Buch über Fotografie?

Madrid-42

Bei einem gemütlichen Abendessen letzte Woche haben wir uns in der Runde über das Veröffentlichen von Büchern unterhalten. Eine Freundin, selbst Journalistin, berichtete von einer Bekannten, die gerade ein Buch veröffentlicht hat. Es ging darum, dass man damit Knete verdienen könne, und was es wohl für ein Gefühl wäre, ein eigenes Buch in den Händen zu halten. Scherzeshalber ging es natürlich darum, dass ICH ein Buch veröffentlichen sollte. Ich habe vor Lachen fast den guten Wein über dem Tisch verteilt. Und, was soll ich sagen, ich muss daran seit Freitag denken.

Nun bin ich bei weitem kein Schreiberling, ziehe die kurzen den verschachtelten Sätzen vor, und mit der Grammatik ist das ja auch so ‘ne Sache. Und trotzdem reizt mich die Geschichte… Ein Buch zum reinen Selbstzweck wäre Quatsch. Ein Buch, das mir oft gestellte Fragen ausführlich beantworten kann, vielleicht weniger… Neben der Frage, wie ich es schaffe, immer so gut auszusehen, laufen bei mir ständig Fragen über die Fotografie auf. Und da könnte ich ansetzen.

Noch ein Buch über Fotografie?

Es gibt unzählige Werke über Fotografie, und doch kann ich kaum eines uneingeschränkt empfehlen, weil darin meist zu viel Wert auf Equipment gelegt wird, die Beispielfotos ein Scherz sind, und diese Bücher einfach nicht motivieren können. Die tatsächlichen Kniffe, die gerade Anfänger interessieren, werden nur am Rande erwähnt. Das Fotografieren selbst kommt zu kurz oder wird mystifiziert. Die Art Fotografie, die ich mag, findet kaum Erwähnung, die Bildbearbeitung ebenso, obwohl sie eine große Rolle spielt.

Inhalte

Man muss ja auf dem Teppich bleiben. Ich bin Autodidakt, habe noch nie ein einziges Foto verkauft, und auch sonst außer netten Worten noch nichts daran verdient. Trotzdem glaube ich, dass gerade dieser Weg dem Vieler gleicht.

Weiterhin ist es schwierig, Themen nur in Blogbeiträgen abzuarbeiten, weil man zu viele Basics voraussetzen muss. Letzten Endes würde ich versuchen, das Buch zu basteln, das ich mir damals nach dem Kauf meiner Kamera gewünscht hätte. Eines, das mir schnell die wichtigsten technischen Grundlagen erklärt, und mich dann zum Fotografieren ermuntert. Eines, das an Beispielen zeigt, wieso manche Fotos viel besser wirken, als andere. Ich würde viel Bildmaterial nutzen, und versuchen, die Themen auf das Wichtigste zu reduzieren, immer mit dem Ziel, dass der oder die LeserIn am liebsten sofort die Kamera schnappt und loszieht. Ergänzend könnte man ein paar Interviews mit Fotografen einfügen, um auch deren Sichtweise zu integrieren.

Aufwand vs. Ertrag

Ich kenne nicht allzu viele Menschen, die an einem Buch gearbeitet haben, aber die wenigen haben übereinstimmend von sehr viel Arbeit berichtet. So ein Titel wird sehr viel Zeit und Kraft verschlingen.
Die Veröffentlichung als E-Book wäre der einfachste und auch kostengünstigste Weg. Dem gegenüber steht ein für mich gerade überhaupt nicht kalkulierbarer Ertrag durch den Verkauf.

Interesse?

Dieser Beitrag war nun nichts anderes, als ein aufgeschriebener Gedanke. Deshalb interessiert mich erstmal eure Meinung dazu. Völliger Unsinn? Würdet ihr es kaufen? Habt ihr Tipps, zum Beispiel Literatur über das Schreiben eines Buches – gar eigene Erfahrung? Ich bin gespannt.

Update

Ein erstes Fazit und weitere Gedanken findet ihr im Beitrag “Update zum Buch über Fotografie.

