Das Sommerloch aufkaufen

sommerloch

Heute gab’s leider keine Beiträge, da mich meine Internetleitung verlassen hat. Zudem passiert noch immer nicht allzu viel im Netz, was mich auf eine kleine Idee gebracht hat.

Ich erhalte immer mehr Anfragen, dieses oder jenes Produkt zu testen (natürlich um euch darüber zu berichten). Da ich hier aber kein Gadgetblog habe, bin ich noch ziemlich wählerisch. Mich würde interessieren, welche Produkte so dem geneigten StyleSpion-Leser gefallen, was auf eurer Wunschliste steht oder welchen Trend ich gerade verpenne. Egal ob Waschmaschine, neue Musik, nen Bartschneider, Kaffeemaschine oder…

Damit das nicht aus dem Rahmen läuft, versuche ich mal ein kleines Spiel. Wenn ich euch 500 (wir wollen ja nicht übertreiben) Euro zur Verfügung stellen würde, um bei Amazon (die haben einfach viel und sind ausdrücklich nicht an dieser Geschichte beteiligt) einzukaufen – was würdet ihr wählen?

Was und wieviele Produkte ihr auswählt bleibt euch überlassen, so lange ihr unter der 500 Euro Grenze liegt. Ich bin gespannt und betone noch einmal, dass es hier nur um Spaß geht. Muss man ja auch mal dürfen.

Sommerferien

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Ihr Lieben, es ist so weit. Auf mich wartet ab Montag eine weitestgehend internetfreie Zeit. Wenn wir am Montag nach Madrid starten, ist zwar mein Laptop dabei, aber das dient nur zur Archivierung der Fotos, zum Musikhören oder zum Filme gucken. Das Blog wird (wie in den Jahren davor) ruhen, die Kommentarfunktion deaktiviere ich spätestens am Sonntag.

Ich freue mich riesig auf den Urlaub, denn auch wenn ich im letzten halben Jahr weitaus mehr unterwegs war, als je davor, habe ich trotz allem immer auch gearbeitet. Das wird in Spanien nicht passieren. Ferien eben.

Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit, wir lesen uns hoffentlich wieder nach dem zehnten August.

Bei Langeweile steht euch natürlich das Archiv zur Verfügung, oder ihr könnt drüben bei Markus Albers, dem Autor des lesenswerten Buches “Morgen komm ich später rein”, ein zweiteiliges Interview (Teil 1, Teil 2) mit mir lesen.

Bye.

Madrid

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Heute in einer Woche werden wir bereits unsere erste Nacht in Madrid verbracht haben. Drei weitere Nächte in Spaniens Hauptstadt werden folgen, bis wir uns mit unserem Leihwagen nach Galicien aufmachen. Und weil das bisher immer so gut geklappt hat, freue ich mich, wenn hier der ein oder andere Tipp für Madrid auftaucht. Ich bin gespannt, und sage schonmal Danke!

Guckloch

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Wie schnell doch die Zeit vergeht. Morgen geht’s ziemlich früh los zum Melt! Und es sieht ganz so aus, als würde es eine 24 Stunden Schicht, inklusive 7-8 Stunden Auto fahren werden. :)
Da es für mich heute noch einiges zu klären gibt, wird hier wohl vor Montag nichts mehr passieren. Auch die Fortsetzung der “Fragen zur Fotografie” wird’s erst im Laufe der letzten Woche. Das Tippen der Beiträge benötigt etwas mehr Zeit, als ich vermutet habe.

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Gestern hatte ich hier im Büro einen längeren Netzausfall, was mich natürlich spontan auf die Idee gebracht hat, hier mal wieder etwas klar Schiff zu machen. Und weil ich sowieso für eine andere Sache Fotos vom Arbeitsplatz machen sollte, dachte ich mir, kann ich die auch gleich hier reinstellen. Ihr seid ja immer so neugierig. Die Frage nach dem neuen Bürostuhl ist damit auch geklärt. Ich habe mich für den Headline von Vitra entschieden und bin ziemlich zufrieden damit.

Fotopass habe ich übrigens bekommen, also werde ich vor allem Fotos vom Melt! liefern. Also, macht’s gut, schönes Wochenende und vielleicht trifft man sich auf dem Melt!?

