das Angebot an kostenlosen Tutorials ist einfach endlos, und daran müssen Informationsprodukte dieses Genres im Jahr 2009 leider-leider-leider schlicht scheitern und ihre engagierten, enthusiastischen, idealistischen Schöpfer herb enttäuschen.

  13. Also wenn es in dein Gesamtkonzept passt, dann mach es. Gute Bücher sind selten. Glaub aber nicht, dass du einen sinnvollen Stundenlohn damit erreichen kannst.

  14. Halo Kai, ich würde dein Buch auch kaufen! Aber so als kleinen Tip am Rande: Kennst du das Buch “Besser Fotografieren” von George Barr – das passt 1 zu 1 auf deine Beschreibung. In diesem Buch steht nämlich auch die Ästhetik von Fotos im Vordergrund. Equipment und Technisches wird nur ganz knapp angerissen. Gerade durch dieses Buch habe ich gelernt besser zu “sehen” (bin noch am üben). Falls du es kennst – was gefällt dir daran nicht und worin würde sich dein Buch unterscheiden?

  15. Kai,

    ich mag deine Fotos. Ich würde mir dein Buch eventuell als E über rapidshare mal angucken. Und so denken Menschen die dein Blog nicht lesen, oder wie ich, nie kommentieren.
    Ich mag deine Fotos, aber du hast noch ein Stück des Weges vor dir – schreib kein Buch, bevor es an der Zeit ist. Die Möglichkeit verfliegt nicht und deine Fotos werden solange du lernst nur besser. Wenn sie es nicht mehr werden, schreib _ein_ Buch.

    . jason

  16. Schließe mich Philipp an: Bevor du anfängst zu lernen wie man ein Buch schreibt (und evtl schon daran scheiterst), tu das was du am besten kannst: Bloggen und dich mit Reaktionen auseinandersetzen.

    Philipps Beispiel sowie z.B. Tom Tonk, Sarah Kuttner haben bereits bewiesen, dass man mit einer Sammelveröffentlichung einzelner Beiträge, Kritiken, Kolumnen durchaus eine gewisse Leserschaft erreichen kann. Ein paar Cent haben die mit Sicherheit auch daran verdient (mal unabhängig von ihrem bereits vorhandenen Bekanntheitsgrad).

    Kombiniert mit den jeweils besten Kommentaren oder gar Fotobeispielen anderer interessierter Leser und einer Auseinandersetzung mit diesen könntest du so sogar ein Format schaffen, das neu ist. Ich würde sowas kaufen und zumindest zur Hälfte lesen – wenn aber nur in gedruckt z.B. über lulu.com oder wegen den enthaltenen Fotos hochwertiger. E-Books sind doof und zu flüchtig.

  17. Hallo Kai,

    mach ein handfestes Buch draus und es dürfte gekauft werden – alleine schon von deinen treuen Fans hier.
    Wir haben mal ein paar Schreibratgeber besprochen – aber ob die für diese Art Bücher hilfreich sein mögen, kann ich direkt nicht sagen:
    http://tinyurl.com/lge3jz

    Gruß

    Sven

  18. bin ausnahmsweise zu faul mir alle kommentare durchzulesen und kann auch nur für mich sprechen:

    ich würde ein buch von dir, mit dem von dir im beitrag angesprochenem inhalt, sofort kaufen. ich denke, dass deine erfahrung mit anderen foto-büchern + erfahrung als blogger + interaktion mit deiner “zielgruppe” dein gespür dorthin gehend (was für ein buch wird gebraucht) geschärft haben!

    e-book für geld würde ich wohl nicht zahlen, ich muss etwas in der hand halten. lade auch keine mp3s, kaufe nur cds/vinysl – in diesem sinne sehr old-school ich bin

  19. “Richtige”, sprich gedruckte, Bücher sind eine tolle Sache und der Digitaldruck macht kleinste Auflagen bezahlbar.

    Im Vergleich zu einem Buch, gedruckt in großer Auflage im Offsetdruck, wird es dennoch in der Herstellung immer bedeutend teurer sein – und muss entsprechend teurer auch beim Verkauf sein. Wie oben erwähnt, aus “kommerzieller” Sicht könnte das zu Enttäuschungen führen.

    Print-on-Demand ist für eigene Bücher immer spannender, als für “fremde Leute”, die dann den Preis-Vergleich zum Buch aus dem Buchladen ziehen. Da muss der Inhalt dann so originell sein, dass man den höheren Preis bezahlt – gibt es sicherlich auch.

    Wie von anderen schon gesagt, in der Kombination mit einem E-Book mag das Projekt Buch schreiben dann dennoch lohnen.

  20. Hey, nochmals tausend dank an alle, die kommentiert haben. Ich möchte mir gerne noch etwas Zeit nehmen, um die wirklich ehrlichen und vor allem konstruktiven Tipps, Ratschläge, Links und Denkansätze in Ruhe durchzugehen. Auch wenn ich die Idee sehr schnell rausgelassen habe, muss das ja nicht bedeuten, dass ich ebenso schnell Entscheidungen treffe.

    Ihr könnt selbstverständlich gerne weiterhin Input liefern.