81 Kommentare (closed)

  1. Ich selbst habe mir schon oft ein Buch gewünscht, dass weder zu technikverliebt ist, noch so tut, als müsse man ein abgeschlossenes Studium in allen Kunstdisziplinen haben, um ein gutes Foto zu schießen.

    Ein eBook, wie es hier beschrieben wird, klingt jedenfalls sehr interessant. Man könnte ja auch Teile nach und nach per Blog veröffentlichen und das überarbeitete Gesamtpaket am Ende als Buch, nur so als Idee.

  2. Ich finde die Idee gut. Ich mag deine Fotos und würde gern lernen, es dir nachzumachen. Wenn du ganz für Anfänger schreibst, würde mich dein Buch sehr interessieren.
    E-Books sind allerdings generell weniger attraktiv, weil sie natürlich viel anstrengender zu lesen sind.
    Bei Interesse lektoriere ich gern für dich (vor).

  3. Grundsätzlich finde ich Deinen Gedanken nicht schlecht ein Buch über Fotografie zu schreiben. Allerdings gibt es sehr viele Bücher für Anfänger im Fotografiebereich.

    Thema E-Book: Obwohl ich selber Blogger bin und recht viel im Netz lese, bevorzuge ich noch immer ein gutes Buch. Die kann man anfassen, in die Ecke schmeißen und wieder hervorholen. Außerdem ist das Lesen viel angenehmer. Vor allem wenn es um größere Themen geht, meide ich Texte die auf meinem Bildschirm flackern.

    Viel Glück bei der Entwicklung von Deinem neuen Projekt! :)

    Gruß
    Stefan

  4. Ich hab immer das Gefühl, dass es grad für Einsteiger viel Literatur auf dem Markt gibt, ebenso wie für sehr spezielle Ereignisse à la “Tierfotografie auf Deutschen Bauernhöfen zur Ferienzeit” (jajaja, aber Übertreibung macht anschaulich). Aber auf dem Markt für Leute, die Wissen was ein ISO-Wert ist und wie sich die Brennweite auf die Tiefenschärfe auswirkt und die kein spezielles Metier wie “ich mach nur s/w-Porträts” haben, gibt es recht wenig. Oder ich kenns nicht.

    Unsinn ist es sicher nicht. Deine Art der Fotografie gefällt vielen Menschen, viele würden Dir gern nacheifern. Absatzmärkte finden sich sicherlich, besonders, wenn es Dir tatsächlich gelingt, ein Buch zu schreiben, bei dem man sich nicht entscheiden kann, ob man weiter liest, um noch viel mehr zu lernen und input zu bekommen oder ob man das Buch schnellstmöglich weglegt, weil man nur noch fotografieren will… :)

  5. Noch ein kleiner Tipp, da ich gerade den Kommentar von Thomas gelesen habe. Schau Dir mal den Blog Problogger.net an. Der hat hat genau das gemacht, was Thomas vorschlägt. 31 Artikel über die Verbesserung eines Blogs geschrieben und letztendlich ein E-Book draus gemacht.

  6. Hey ein E-Book für Fotos finde ich falsch, da man als anfänger sicherlich das Buch gerne mit sich herumträgt wenn man auf Foto Exkursion ist, ne Computer dabei rumschleppen möchte ich nicht und sich das selber ausdrucken würde ja wieder auf den Buch Preis kommen zumal bei vielen Fotos leidet auch die Qualität beim selber drucken

  7. Danke für das erste Feedback!
    @Stefan, du wirst staunen, ich besitze sowohl Darrens “richtiges” Buch, wie seine als E-Book veröffentlichte Serie. Ich bin sozusagen Fan :)

  8. Ich als Fotografie-Anfängerin würde mir auch ein Buch wünschen, welches ein Paar Grundlagen erklärt, evtl. ein Paar Tricks zeigt und einem Lust am Fotografieren vermittelt.