Einmal Blogger und zurück

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Ein Gastbeitrag von Nicolas Arnold.

Es ist Sonntag, 16:56 Uhr. Ich liege im Bett und draußen scheint die Sonne. Sonne, Sonne, seit Tagen immer nur Sonne. Der Wind macht, dass die Blätter an den riesigen Bäumen vor meinem Fenster rascheln und das Kopfsteinpflaster echot lärmendes Kindergeschrei. Sollte ich mich nicht weiter drüber wundern, ich hätte ja auch woanders hinziehen können, als in diese abtrünnige Enklave für wurffreudige Juppie-Paare. Aber das war der Plan: weg aus dem Stadtteil, der irgendwann mal gentrifiziert werden sollte, hin in eine Gegend, die mich irgendwann mal gentrifizieren würde. Status momentan eher: “DINKS” – Double Income, No Kids. Bloß ohne Double Income. Ich bin 27. Zwanzig Jahre meines Lebens habe ich damit verbracht, Schulmöbel plattzusitzen. Stapelstühle, Freischwingerstühle, Drehstühle, Polsterstühle mit Arbeitsplatte. Grundschule, Orientierungsstufe, Gymnasium, Ausbildung, Studium. Als meine Eltern so alt waren, wie ich jetzt, haben sie gerade geheiratet und in einer 200qm Wohnung nach der Arbeit als selbstständige Besitzer einer Handvoll Modeboutiquen, die sie gerade von den Eltern meines Vaters hinterhergeschmissen bekamen, darüber nachgedacht, wie sie mich am besten aus dem Bauch meiner Mutter rausholen lassen. Meine größte Aufgabe dagegen besteht in diesem Moment darin, über der Problematik zu meditieren, wie ich meine Arachnophobie, den fingerdick hoch stehenden Staub im Badezimmer und die Weberknechtspinne, die jegliche Grenzen der Physiognomie ihrer Gattung ignorierend 20 cm groß und quitschfidel über der Dusche rumhängt, unter einen Hut bringe. Ich bin kurz davor, meine Freundin anzurufen, damit sie eben vorbei kommt und mit dem Insekt eine Unterredung hält, aber dann fällt mir ein, dass meine Freundin in Berlin wohnt und der Plan hat sich erledigt. Es ist fünf Uhr nachmittags an einem Sonntag und das einzige, was ich bisher gemacht habe, ist bei mobile.de nach Autos zu gucken, die ich mir weder heute, noch in einem Jahr leisten können werde. Wenn ich darüber nachdenke, wann ich das letzte mal mehrere Stunden am Stück nichts gemacht habe, einfach gar nichts, dann lande ich in meiner frühen Kindheit. Diese Kindheit ist derart früh, dass sie wohl das Attribut embrional bekommen muss.

Langeweile und die Angst vor einem Tod durch Gehirnschlag

Während meines langweiligen Studiums, das sich seine Zeit zur Hälfte mit meiner noch langweiligeren Beschäftigung als “Junior AD” in einer Web 2.0 Sternschnuppe teilen musste, fing ich an, einen Designblog zu betreiben. Regelmäßig etwas “neues aus der Welt der Agenturen, Illustratoren und Fotografen” zu präsentieren, gespickt mit Artikeln über den ganz normalen Internet-Meme-Wahnsinn, angerichtet auf einem dezenten CSS-Layout, umhüllt von lässigen Witzen – so stellte ich mir das in etwa vor und YEAHYOURERIGHT.com war geboren. Aus irgendeinem mir auch im Nachhinein nicht erklärlichen Grund zog ich innerhalb kürzester Zeit meine gesamte Energie von anderen Gebieten ab und kanalisierte sie Richtung Blog. Vielleicht war es der narzistische Drang, etwas bleibendes in einer Welt, in der vergilbte Rennräder und Baumfällerhemden zu Modeaccessoirs geworden sind zu hinterlassen, denn als leidenschaftlicher Hypochonder erwartet mich der mögliche Tod durch Gehirnschlag an jeder Straßenecke. Was auch immer es war, es war mir jedenfalls plötzlich wichtiger, als in direkter Interaktion mit meiner Umwelt zu stehen. Und so ward ich fortan ohne Laptop nicht mehr gesehen.

