Ein Interview mit Sebastian Karbowiak aka “Daiker”

Hier kommt das versprochene Interview mit Sebastian Karbowiak vom Southside Festival. Sebastians Arbeiten findet ihr auf diesem Blog oder hier.

Daiker Sebastian Karbowiak

Hi Basti, wir haben uns auf dem Southside Festival kennengelernt, wo du Visuals für Converse gestaltet hast. Kannst du uns deine Laufbahn bis zum Engagement für Converse skizzieren?

Daiker

Also… 1978 auf die Welt gekommen und Mitte der Neunziger mit klassischer Graffitimalerei angefangen. Dann habe ich eine handwerkliche Ausbildung als Schildermaler absolviert und parallel die ersten Auftragsarbeiten für Wandgestaltungen angenommen. 1999 bin ich nach Köln umgezogen und habe vor ca. 4 Jahren zusammen mit Pierre Galic (Morbit One) das Label ,,debug visuals” gegründet. In Zusammenarbeit haben wir an vielen Ausstellungen und Projekten mitgewirkt.

Converse ist eine große Marke. Du kommst aus der Street-Art Szene. Wie ist es, für einen so großen Namen zu arbeiten? Kratzt das nicht an den eigenen Werten?

Ich mache grundsätzlich nicht jeden Job und durchleuchte die Sache im Vorfeld. Bei Converse war es so, dass Herr Schulze mich als 2. Customizer vorgeschlagen hat und er mich im Vorhinein aufgeklärt hat. Überzeugt hat mich, dass Converse uns komplett freie Hand gelassen hat, sowohl bei der Gestaltung der Schuhe, aber auch für das Bemalen der Wände. Wir konnten uns also ohne Vorgaben austoben.

Du hast auf dem Southside Auftragsarbeiten durchgeführt. In diesem Falle Schuhe für Festival-Besucher customizen. Durftest du frei arbeiten, oder gab es “strenge Vorgaben” à la “Pony vor Sonnenuntergang mit wehender Mähne”? Was war das witzigste, was du an dem Wochenende umsetzen solltest. Hast du etwas abgelehnt?

Wie gesagt von Converse hatte ich freie Hand. Ich bin natürlich auf Wünsche der Besucher eingegangen. Viele hatten klare Vorstellungen wie Totenköpfe, Lilien und Sterne – es gab aber auch viele, die nicht recht wussten. Dort habe ich versucht Sachen zu machen, die auch für mich interessant sind. Witzig für mich war ein Schuh für ein junges Mädchen, die Fußbälle haben wollte und ich es einfach nicht ohne Vorlage geschafft habe einen Fußball zu malen, kurze Verzweiflung und irgendwann aufgegeben. Auch Herr Schulze war überfragt, so habe ich den Schuh mit witzigen Irgendwas-Bällen abgegeben. Das Mädel hat sich trotzdem tierisch gefreut.

Kunst ist eine tolle Sache. Vor allem, wenn sie den Kühlschrank des Künstlers füllt und seine Miete zahlt. Wie wichtig ist die finanzielle Seite für dich, und kannst du von deinen Arbeiten leben?

Ich arbeite freiberuflich als Bühnenmaler, Werbetechniker oder auch mal für Messeaufbauten, dadurch verdiene ich regelmäßig Geld um mein Leben zu finanzieren. Ich versuche eine große Abwechslung und Mischung von Jobs, Kunstprojekten und selbstproduzierten Arbeiten zu haben, da so keine Langeweile und Eintönigkeit aufkommt. Ich vermisse einen gewissen Mut bei vielen Menschen.

Wenn ich dir Kreide, Dose und Marker hinhalte, wonach greifst du als Erstes? Warum?

Dose oder Marker. Kommt drauf an um was für ein Produkt es sich genau handelt.

Du lebst in Köln Kalk. Ist Köln ein gutes Pflaster für dich?

Köln ist schon sehr angenehm…ich habe hier in den letzten zehn Jahren viele neue Freunde gefunden und durch die hohe Anzahl von Agenturen und mediennahen Menschen ergeben sich immer wieder gute Jobs. Und natürlich Karneval (lacht).

Musiker müssen stets von ihren Vorbildern reden. Wie ist es bei dir? Wer oder was sorgt dafür, dass du frische Arbeiten ablieferst?