    Ich finde die Idee sehr gut. Aber sicher wird es auch viel Arbeit für dich bedeuten ;o)

  9. @Christoph Hui, Satzzeichen hätten bei deinem Kommentar geholfen ;)
    Aber zu deinen Argumenten: Wenn man Fotografieren geht, sollte man nicht in einem Buch nachschlagen, sondern die Augen für die Umgebung offen halten – schliesslich sollen ja gute Fotos dabei rumkommen.
    Ein gedrucktes Buch erfordert einen ganz anderen Ansatz. Print-On-Demand wäre eine Option, das wird aber wohl ziemlich teuer. Ansonsten müsste man einen Verlag finden. Daran will ich aber gerade (noch) nicht denken.

  10. Hallo Kai. Die Idee finde ich super. Es ist wirklich schwer, richtig gute Bücher zu finden. Aber sicher noch schwerer eins zu schreiben. Ich glaube, dass die Buchautoren sicher ähnliche Ziele hatten wie Du. Aber die Umsetzung ist halt ein anderes Thema. Dazu kommen noch Vorlieben der Leser, die das Buch kritisieren – sowohl positiv als auch negativ. Lies nur mal bei Amazon die Kommentare – oft liegen die Meinungen weit auseinander. Ein Bild kann man sich nur machen, wenn man es selbst liest. Und genau dann übernimmt wieder der persönliche Geschmack, die persönlichen Interessen, die persönliche Vorbildung bzw. das Wissen, welches der Leser besitzt. Deine Überlegung ist für den Anfang nicht schlecht. Erst mal eBook (vielleicht auch in Teilen) weil kein hoher Investitionsaufwand. Wenn der Zuspruch dann hoch ist, kannst Du immer noch an einen Verlag herantreten.

  11. Mein Schwiegervater schreibt auch ab und an Bücher und hat dafür einen eigenen Verlag gegründet. Macht das auch nur nebenbei zu seinem Hauptberuf. Ist wirklich etwas Arbeit, aber wohl auch zu schaffen, wie man es bei ihn sieht. Ist zwar eine andere Nische, aber werd mich bei ihm mal erkundigen. Auch über den Selbstvertrieb; wenn man es wirklich will ist das nicht so dass Problem. Soweit ich es richtig in Erinnerung habe. Zudem hast du denn Vorteil, durch deinen Bekanntheitsgrad doch einige mehr an den Mann bringen zu können.
    Abnehmer wären sehr warscheinlich doch auch die 3-4 Spezi-Buchhandlungen in der Ehrenstr & Breitenstr, sowie die Mayerschen unterstützen auch gerne Newcomer.

    Zu deiner anderen Frage:

    Ich persönlich kaufe lieber Handfestebücher als ebooks.

  12. Vom Thema her würde ich mir keine Gedanken machen – Es wäre (meiner Meinung nach) genug Interesse an solch einem Buch vorhanden.

    Ich wollte Dir an dieser Stelle eher den Tipp geben über das “Wie mach ich’s?” nachzudenken. Bücher müssen heute nicht mehr nach Schema F (1 Autor füllt Inhalt, 1 Verlag veröffentlicht, etc…) entstehen. Ich lasse hier einfach mal ein paar Beispiele Fallen, Du kannst Dir ja die Geschäftsmodelle Dieser Bücher selbst ansehn. Alle beziehen den Leser gewissermassen schon bei der Buchentstehung mit ein, dass nimmt Druck vom Autor und macht vor allem Spass.

    1. http://www.slideshare.net/Alex.Osterwalder/publishing-conference-a-guerilla-author-perspective
    2. http://awurl.com/VRdb9rwM2
    3. http://www.wethinkthebook.net/home.aspx
    4. http://theproject100.wordpress.com/2009/02/18/154/

  13. “Literatur über das Schreiben eines Buches” – Der ist echt gut :)

    Nein, im Ernst: Die Idee klingt wirklich super. Auch ich würde dir empfehlen, wenn du dir schon die Mühe machst, das Teil gleich gedruckt zu veröffentlichen.

    Allein über deinen Namen würdest du bestimmt so viele Exemplare losbringen, dass sich der Aufwand lohnt.

