Statusupdate

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Hallo, das Thema was zur Hölle machst du eigentlich den ganzen Tag ist mal wieder aufgepoppt. Ein guter Anlass, um einen etwas längeren Text zu tippen. Los geht’s.

Photokina

Ich werde auf der Photokina drei mal vertreten sein.

Fotoausstellung SONIC ICELAND

Leica hat mich eingeladen, auf dem Stand des Kameraherstellers ein paar Fotos aus dem SONIC ICELAND Projekt auszustellen. Ich dachte zunächst an einen Scherz, aber nach vielen Stunden Telefonaten und E-Mails tippen, Fotos auswählen, Fotos aufbereiten etc kann ich nun ganz offiziell sagen: Die Fotos sind im Druck und meine erste (kleine) Fotoausstellung wird auf der Photokina, der weltgrößten Fotomesse, am Stand von Leica sein. Und darauf bin ich höllisch stolz.

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Traumjob

Nach zwei Kaffee, einem Wasser und zwei Stunden Austausch bin ich heute mit einem Auftrag in der Tasche zurück ins Büro gegangen. Kein riesiges Projekt, aber ein spannendes. Die Auftraggeberin: eine Dame, die viele Jahre viele unterschiedliche Tätigkeiten irgendwo zwischen Kuration, Organisation, Marketing, Künstlervermittlung und zwanzig anderen im Bereich der modernen und urbanen Kunst national und international ausgeübt hat. Mit diesem Background startet sie nun unter eigener Flagge durch. Sie weiß genau, was sie will, aber das macht sie nicht gleich zur Traumkundin. Was Sie zur Traumkundin für meinen Traumjob befördert: sie hat mir nicht nur zugehört, sondern meine Vorschläge dankend angenommen. Das muss ich als sehr clever darstellen, denn es ist keineswegs selbstverständlich, auch wenn man das meinen könnte.

Wir haben einen gemeinsamen Nenner, was unsere Berufserfahrung anbetrifft: wir sind beide keiner geraden Linie gefolgt – das war eher ein Wollknäuel. In unserer “Karriere” (das ist eigentlich kein schlimmes Wort und sollte nicht in Anführungszeichen stehen) haben sich so viele Bereiche vermischt, dass man sich am Ende fragt, ob das nicht zu viel ist? Kann ich das noch verkaufen? Wäre es nicht einfacher, wenn ich sagen könnte “Hallo, mein Name ist Kai und ich bin (Beruf deiner Wahl einsetzen)“? Ja, manchmal wäre es das.
Webdesign, Webentwicklung, Bloggen, SEO, Fotografieren, Schreiben und dann noch die jahrelange Erfahrung durch das Betreiben dieser Seite hier und der anderen Projekte. Kriegt man das unter einen Hut? Ich habe darüber in den letzten Wochen viel nachgedacht.

Hell Yeah, klar kann ich das verkaufen! Ich habe es heute wieder getan und es macht absolut Sinn. Auch für diese Kundin.
Ich habe nie einen Bereich ganz aufgegeben, wenn ein neues Themenfeld hinzu kam. Neue Interessen erweitern den Horizont und vermeiden, dass man bequem oder gar betriebsblind wird. Anstatt das in Frage zu stellen, sollte ich es auch genau so verkaufen. Es ist etwas Positives. Ich habe einen Traumjob – ich kann ihn auf Parties nur nicht mit einem einzigen Wort beschreiben.

Und jetzt entschuldigt mich, ich muss mit dem neuen Projekt beginnen.

Falls dieser Beitrag etwas zu euphorisch klingen sollte: das war Absicht.

“Die ekeln mich an.”


[...] Ich schreib hier von der typisch deutschen Kritikkultur, die mir schon seit längerem gehörig auf den Sack geht. Kritik ist super! Kritik kann helfen, man lernt dadurch, ganz klar. Alle müssen Kritik toll finden! Aber in Deutschland wird Kritik so oft missbraucht als einfache subtile Form der Angeberei. Man kritisiert nicht, um mit seiner Kritik zu helfen, nein, man schreibt einfach nur absoluten Bullshit, um zu zeigen, dass man selbst nämlich „meinen Cocktail“ geschrieben hätte und ja super geil toll rechtschreiben kann. Die war bestimmt früher Stempelsammlerin in der Grundschule. Oder eines von diesen nervigen Kindern, die bei Referaten die „ähms“ mitgezählt haben, um das Ergebnis später stolz zu präsentieren. „Also, den Inhalt fand ich voll gut, aber leider hat der Fritz 34-mal Füllwörter benutzt.“ Die Leute wollte man früher schon schlagen!

Lea hat einen wunderbaren Text verfasst. Bitte vollständig bei abgeschirmt lesen.

15 Tipps für Twitter – von einem, der es wissen muss!

Nämlich: mir.

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Ok, einen Tipp habe ich tatsächlich: hör auf, dir diese bescheuerten Listen durchzulesen.

Simpler ist besser

simpler ist besser

Mal wieder so ein Thema, das mich schon länger beschäftigt. Ab und an fragt mich jemand, wie ich ein Foto so bearbeitet habe, dass es so aussieht, wie es aussieht. In der Regel antworte ich darauf, dass ich nur kleinere Anpassungen am Original vorgenommen habe. Kontraste, in Graustufen umwandeln, oder mit der Teiltonung etwas nachgeholfen. Keine große Sache, denn: das Foto ist ja nicht am Computer entstanden, sondern an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Tageszeit, mit einem bestimmten Licht. Man kann vieles digital vorschwindeln, oder man versucht, die gegenebenen Umstände für das Ziel zu nutzen, und nicht im Nachhinein dagegen anzugehen.