  21. Muss jemand denn immer studiert und etwas professionell gelernt haben, um sich damit auszukennen und ein Buch darüber zu schreiben?! Autodidakten haben doch einen ganz anderen Zugang zum Thema, eben den eines Laien und können viel besser auf Schwierigkeiten am Anfang eingehen!
    Wenn ich nur an ein Buch aus meinem Studium denke – verfasst vom Professor selbst – es war schrecklich!
    Ich lese deinen Blog mit Begeisterung und bin davon überzeugt, dass dein Buch über Fotografie genauso toll sein wird!

    Gruß,
    Orson

    PS: Kein eBook bitte.

  22. lieber kai,

    bei aller euphorie hier fühl ich mich irgendwie verpflichtet, auf ein paar dinge hinzuweisen. ich sehe das ganz ähnlich, wie viele kommentatoren vor mir: ein ebook wird in dem bereich sicher nicht so gut angenommen werden, wie ein echtes. gerade wenn es um fotografie geht, ist der haptische aspekt für mich einer der entscheidenden punkte. vergangene woche habe ich vier bücher ins auge gefasst, die ich sowohl lesen, als auch AUF dem regal liegen lassen werde, weil sie nicht nur informativ, sondern auch repräsentativ sind. ebooks sind meiner meinung nach eher für trockenen stoff geeignet, denn für so ein emotionales thema wie die fotografie.

    mein zweiter, mir sehr wichtiger punkt, ist der des inhalts: aus eigener arbeit weiß ich, dass das thema editing und post production ein fass ohne boden ist und ich will dir deine erfahrung in dem bereich nicht absprechen. dennoch würde ich vorsichtig bei der selbsteinschätzung bleiben, so kenne ich dich aber auch.

    du hast im text oben erwähnt, dass dir die bearbeitung oft zu kurz kommt und ich arbeite seit jahren auf verhältnismäßig hohem niveau in dem bereich – ohne weiteres zutrauen würde ich mir ein buch über das thema aber nicht! außerdem erwähnst du, dass das fotografieren in deinen augen in büchern oft mystifiziert wird, sehe ich ganz anders. die basics, das können, das wissen, also im schlaf eine kamera in die hand gedrückt zu bekommen und eine motte im laternenlicht fotografieren zu können ist für mich um ein vielfaches höher zu bewerten, als auch nur einen regler in lightroom angefasst zu haben. klar, viele bücher gehen das ganze zu theoretisch an, ich tue mich auch schwer mit galieo press büchern. aber dazu kommt, dass viele looks auf trends basieren und ich weiß nicht, wie gerne ich ein buch über entsättigte high contrast fotos mit gefakter objektivvignettierung in fünf jahren noch in die hand nehmen möchte.

    wenn du aber ein buch machen möchtest, das sich den jungen fotografen von heute, die ein kreatives grundpotential mitbringen widmet, bin ich ganz bei dir! die möglichkeiten eines solchen buches liegen in meinen augen genau darin, die vielen hundert tausend jungs und mädels zu adressieren, die dazu beigetragen haben, dass die EOS 350D vor ein paar jahren zur meistverkauften DSLR aller zeiten wurde. genau die, die theoretisch in der lage sind, auf einem berliner flohmarkt mit einer consumer festbrennweite ein zauberhaftes bild zu schaffen, wollen bestimmt auch mal wissen, wie das eigentlich so richtig geht, mit dem ominösen “M” schalter an ihrer kamera.

    wenn du mich als virtuellen freund aber fragst, halte ich ein solches vorhaben für ein echtes minenfeld, das du ohne fremde hilfe sowohl für den bereich fotografie als auch für das thema “bücher schreiben” an sich schwer heil durchqueren können wirst. nimm dir die zeit dafür, aktivier deine kontakte und steck viel liebe und herzblut rein, als schon im vorfeld den monetären aspekt im sinn zu haben und das ganze wird was, da bin ich mir ganz sicher.

  23. und hey, floyds kommentar finde ich sehr interessant: videopodcasts würden dir sicher aus den händen gerissen werden. ich kann da immer wieder nur den greyscalegorilla erwähnen, ähnliches hatte ich mir auch mal überlegt. aber dann kam der neue job.

    das wäre was, auf jeden fall!

    ps: sorry fürs zweite posting, ich hätte es gern in meinen vorangegangen kommentar eingefügt.

  24. Lieber Kai,
    Ich bin auch Liebhaber der Fotografie. Eher im Kämmerchen, als
    gross und schreiend. Ich suche schon ewig nach einem schönen und gut gemachten Fotbuch. Dabei gibts fast nur noch was über digitale Fotografie. Mach ich ja auch, aber mittlerweile tendiere ich immer mehr zum Analogen. Alte Klassiker wie rollei 35, contax t2 oder andere Kleinkompakte machen auch Spass. Kleine Geschichten zum Fotografieren, nicht so technikbelastet würden mein Herz erfreuen. Wer analog fotografieren kann – der weiss auch, wie er die Taste M bei den Digitalen beherrscht. Dazu liebevoll fotografierte Beispiele mit Entstehungsgeschichte.
    Und auf Eines warte ich schon lange: Gute und reichhaltige Illustrationen und eine schöne Haptik und Gestaltung des Buches in einem Format, das man immer gern dabei hat….

    Alles Gute und mache es!

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  26. Die Idee mit den Interviews mit anderen Fotografen finde ich gut. Denn die Bücher die ich übers Fotografieren so kenne sind meinst von einem Fotografen der immer nur seine eigenen Techniken, Tricks und Ansichten schildert.
    Ich denke dein Buch könnte mir gefallen.

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