  14. Perfekt! Fang sofort an! Mir geht´s genauso wie der Zielgruppen von der du redest, wirklich gute Bücher kenne ich nicht und von genau den Themen die du ansprichst schreiben wenige. Natürlich gibt es Bücher über Bildbearbeitung, aber eben nicht so in einem Buch vereint wie es dein Konzept vorlegt. Ausserdem sind deine Fotos echt große Klasse und jeder wird dir bestätigen, dass du dafür ein Talent hast! Also: Fang an! :-)

  15. Ich persönlich finde die Idee ziemlich cool, vorallem weil ich noch im Anfangsstadium der Fotografie bin. Ich wär also schonmal ein hunderprozentiger Abnehmer deines Buches!
    Achja und zu der Frage als E-Book oder in gedruckter form, würde ich die gedruckte Version vorziehn, wie schon erwähnt sein eigenes Werk in den Händen zu halten hat doch einen Reiz ;-).

  16. Ich finde die Idee super. Was mich an vielen dieser Fotografiebücher auch stört, ist die trockene Schreibweise und ewig lange Textblöcke, da will man das buch am liebsten gleich beiseite legen. Ich würd dich durch nen Kauf unterstützen ;)

  17. ich finde die idee super und würde mir das buch auch sofort kaufen.

    vor allem da ich den stil deiner bilder wirklich hervorragend finde und mich jedesmal kaum daran sattsehen kann (und jetzt genug gelobhudelt ;-) )

    idee: vielleicht kannst du ja ein paar andere fotografen zum mitmachen bewegen, so dass man auch unterschiedliche herangehensweisen kennenlernen kann…

  18. find ich gut! auch wenn ich das nicht mehr wirklich brauche, wüsste ich genug leute die sich so ein buch wünschen würden. es fehlt den meisten büchern einfach an style! zu viel technik zu trocken… schreckliche fotos….. halt nicht gerade passend für die zielgruppe die sich hier so tummelt.
    ich bin dafür, ein buch das anfänger zur fotosucht verhilft.

  19. Deine Fotos in allen Ehren, aber ich glaube nicht, das solch ein Buch für Dich ein Erfolg wäre (mit Erfolg meine ich hier im Sinne von Aufwand zu Ertrag!). Es gibt einfach schon zu viele Fotobücher, vor allem für Anfänger. Anders wären bei Dir sicher die Beispielfotos. Nach den Kommentare auf Deine Fotos hin, erwarten sich die Mehrzahl Deiner Leser eine Anleitung zum nachmachen (von bestimmten Effekten), leider nicht mehr. Daher wären meiner Meinung nach die Enttäuschung groß. Bei Dir, da Du Fotographen kreativ anregen möchtest, bei den Lesern, weil sie sich fertige Rezepte erwarten….

  20. Hallo Kai,

    verfolge nun schon eine ganze Weile deine zwei Blogs, da deine stilsichere Themenauswahl und deine Interessen doch sehr mit meinen decken. Bislang habe ich nur konsumiert und das werde ich nun ändern.

    Zu deiner Idee ein Buch zu schreiben kann ich dich nur ermutigen. Denke das wird auf jeden Fall ein tolles Projekt. Ich traue dir zu den Spagat zwischen Ästhetik, Technik und praxisnahen Tipps zu treffen. Das wär meiner Meinung nach die richtige Nische zwischen all den bekannten Veröffentlichungen.

    Ein eBook empfinde ich eher als Kompromiss. Glaube dass deine Fotos und Inhalte in gedruckter Form eine ganz andere Wertigkeit bekommen und so auch ein viel breiteres Publikum erreichen können. Es wäre doch toll wenn du den Schritt aus der Virtualität in meine Bücherregeal finden würdest.

    Wünsche viel Spass und Durchhaltevermögen bei der Suche nach einer Lösung und freue mich auf das fertige Endprodukt. Virtuell oder gedruckt, ich bin gespannt.