Am meisten pusht es mich, wenn im eigenen Umfeld Menschen sind, die Gas mit ihrer Sache geben – das muß gar nicht auf künstlerischer Ebene sein. Ansonsten werde ich durch alltägliche, zufällige Dinge inspiriert.

Das Interview wurde per Mail geführt, vielen Dank für deine Zeit, Basti

Ich, Banksy. Ich, Eggleston. Ich, nix Künstler.

banksy-schablone

IARTISTLONDON is the cool new brand that enables you to make real contemporary pieces of art from the comfort of your home.”

Das ist natürlich großer Schwachsinn. Wie peinlich ist das denn? Man kauft sich für 10 Pfund eine Schablone und macht einen auf Banksy? Oder, ebenfalls für zehn Pfund, bekommt man die Schablone, um ein miserables Eggleston Plagiat zu gestalten?

eggleston

Bitte nicht. Als Entschädigung hier ein Teaser der neuen Banksy Ausstellung in Bristol.

Und wer sich William Egglestons fantastische Arbeiten ansehen möchte, findet diese hier. via

Typefacts – Typografisches Wissen verständlich erklärt

typefacts - typografie

Manchmal lohnt es sich eben doch, mal nachzusehen, wer einem da so bei Twitter followt. Dort nämlich bin ich auf die Website Typefacts von Christoph Koeberlin gestoßen.

“Auf dieser Website fasse ich typografisches Wissen auf eine verständliche und ansprechende Art zusammen und veranschauliche es mit interessanten Beispielen, die Lust auf Schrift machen.”

So würde mir Christoph sicherlich erklären, dass meine Anführungszeichen in dem Zitat über diesem Satz falsch sind. Da es mir aber den RSS-Feed zerschiesst, wenn ich korrekte… – ach, egal. Jedenfalls ist Typgrafie ein spannendes Thema, und ich hoffe, dass das im März gestartete Blog weiterhin so vielsprechend weitergeführt wird. Hin da!

Panton Chair zu gewinnen

panton-chair-smow

Seit heute gibt es einen neuen Werbepartner auf StyleSpion.de. Smow.de ist ein Shop für Designermöbel. Ihr wisst schon, die Möbel, die nicht von IKEA sind, ein Leben halten und in 20 Jahren beim Verkauf den einstigen Kaufpreis höchstens knapp unterbieten. Ich freue mich über diese Werbepartnerschaft, weil ich die Auswahl bei Smow für sehr gelungen halte. Zeitloses Design hat seinen Preis, klar, aber niemand wird auf die Idee kommen, seine Wohnung vollständig mit Möbeln von Vitra, USM oder Moormann einzurichten.

Panton Chair

Meinen Mitmenschen dürfte aufgefallen sein, dass ich in der Gegenwart eines Panton Chairs immer etwas nervös werde. Zuletzt durfte das Ami von Spreadshirt erleben, als er mich durch einen Raum geführt hat, in dem ein gutes Dutzend dieses Meisterwerks stand :)

Über den Panton Chair:

Diese letzte von Verner Panton autorisierte Version des Vitra Panton Chairs entstand Ende der 1990er Jahre.

Original Panton Chair gewinnen

Jedenfalls hat Smow diesen Panton Chair zur Verlosung bereitgestellt. Meine Nachfrage, ob ich selbst mitmachen darf, wurde verneint :) Ihr Glücklichen.

Also, wer will einen Panton Chair? Hand hoch in den Kommentaren! Die Tombola schliesst am Mittwoch, 12:00 Uhr. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird ausgelost, und darf sich auch die Farbe des Panton Chairs aussuchen.

Danke an Michael von Smow

Das Gewinnspiel ist beendet

Gewinnerin des Panton Chairs

Den Panton Chair hat Sylvie (Kommentar vom 06.06.09, 13:08h) gewonnen. Viel Spaß mit dem guten Stück. Den restlichen über 800 Teilnehmern mein Beileid, aber da kann man nichts machen. Nochmals vielen Dank an smow.de, die den Panton Chair ja überhaupt erst zur Verfügung gestellt haben.