Mein Name ist Blechbubi

Schon morgens in den Vorlesungen, zu denen ich prinzipiell zu spät kam, weil ich in der vorangegangenen Nacht meinen Feedreader aus Recherchegründen bis zum Exzess gemolken habe, fing ich an, die Beiträge für den nächsten Tag zu verfassen. In meiner produktivsten Zeit schrieb ich bis zu acht Artikel pro Tag und nicht selten zog sich dieser Prozess bis in den späten Nachmittag, trotzdem ich in der Zwischenzeit meine Anwesenheit vom Hörsaal in richtung Arbeitsplatz verlegt hatte. Geschrieben wurde überall: im Konferenzraum, im Auto, auf dem Klo, unterm Weihnachtsbaum. Das muss der Moment gewesen sein, an dem meine Kommilitonen begannen, meinen Namen zu vergessen, aber das war egal und beruhte auf Gegenseitigkeit, denn ich hatte eh längst damit aufgehört, mit ihnen zu sprechen. Meine Mutter schimpfte bei jedem Besuch auf meinen Computer und sie erfand für die immer öfter auftretenden Auseinandersetzungen an den wenigen Wochenenden, an denen wir uns sahen, extra den Begriff “Blechbubi” – wobei ich bis heute nicht herausgefunden habe, ob sie damit mich oder mein Notebook meint. Ich kann mich noch genau an die euphorische Freude erinnern, die ich empfand, als ich von der Erfindung einer in meinen Augen bahnbrechenden iPhone App las, die es dem Nutzer mittels Kameraprojektion ermöglichen sollte, E-Mails zu schreiben, ohne beim Laufen den Blick vom Display abwenden zu brauchen. Ein Quantensprung auf dem Weg zum vollendeten Autismus.

Schlagbohrmaschinen und 10 Dollar-Mönche

Irgendwann muss meine damalige Freundin schluss gemacht haben, sie kam jedenfalls eines Tages nicht mehr wieder und auch um die mahnend-mitleidigen Blicke meiner Chefs während des Kündigungsgesprächs zu deuten braucht es keiner überdurchschnittlicher emotionaler Intelligenz. Zu diesem Zeitpunkt war es mir nicht mehr möglich, ein beliebiges technisches Gerät – und wenn es das Haustelefon war – in die Hand zu nehmen, ohne von jemandem hämisch Sätze wie “Na, was musst du denn jetzt schon wieder aggregieren, hm?” serviert zu bekommen. Ich war derart erfindungsreich im Umgang mit den neuen medien geworden, dass man mir offenbar auch zutraute, mit einem Videorecorder oder einer Schlagbohrmaschine zu bloggen. Immer öfter verwoben sich WordPress und Privatsphäre ineinander, bis ich nach einer längeren Auszeit vollkommen ausgelaugt eine Rucksackreise nach Thailand unternahm. Nur acht Monate, weit über 300 Artikel und unzählige Kommentare hatten mir ein ausgewachsenes Burnout Syndrom beschert. Mittlerweile waren die Schranken und Informationsfilter in meinem Kopf durch die ganze Querleserei, die man sich für die Recherche von Blogartikeln aneignet, dermaßen weit aufgerissen, dass mir ausgerechnet ein thailändischer 10 Dollar-Mönch mit Warze am Kinn handlesend eine alternative Zukunft aufschwatzen konnte. Und so trat ich, ein bißchen verwirrt von dem Gebrabbel der Thai, aber irgendwie verändert, die Rückreise nach Deutschland an.