    Viele Grüsse
    Holger

  21. Auch wenn ich persönlich jetzt nicht das Verlangen nach einem weiteren Fotobuch habe denk ich es ist sicher eine Erfahrung wert zumindest mit so einem gedanken mal etwas ernsthafter zu Spielen und vieleicht auch schon mal anzufangen.
    Bez. des E-Book Thema, ich denke die “Book on Demand” Geschichte könnte für so ein Vorhaben auch Interesant sein. Hab mit sowas vor etwa zwei Moanten recht gute Erfahrung gemacht, will jetzt hier aber keine Schleichwerbung machen. Also wenn wer Interesse an dem Thema hat einfach Anschreiben, gebe dann gerne Auskunft.
    Habe so meine Zwischenprüfungs-Dokumentation drucken lassen.

    Gruß Fabian

  22. Also gerade wenn es ums Thema Fotografie geht, kann ich mir nicht vorstellen, dass man sich da ernsthaft auf den Gedanken eines eBooks versteifen sollte. Wer Fotos betrachtet, will dies auch gern mit Haptik verbinden. Außerdem sieht man in solchen Kriesenzeiten ein Buch vll. auch eher als Investition und weniger als Konsumgut. Daher denke ich, dass die Leute eher bereit sind, ruhig etwas mehr Geld für ein qualitativ hochwertiges Produkt ausgeben, als für ein 128Seiter mit softcover und wire-o oder rückenstichheftung…
    Man könnte das ganze im Blog Style als Frage antwort mit Bebilderung machen… die Idee find ich eigentlich gar nicht schlecht!

    Bin gespannt was dabei rum kommt, viel erfolg auf jeden Fall!

  23. Ich würde dir auch unbedingt raten, schreib “das Buch”. Du kannst dabei nur lernen und wenn es dann noch jemanden gibt, der es liest um so besser. Fang einfach damit an und entscheide später in welchem Format du publizieren willst.
    Es gibt wirklich eine Menge Bücher zum Thema Fotografie und viele “Reden” technisch und kryptisch daher. Es gibt aber auch eine Menge Thriller und trotzdem kommt immer wieder mal ein neues Buch heraus, welches trotzdem gut ist.

  24. Hai Kai,

    ich keine Ahnung mehr wie ich zu Deinem Blog gekommen bin. Der Grund warum er immer noch im meinem RSS-Reader ist, sind Deine Fotos (und dann auch die Texte drumherum). Ich hantiere zwar nur mit einer Schnellknipse Nikon S10, würde aber gerne ein Buch über Deine Art Fotos zu machen lesen. Lieber ein Hardware Buch als ein eBook.

    Mach es…… Claus

  25. Hey Kai,

    die Idee, ein Buch über deine Art der Fotografie zu schreiben, finde ich eigentlich sehr gut. Ich persönlich würde mir so ein Buch zu 99,9% kaufen.

    Die Frage ist halt nur wirklich: Lohnt sich der Aufwand? Wenn du wirklich Geld damit verdienen willst, würde ich das spontan mit “eher Nein” beantworten. Wenn man bei Amazon schaut, findet man eine Vielzahl von Bücher für Anfänger. Allerdings will ich auch nicht behaupten, dass sich ein Buch, wie du es gerne schreiben würdest, nicht positiv von diesen abheben würde. Es wäre “mal was anderes”. Von daher könnte es auch, wenn genug davon erfahren, ein Erfolg werden.

    Ein E-Book ist sicherlich die günstigste Variante, aber ich denke, das würde dir nicht wirklich gerecht werden, wenn du dir schon die Arbeit machst ein tolles Buch zu schreiben, abgesehen davon, dass es dann recht schnell auf Rapidshare o.Ä. landet. Etwas gedrucktes in der Hand zu halten macht schon mehr her. Vielleicht könntest du als Alternative ja auch “Books on Demand” anschauen (http://www.bod.de/index.html). Dort werden die Bücher quasi erst gedruckt / gebunden, wenn eine konkrete Bestellung vorliegt. Ich denke, damit kann man die Kosten schon etwas geringer halten. Ich kenn diese Art der Vermarktung von einem meiner ehem. Professoren, der sein Buch auch über BoD vertrieben hat. Wie allerdings die gestalterischen Möglichkeiten und genauen Kosten sind, kann ich dir nicht sagen. Aber wenn du etwas gedrucktes rausbringen möchtest, sicherlich mal einen Blick wert.