Hylton Warburtons Illustrationen

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Sowas hier gefällt mir ja ausgesprochen gut. Tolle Illustrationen, und alleine die Farbwahl würde mir genügen um die arbeiten des Süd-Afrikaners zu mögen.

hylton-warburton

Hylton Warburtons Portfolio bei flickr. via

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Headstand

headstand

Man nehme eine “Mensch ärgere Dich nicht Figur”, vergößere sie auf eine anständige Größe, bediene sich der Physik und drehe das Teil auf den Kopf. Fertig ist der Headstand. Oder wie es die Designer aus Aschaffenburg formulieren:

“Der Hocker “headstand” basiert auf dem Prinzip eines Stehaufmännchens und ermöglicht ein dynamisches Sitzen ähnlich dem auf einem Sitzball. “headstand” (Kopfstand) stellt das bekannte Bild der Spielfigur auf überraschende Art und Weise auf den Kopf und macht daraus eine Sitzgelegenheit mit Objektcharacter.”

Der Headstand bei qed. via

Kleiner Nachtrag: Eigentlich müsste Robert den Credit des “via” bekommen, wie er richtig in den Kommentaren anmerkt. Er hat mir bereits vorgestern eine Mail mit der Empfehlung geschickt.

Ein Plätzchen im Grünen

Das Architekturbüro Selgas Cano arbeitet in einem Büro, wie es wohl nicht jeder hat.

Die Idee gefällt mir, aber auf den Fotos sieht das Gebäude aus wie eine überdimensionierte Brotdose, oder? Ich glaube, ein schicker Altbau mit großen Fenstern und Blick ins Grüne wäre mir lieber. Gegen den Standort Barcelona Madrid hätte ich aber nichts einzuwenden. Und die Einrichtung finde ich ebenfalls gelungen.

Weitere Fotos gibt es bei dem Fotogafen Iwan Baan zu sehen. Entdeckt in Johannes sein Twitter.

Fotocredit: Iwan Baan

Mentalgassis Streetart

Feine Streetart mit Humor und Stil von Mentalgassi.

Berlin

mentalgassi berlin

Köln

mentalgassi-koeln

Gerade Köln kann ein aufhübschen der U-Bahnhöfe vertragen.

mentalgassi-3

Hier noch ein kleines Making-Of aus Berlin:

Mehr davon hier. via

You’re entering a world of pain – Big Lebowski Poster

big-lebowski-poster

Mister Lebowski habe ich hier schon des öfteren erwähnt. Und wenn ich so drüber nachdenke, gehört Big Lebwoski zu meinen All-Time-Faves.

Das Plakat von Designer A. Micah Smith wurde in einer limitierten Auflage von 140 Stück hergestellt, und kann für 10$ bei gigposters bestellt werden. Der Haken: nur in den USA :(

Schon wieder via iheartpluto.

Nachtrag

Man, bin ich faul. Ich hätte mir ruhig direkt das Portfolio von Micah ansehen könne. Unbedingt hin da, der macht wahnsinnig gutes Zeug!

Stickermagazin Klebstoff

stickermagazin-klebstoff

Klebstoff ist wohl das erste Stickermagazin weltweit, das ausschließlich aus Stickern besteht. Die erste Ausgabe lag heute in meinem Briefkasten und sieht wirklich hübsch aus.

stickermagazin-klebstoff

Die Sticker wurden von folgenden Leuten designt (ich kopiere das einfach mal):

Bang (ITA), Finsta (SWE), On_ly (Venezuela), BTSA (GER), Marcel Tasler (GER), Shaf (GER), Waakabund (GER), Pixelpopulation (GER), Edjinn, Ibie & UiU (SPA), Turbo (FRA), Kid Gringo (GER), ttursk & rusack (FIN), Zonenkinder (GER), Doppeldenk (GER), ZEK Crew (SLO), Endtrend (GER), Saner & Mookiena (MEX), Thomas & Martin Poschauko (GER), Dirk Sandbaumhüter (GER)

stickermagazin-klebstoff

Das Stickermagazin ist auf 1000 Stück limitiert und handnummeriert, und kann für 8 Euro + Versand geordert werden. Weitere Infos auf stickermag.com.

stickermagazin-klebstoff

Halt! Weil heute so schönes Wetter ist, ich gut gelaunt bin, und im Briefkasten gleich zwei Ausgaben lagen, verschenke ich eine Ausgabe davon. Die beste Begründung gewinnt, die Auswahl wird natürlich absolut subjektiv sein und am Montag erfolgen.

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