Twittern mit Tarantula

Nachdem ich im Anschluss an mein Studium für ein paar Wochen als Freelancer gearbeitet hatte, bekam ich ein Angebot für eine Stelle als Broadcast Designer in einer Post Production und langweilte mich seither bei der Arbeit auch nicht mehr. Ich suchte mir ein Ersatzsedativum für meine Bloggewohnheiten und fand mit Twitter die perfekte Lösung für portionsweise abgefüllten Gedankenbrei. Ich hatte sogar das seltene Glück, hier meine Liebe zu finden und pendele seither mit hüpfendem Herzen zwischen Hamburg und dem dicken B. Ganz nebenbei wirkt hier das Ersatzsedativum perfekt, denn hätte ich das nicht, müsste ich einen Blog mit den Geschichten eröffnen, die ich als Mitfahrgelegenheitmitfahrer erlebe. Und selbst mit meinen ehemaligen Kommilitonen treffe ich mich manchmal, auch wenn sie immer noch hin und wieder Probleme mit meinem Namen haben. Plötzlich habe ich Zeit. Ich fühle mich nicht mehr schlecht dabei, am Sonntagabend “Prominent!” zu schauen und dazu dummes Zeug in meinen Microbloggingclient zu tippen, anstatt die ersten Artikel für die kommende Woche vorzubereiten. Ich könnte mir sogar Gedanken darüber machen, wie man an eine 200qm Wohnung oder ein Kind in den Bauch meiner Freundin kommt.

Es ist 18:36 Uhr. In meinem Badezimmer wohnt Tarantula, in meinem Schlafzimmer sieht es aus wie Kosovo und bei Sonneneinstrahlung wird der Eindruck garantiert nicht besser. Tarantula, meine Wohnung, der Kosovo – halt mal, daraus lässt sich doch bestimmt ein Tweet stricken? Ich denke mal drüber nach – draußen, an der Alster!

Wenn Nicolas sich selbst beschreiben muss, dann so: “Nicolas Arnold floh vor sieben Jahren nach Abitur und Zivildienst vom flachen niedersächsischen Land in die Hansestadt Hamburg, um einen beispiellosen Feldzug gegen die Analogität in seinem Leben zu führen. Nach einer Ausbildung und einem Studium hat er heute, 27-jährig, seinen Platz in der Was-mit-Medien-Branche gefunden und fröhnt seither lustvoll der Digital Nativeness, unter anderem bei Twitter.”

Fotocredit: Nicolas Arnold

Wieviele Köpfe kann man sich zerbrechen?

Ich habe heute mein Büro etwas umgebaut, dabei kann man sich ganz wunderbar Gedanken machen. Zum Bespiel darüber, dass man sich allgemein zu viele Gedanken macht. Über Inhalte auf StyleSpion.de beispielsweise, oder auf PhotoSpion.de. Oder darüber, waurm man manche Inhalte gar nicht postet, weil es vielleicht doof ist, dass man zu ähnlichen Themen viele aufeinanderfolgende Posts haben könnte, andere dafür aber nur (noch) selten stattfinden. Man kann sich sogar nen Kopf machen, ob man wegen eines Themas zu sehr in die kommerzielle Ecke gedrängt wird, und das obwohl klar ist, dass man mit dem Ding hier Geld verdienen möchte. Man kann sich auch Gedanken darüber machen, ob man nicht vollkommen bekloppt ist, täglich den Feed-Reader mit derzeit über 800 abonnierten Webseiten komplett durchgehen zu wollen – man könnte ja auch nur ein Thema verpassen. Langsam aber sicher wird man dabei irre, und läuft nicht zuletzt Gefahr, auszubrennen. Darauf habe ich natürlich keinen Bock.

Vielleicht war früher ja wirklich alles besser, als die Feedabonnenten-Zahl noch im dreistelligen Bereich lag, als man sich noch daran erinnern konnte, wer letzte Woche (oder gar gestern) kommentiert hat, als man sich noch über E-Mails gefreut hat, als man noch stolz und überrascht über Aufmerksamkeit aus der Marketing-Ecke war. Nein, besser war es nicht, aber leichtfüßiger.

Ich mach’s kurz: Auch in der nächsten Woche werde ich nicht die Zeit haben, alle Feeds zu lesen, ich werde auch vorerst die Idee verwerfen, Fotografie nur noch auf PhotoSpion zu featuren. Ich mache das jetzt einfach wieder so wie am Anfang. Ich haue wieder raus, worauf ich Lust habe. Wann, wie oft und wo ich will. Und wenn da mal Müll dazwischen ist, dann ist es eben so. Da müsst ihr durch, oder auch nicht :)

Der Finger oben gilt übrigens mir, nicht euch.