  26. Und wenn Du mal einen Testballon startest? Also in der Richtung, für den Anfang ein eher dünneres Buch zu schreiben, zunächst per Print on Demand zu drucken und Verkauf direkt über Dein Blog? (Dann wird es auch nicht so teuer, weil Du keinen Buchhandel mitfinanzieren musst). E-Book geht ja trotzdem, aber so ein Foto braucht doch eigentlich ein richtig gut gemachtes Buch. Auf diese Weise könntest Du mal testen, ob sich jemand dafür interessiert. Ich finde Deine Fotografie-Artikel sehr gut greif- und anwendbar. Und Deine Fotos sind wirklich anders und “echter” als die Beispiele in so manchem Fotografie-Buch.

    Ist mir jetzt peinlich, weil ich arbeite für den Laden, (dabei bin ich hier ganz normaler Blog-Leser). Doch vielleicht ist dieser Artikel zu eben diesem Thema hilfreich für Dich:
    http://blog.1buch.com/2009/06/30/ein-buch-veroeffentlichen/

    Viele Grüße
    Michael

  27. Macht viel Arbeit aber bestimmt auch viel Spaß. @Prinz_Rupi hatte auf dem BarCamp Köln eine Session zu BoD. Der kann Dir vielleicht Tipps geben.

  28. Hallo Kai,

    ich bin selber freie Lektorin (hauptsächlich Reiseführer und Ratgeber) und kann nur sagen: Gute Autoren werden immer gesucht. Recherchiere passende Verlage, mach mit denen einen Termin bei der Buchmesse und stell dich dort mit deiner Idee vor. Mutig voran! Sonst ärgert man sich jahrelang, dass man es nicht wenigstens versucht hat. Und ein Tipp: Schick denen den Link auf das Blog hier und ein paar Fotos, die du gemacht hast.

    Liebe Grüße,
    Anne

  29. Hallo Kai,
    ich denke bei dem feedback und den Nachfragen zu der technischen Seite deiner Fotos die Du hier bekommst, wäre es vielleicht spannend ein Buch zu machen, etwas angelehnt an ein Konzept wie bei ‘the moment it clicks’, sprich Du wählst Beispielbilder aus und erklärst daran direkt die Entstehung bis zur Bearbeitung. Das wäre mein Eindruck, was die Leser deines Blogs am meisten interessieren würde. Und wenn man das jetzt noch weiterdenkt könntest Du dir auch noch andere Fotografen ins Boot holen, die Beiträge machen.

    Viele Grüße,
    Simon

  30. Ich finde es immer recht reizvoll, meine Werke oder gerade die meiner Freundin in den Händen zu halten, aber wir produzieren eher Unikate, selten Serien.
    Wie du schon sagtest, gibt es wenig FotoBücher, die wirklich zu gebrauchen sind, das einzige dass mir einfällt ist bestimmt 30 Jahre alt und ghörte meinem Onkel.
    Wenn du den Gedanke ernsthaft in Erwegung ziehst, würde ich dir gern helfen. (Layout, Satz, etc.) Ich find das Thema interessant und ob am Ende dabei was rumkommt ist erst mal zweitrangig.

    Viele Grüße,
    Karl

  31. Hallo Kain,

    ich lese hier schon lange mit, habe aber noch nie geschrieben. Ich empfinde es aber so, als wäre exakt jetzt mein Einsatz:

    Bitte machen, ich würde kaufen, ich schätze deine tolle Schreibe, du bist immer am Thema, schreibst aber trotzdem angenehm poetisch, man kapiert, was du willst, auch wenn es ein bisher fremdes Thema ist. Was ich sagen will: Du wärst der Richtige.