Wer um 23:00 Uhr ein Foto macht, und dabei so lange belichtet, bis alles auf dem Foto taghell ist, der hat entweder etwas kluges im Sinn, oder schlicht nicht verstanden, dass es nachts dunkel ist. Klingt lustig, ist aber eigentlich traurig. Auch wunderbar: Konzertfotos, die aussehen, als stünde die Band gerade im Fotostudio, perfekt belichtet, keine dunklen Parts… Keine Ahnung welche Konzerte ihr so besucht, aber bei meinen Konzertbesuchen ist es eigentlich immer verdammt dunkel. Nur natürlich, dass Fotos das auch wiederspiegeln, oder?

In einem Interview zu Sonic Iceland wurde ich gerade gefragt, wie ich es hinbekomme, dass es auf meinen Fotos so wirkt, als wäre ich sehr nah dran gewesen. Ich habe kurz überlegt. Hm, nah ran gehen?

Keine Sorge, ich denke absolut genau so kompliziert. Die einfachsten, offensichtlichsten Dinge sind die, die mir als letzte oder nie in den Sinn kommen. Nochmals das Beispiel Sonic Iceland. Statt mich über Monate mit eventuellen Sponsoren herumzuschlagen, hätten wir gleich die Leute um Unterstützung bitten können, die ein solches Projekt wirklich unterstützen wollen. Diejenigen, die verstehen, warum es eine coole Sache ist. Am Ende hatten wir nicht nur wenig Geld für das Projekt, sondern, und das ist das Gravierende: sehr viel Zeit verloren und ich dadurch auch fehlende Einnahmen. Aber die Idee mit den Postkarten hat uns den Allerwertesten gerettet.

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“Da du mir ja auf Twitter nicht followst” – oder: Der Anti-Netzwerkdienstag

Morgen ist Dienstag. Vielleicht auch schon jetzt. Kommt drauf an. Vor über zwei Jahren hatte ich die clevere Idee, einen Netzwerkdienstag auszurufen. Hintergedanke: ihr könnt mich alle mal adden. Und zwar bitte überall. Freunde kann man immer gebrauchen, also nur her mit den Kontakten. Damals fand ich das Klasse, heute würde ich es nicht mehr machen. Heute habe ich nämlich Freunde und Follower im Überschuss! Nicht lachen, ich kann es beweisen.

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Pilot

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Ich war heute morgen mit einem Aufnahmegerät und meiner Kamera unterwegs um einen ersten Piloten (so nennt man das doch, oder?) für eine neue Serie auf StyleSpion zu machen.

Die Idee dahinter ist eine Art Weiterentwicklung dessen, was ich mit 15 + 1 Fragen angefangen habe – nur anders. Es wird wieder um Personen gehen, aber es soll noch etwas persönlicher werden, als es bei den vorgegebenen Fragen bei 15 + 1 war. Ebenfalls anders: die Fotos dazu werden von mir kommen. Logisch eigentlich.

Die nicht gerade bis in kleinste Detail ausgearbeitete Idee: Ich treffe jemanden und wir unterhalten uns 30 Minuten. Anschließend habe ich weitere 30 Minuten Zeit, um Fotos zu machen. Das Gespräch wird aufgezeichnet, und später von mir abgetippt. (Und alles zusammen noch später dann online gestellt.) Die 30 Minuten deshalb, weil man wahrscheinlich einen Rahmen braucht, und es einfacher ist, Menschen dafür zu gewinnen, wenn man nur etwa eine Stunde ihrer Zeit verlangt.

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Manche schlimme Ereignisse erwischen mich mehr als andere. Mir geht es ganz so, wie Lisa das hier aufgeschrieben hat. Auch Sascha hat das gut beschrieben. Ich fand es unangemessen, am Wochenende etwas zu schreiben. Jetzt muss es weitergehen. Irgendwie.

Stephen Fry: What I Wish I’d Known When I Was 18

Guter Kerl, gute Worte. 30 Minuten, die es wert sind. Gefunden bei Frank Chimero.

Bringt mehr mehr?

right-in-front-of-me

Vor ein paar Tagen habe ich (schon wieder) einen neuen Tumblr angelegt. Hinter right in front of me steckt kein großes Konzept. Die Idee ist, täglich oder zumindest fortlaufend, Fotos online zu stellen, die ich am selben Tag gemacht habe. Fotos von “Dingen”, die vor mir sind. Manche Fotos erzählen vielleicht eine für andere nachvollziehbare Geschichte, andere erzählen höchstens mir eine Geschichte.

Da mich zwei Freunde darauf angesprochen haben, warum ich denn nun schon wieder “etwas neues” angefangen habe, ein paar weitere Gedanken zum Warum.

Ich habe früher immer betont, wie wichtig ich es finde, Durchhaltevermögen zu beweisen. Wer etwas anfängt, sollte es zu Ende bringen und so. Da das Internet aber kein Ende hat, wackelt diese Einstellung gerade ein wenig. Auf mein Konto gehen mindestens zwei verwaiste Blogs und sehr viel mehr angefangene kleinere und größere Ideen/Projekte.

Vergeudete Zeit?

Stellt sich die Frage, ob die investierten Stunden und Tage unnütz waren. Hätte ich mir die Zeit auch sparen können?

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