Tuttlingen

Also, nachdem die Bahn kurzfristig ihre Gleise irgendwo kurz vor Tuttlingen reparieren musste, kamen wir irgendwann auch an. Tuttlingen. Naja, wenn man davon absieht, dass etwa 95% aller Gastronomien scheinbar gerade geschlossen haben oder ruhetagen, dann, ja dann. Nix. Hier ist absolut tote Hose. Letzten Endes haben wir aber trotzdem noch einen Laden gefunden, der uns lecker Essen gegeben hat, und alles wurde gut. Den Rest habe ich etwa so gesehen:

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Unser Zelt

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Jetzt noch auf ein Bier mit den Leuten von Converse, und morgen geht’s wirklich zum Southside. Ich freue mich.

Auf Reise

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Wenn einer eine Reise tut, dann fährt er manchmal auch nach Tuttlingen. Tuttlingen wird heute aus seinem Schlaf gerissen, wenn 50 000 Irre Musikfans sich auf den Weg zum Southside Festival machen. Genau wie wir.

Southside

Weil wir schon etwas älter sind, reisen wir einfach einen Tag früher an, damit wir auch schön ausgeschlafen antreten um so langweilige Bands wie die Fleet Foxes, Friendly Fires, Mr Ben Harper, Friska Filjor, The Editors, Kings Of Leon, Eagles Of Death Metal, The Dø und vielleicht auch Franz Ferdinand zu sehen.

Auf dem Southside wird es weiterhin einige abgefahrene Installationen und feinsten Street-Art Kram vom Herrn Schulze geben. Das Ganze findet auf Initiative von Converse statt, und Converse hat mich auch auf das Festival eingeladen, mir schicke Pässe besorgt und ich werde versuchen, zwischendurch ein wenig vom Festival und deren Aktionen zu bloggen.

Am Sonntag werden wir uns in aller Frühe aus dem Süden in den Osten begeben und in Berlin landen. Dort findet ein weiteres Event statt:

Open Runway am T-Shirt-Day

Open was? Was vom Titel her ein wenig klingt wie ein Bon Jovi Song soll eine feine nachmittägliche Party werden, zu der Spreadshirt eingeladen hat. Wer Lust hat, kann dort mit seinem Lieblingsshirt über den Laufsteg stolpern. Auch das werden wir uns ansehen und ich spekuliere auf heiße Fotos von Marcel und so. Mehr Infos dazu hier.

Fleet Foxes

Am Sonntag Abend geht die Supersause weiter. Wir werden uns die Fleet Foxes im Huxleys zum zweiten Mal ansehen. Fotopass wurde mir zugesagt, am Montag dann hoffentlich ein paar Fotos von dem Konzert.

Wir bleiben dann gleich noch bis kommenden Samstag in Berlin, und machen Urlaub und werden von dort aus arbeiten. Und ihr so?

Gut, danke!

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Es ist nun ziemlich genau 5 Monate her, dass ich meinen letzten Tag in Festanstellung gearbeitet habe. Rückblickend hat mir dieser Schritt sehr gut getan. Und um die so oft per Mail gestellte Frage danach, wie es denn so läuft, zu beantworten: Danke, prächtig.

Alleine im Büro

Inzwischen habe ich mich auch damit arrangiert, alleine in meinem Büro zu sitzen, was definitiv nicht einfach ist. Der Austausch mit Kollegen war mir schon immer sehr wichtig, das kann weder Skype, noch Twitter abfangen. Zur im Cafe sitzenden, Latte-schlürfenden Boheme bin ich ebenfalls nicht übergewechselt. Ich arbeite am liebsten an meinem großen Bildschirm – im Büro, mit guter Musik aus Boxen, und nicht aus dem Kopfhörer.

Im Gegensatz zu früher kann ich nun auch mal tagsüber zum Telefon greifen, und mit Leuten direkt sprechen. Und es ist faszinierend, wie schnell sich in ein paar Minuten Dinge ergeben, die per Mail wohl nie zustande gekommen wären. Ein weiterer Punkt ist, dass ich nun einfach mal Reisen kann. Das macht riesigen Spaß und gibt Kraft zurück, auch wenn ich danach natürlich vieles aufarbeiten muss.