    Gruß
    Torben

  32. Also ich sehe das auch eher kritisch, was das Verhältnis Aufwand zu Ertrag angeht. Zum Thema Fotografieren für Anfänger und Bildgestaltung gibt es unzählige Bücher; ausserdem natürlich noch andere Blogs, sowie gute Pod- und Videocasts. An Informationsquellen herrscht IMHO kein Mangel. Die Frage ist also wie du es erreichen willst in der Masse nicht unterzugehen.

  33. 1 Buch ueber Photographie gekauft, 2 geschenkt bekommen und alle drei nach kuerzester Zeit bei eBay (mit einem leicht schlechten Gewissen) den Kaeufern angepriesen.

    Sie sollten alle fuer Anfaenger sein, doch sie waren alle so theoretisch trocken und mit solchen Details beschaeftigt das ich eigentlich sofort innerlich wieder aufgegeben habe das ganze zu erlernen.

    Mein Wunsch waere es immer gewesen was in der Hand zu haben in der Art “Learn it yourself” – probier das, probier dies … ich glaub du kannst das =) mehr style als technik! also schreiben!

  34. Also wenn das jetzt keine Überraschung wäre.

    Ich würde mir an deiner Stelle auch keine Gedanken über Erfolg oder Auflage dieses Buches machen. Es scheint deine Leidenschaft zu sein zu fotografieren, anderen Menschen mit helfender Hand (oder Berichten) zur Seite zu stehen und vor allem: zu schreiben.

    Ich selbst bin Maschinenbauer mit der Leidenschaft des Rennradfahrens. Da liegt es Nahe einen eigenen Rahmen zu konstruieren. Es weniger darum ein besseres oder leichteres Rad zu bauen als Andere. Es geht darum meinem Hobby mittels der erlernten Fähigkeiten “die Krone aufzusetzen”.

    Ähnlich wie bei mir würde ein Buch, was deine Interessen miteinander verbindet, und dabei auch noch Anderen helfen könnte, deine Hobbys (und Arbeit) auf ein neues Niveau verhelfen.

    Grüße Micha

  35. WoW eine Menge Kommentare (ohne, dass ich einen einzigen gelesen habe…).

    Mein Gefühl: sobald E-Book-Reader vernünftige Preise erzielen, wird dein Buch der Knaller, denn die meisten Fotografie-Bücher leiden daran, dass man sie wohl kaum mitschleppt um live herumzuexperimentieren. Auf kurze Sicht sollte das ebook für Smartphones ala iPhone optimiert sein – ich denke da gibt es eine gewisse Schnittmenge bei den Fotografie-begeisterten Nutzern ;)

  36. Aus persönlicher Perspektive: völlig unnötig. Geschmäcke, Lernfähigkeiten, -geschwindigkeit und -bereitschaft sind viel zu unterschiedlich. Alle Infos, die Anfänger brauchen sind im Internet zu Genüge und viel besser als sie ein Buch jemals bündeln kann, vorhanden.

    Aus geschäftlicher Perspektive wie die Kommentare bisher auch beweisen: mach es! Es gibt sehr viele Menschen, die alles schön in handlicher Form vorgekaut bekommen möchten.

    Formate? echtes Buch (on demand) plus issuu pdf des viralen Effektes wegen.

  37. Lieber Kai,

    bevor du jetzt anfängst noch ein Buch zu basteln – stell erstmal das erste fertig! Oder wolltest du kein Buch aus deinem Feedback der letzten Umfrage machen?

    Spaß beiseite. Es gibt zu jedem Thema viele Bücher. Sehr viele die nichts taugen, nicht mal das Papier auf dem sie gedruckt sind wert erscheinen. Das macht beim Thema Fotografie nicht halt. Du hast mit der Art wie du hier schreibst und vor allem wie du deine Bilder künstlerisch darstellst bzw. in Szene setzt, das Potential ein gutes, wenn nicht sogar sehr gutes Buch zum Thema Fotografie(, oder sollte man besser sagen Fotokunst) zu erschaffen.