Auskommen dank Einkommen

Apropos. Da ich nicht von Luft und Liebe lebe, freue ich mich sehr, dass die Anfragen von Werbetreibenden trotz Krise nicht weniger werden. Im Gegenteil, in den letzten Wochen habe ich mit vielen netten Agentur-Menschen (die gibt’s tatsächlich) über interessante Kooperationen gesprochen. Ich erwarte keinen Applaus von euch, wenn ich ankündige, dass es gut mit Werbekunden aussieht, aber Verständnis.

Wie bei den Inhalten wird auch bei Werbeanfragen massiv aussortiert – es würde keiner Seite etwas bringen, wenn Hinz und Kunz hier werben würden. Es scheint aber, als würden Blogs auch hierzulande immer mehr Akzeptanz sowohl bei Agenturen, als auch bei Marken bekommen. Das ist spannend zu verfolgen, besonders wenn ich mich an die Anfänge vor über zwei Jahren erinnere.

Werbung in Blogs – kein einfaches Thema

Dennoch ist es mühsam, sowohl für Blogbetreiber, als auch für Vermarkter, Lösungen zu finden, die beide Seiten glücklich machen. Banner werden zwar überall als Auslaufmodell gesehen, echte Alternativen sind aber nach wie vor rar. Auch hier gibt es die ein oder andere Idee, die ich in den nächsten Monaten ausprobieren möchte. Vielleicht haben es manche bei anderen Blogs gesehen: Viele bekanntere Blogs haben sich ein, zwei größeren Netzwerken angeschlossen, werden dadurch als Gruppe vermarktet, und verlieren dadurch ihre Unschuld Unabhängigkeit. Man sollte niemals nie sagen, aber mir ist meine Unabhängigkeit verdammt wichtig (darum geht es doch beim bloggen, aight?), und ich verneine diese Anfragen.

Kannst du? Klar, vielleicht.

Insgesamt steigen bei mir in den letzten Monaten auch Anfragen bezgl. allerlei Jobs an. Unternehmen suchen Beratung und Ideen, die ihnen die selbsternannten ”Social Media Experten” scheinbar nicht bieten können.
Andere wiederum suchen nach Webdesignern und Leuten, die ihre Blogs betreuen. Diese Jobs kann und will ich natürlich nicht alle annehmen. Sollte also jemand Interesse an einer Vermittlung haben, kann er mir gerne eine kurze Mail schicken.

Apropos Mail, bitte seid mir nicht böse, wenn ich mal eine Mail nicht beantworte. Meine Zeit lässt es nicht zu, auf alles einzugehen. Alleine auf die Leipzig Fotos hin habe ich so viele Fragen bekommen, meistens welche Kamera, welche Bildbearbeitung etc. Ich habe den Punkt vorsorglich mal in den FAQs ergänzt, aber jedem zu antworten würde einfach nicht gehen.

Immer noch mehr

Auch wenn ich es schon oft geschrieben habe: Das alles würde nicht funktionieren, wenn nicht ein paar Leute den Kram hier lesen würden. Die Besucherzahlen sind recht konstant (etwa 170 000 Visits im Monat), die Zahl der Feedabonennten steigt weiter, und wird wohl noch diesen Monat fünfstellig sein. Das ist totalirrewahnsinniggeil. Echt.

Leipzig Fotos

Leipzig

Zurück in Köln ist es gar nicht so einfach ein Fazit zu Leipzig zu formulieren. Leipzig ist eine wunderhübsche Stadt. Leipzigs (wieder) intakte Architektur ist Wahnsinn, die Breite der Straßen beieindruckend, die Breite der Bürgersteige noch beeindruckender. Aber es war so verdammt leer da in Leipzig. Und das, obwohl über 20000 Goths das Straßenbild aufgewirbelt haben. Vielleicht lag es an Pfingsten.

Ich muß nochmal nachdenken, ob ich Leipzig superschön, oder supertoll finde – vielleicht auch bei einem weiteren Besuch. Danke für eure Empfehlungen, und natürlich Tobi, der uns einfach so seine Bude zur Verfügung gestellt hat.

Die folgenden Fotos aus Leipzig sind eigentlich überhaupt nicht repräsentativ für die Stadt. Aber repräsentativ ist ja auch langweilig, nicht wahr?

Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig Leipzig
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