    Der Gedanke dein Buch erst einmal “zu testen” ist sicher kein Schlechter, auch wenn ich mir sicher bin, dass dein Buch – wenn du es so schreibst wie man es von deinem Blog gewohnt ist – ein “Erfolg” wird. Das Buch in Schritten schon “vorzuveröffentlichen” ist sicher auch ein guter Weg für dich selber, zu sehen ob dein Schaffen ankommt und wo nachgebessert werden muss.

    Ob nun Print on Demand oder über einen Verlag ist mir gleich. (Print on Demand ist mehr so indi, verlag dann schon irgendwie mehr serious ;) wobei das kommt dann auf den Verlag an..)

    Ich würde das Buch sowohl als eBook als auch in “echt” kaufen, (wenn es das nur als eBook gäbe würd ich es vermutlich selber irgendwo drucken lassen..). Ich bin jedenfalls schwer dafür das ganze als richtiges Buch (Softcover) anzubieten. Das kann man in die Tasche packen, mal eben noch was Nachlesen wenn man im Dreck liegt und überhaupt. Mit einem eBook wird das dann doch schwieriger.

    Liebe Grüße,
    Max

  38. Wahnsinn. So viel Feedback. Ich danke euch allen, werde später oder morgen auch gerne antworten – jetzt mache ich aber erstmal ‘ne Pause, mein Handgelenk stresst. :(

  39. Hallo Kai,
    nette Idee mit dem Buch, aber, wir reden hier über digitale Fotografie, sprich i.d.R. Bearbeitung der Fotos am Rechner. Jeder der das kann sollte eigentlich auch fähig sein unendlich viele Tips und Tricks zu allen Aspekten der Fotografie im Netz zu finden, speziell die einschlägigen Foren lassen da keine Wünsche offen auch ohne langes Suchen.

    Wer wirklich die Grundlagen der Fotografie erlernen möchte (unabhängig vom Format und Bildträger) sollte sich mal die Bücher von Ansel Adams oder Andreas Feininger zu Gemüte führen.

    Gruß
    Jürgen

  40. Hi Kai,
    die wenigsten Bücher schaffen es den Leser komplett zu überzeugen. Eine Blogserie fände ich definitiv besser, da du somit auch besser auf Fragen der Leser eingehen kannst.

    Weiterhin kannst du dich auch mal selbst beim Fotografieren filmen, und über den Aufbau eines Bildes berichten. Habe als gelernter Fotograf schon sehr oft darüber nachgedacht, wie man fotografisches Wissen (Unwissen) am besten teilt. Ich bin definitiv ein praktisch denkender Mensch, somit fände ich einen Teil als Videopodcast sehr interessant. Wie entstand welches Motiv, etc. In einem Buch kann man meist nur einen Aufbau der Szene skizzieren.

    Der wichtigste aller Punkte ist aber der soziale Aspekt. Ein Buch wirkt irgendwie abgeschlossen und fertig, eine Serie nicht. Der Feedback Faktor ist gerade bei Lernenden (egal welches Thema betreffend) enorm wichtig. Du könntest zwar ein Support Forum zum Buch machen, aber… Na ja, du weisst was ich davon halten würde:-)

    Meine Meinung dazu: rausgehen, machen. Üben üben üben.

    Vielleicht können wir uns auch austauschen, bin gerade am Überlegen einen Bildband über Reggae Musiker als ebook zu veröffentlichen, weil der klassische Weg irgendwie uninteressant geworden ist. Vielleicht mache ich das ganze auch als Fotoblog Serie und am Ende als *.pdf Download.

    Viele Grüße und gutes Gelingen.

  41. @Jürgen Metzler: danke, danke, danke. Das sind wahre Könner. Ansel Adams und das Zonensystem. Unglaublich, die Yosemite Park Fotos. f128 :-) Die Bücher habe ich mir massenweise aus der Bibliothek geholt und einer meiner beliebtesten Autodidakten war Robert Mapplethorpe.

    Feininger nicht gut:-)