Finding Berlin und ein bisschen mehr

Ein Blog aufzusetzen dauert mit etwas Ahnung nicht länger als 30 Minuten – keine große Sache, keine Zauberei. Ein Blog mit Leben zu füllen, bedarf schon etwas mehr. Leben, nicht Beiträge! Vergleicht man die Zahl der Blogs, deren Betreibern man gerne mitleidig auf die Schulter klopfen möchte*, mit der Anzahl der Blogs, deren Inhalten man gerne die volle Aufmerksamkeit schenkt, ist das Ergebnis eher erschreckend.

Sara ist jung, lebt seit zwei Jahren (oder so) in Berlin, hat einen Job, twittert wie bescheuert, schreibt in ihrem Blog, schreibt oder schrieb manchmal für Spreeblick, kommentiert ständig in anderen Blogs, geht bald auf Weltreise (und bloggt darüber) und weil sie das scheinbar nicht genügend auslastet, hat sie vor ein paar Wochen ein weiteres Blog gestartet: Finding Berlin.

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30 Tage ohne Blogs

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Ich habe im letzten Monat keine Blogs gelesen. Nicht einmal meinen Feedreader hatte ich geöffnet. Dafür gab es einen einfachen Grund: die Internetflatrate in unserem Apartment in Reykjavík hatte eine Trafficbeschränkung und ich hatte keine Lust, in der letzten Woche plötzlich ohne Netz zu sein. Zusätzlich hatten wir ja auch alle Hände voll zu tun: Künstler und Bands recherchieren, Blogbeiträge für SONIC ICELAND tippen, Fotos archivieren und editieren, die Interviews mit den Bands machen, networken (also in den Bars rumhängen), ausschlafen…

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Neun Tage

Hinter mir liegt das vorerst letzte freie Wochenende. Ab heute beginnt der Endspurt für SONIC ICELAND: In neun Tagen sitze ich im Flugzeug nach Island. Mir wird ehrlich gesagt ein wenig mulmig bei dem Gedanken daran, dass es wirklich nächste Woche los geht. Werden wir überhaupt alles schaffen, was wir uns vorgenommen haben? Ist es überhaupt zu schaffen? Wie werden uns die Isländer aufnehmen? Wird es nur regnen? Was, wenn die Kamera den Geist aufgibt? Was, wenn die Hälfte der Künstler unsere Termine nicht einhalten? Wird uns das Geld schon nach einer Woche ausgehen? (Ihr könnt uns übrigens noch immer unterstützen – wofür wir euch nicht nur ewig dankbar sein werden, sondern auch eine Postkarte schicken…)

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In der Kraft liegt die Ruhe

Yay, morgen in drei Wochen werde ich im Flieger nach Reykjavík sitzen – zumindest sofern eine ganze Reihe relativ wenig beeinflussbarer Dinge (wie etwa ein Vulkan) mitspielen. SONIC ICELAND war bisher ein Traum, der inzwischen unfassbar greifbar wird. Das resultiert darin, dass sich 80% meiner Gespräche um das Projekt, die Insel, den Vulkan, isländische Künstler, isländisches Wetter, gewisse finanzielle Risiken, und andere Dinge drehen, die vor allem eines sind: óútreiknanlegur.

Um die finanzielle Seite etwas zu stützen, haben wir uns überreden lassen, eine kleine Spendengeschichte anzubieten. Und wow, es fühlt sich toll an, die ersten Eingänge zu sehen.

Gestern hatte ich Gelegenheit mich mit Halldór, Künstler und Bassist bei Seabear, ein wenig über unser Vorhaben auszutauschen. Sein Feedback war sehr cool, und das bringt intern nochmal 30 Punkte auf der Motivationsskala.

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Interview zu SONIC ICELAND

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Kleiner Hinweis in eigener Sache: Steffen hat mich gebeten, für seinen Fotografie-Blog Stilpir.at ein paar Fragen zu SONIC ICELAND zu beantworten. Das Interview ging heute morgen online: Ein Spion auf Sonic Iceland. Vielen Dank, Steffen!

Kritik

Es ist tatsächlich mehr oder weniger Zufall, dass ich erneut ein längeres Zitat von Seth Godin hier poste. Diese Worte hat Seth Godin 2001 veröffentlicht:

Five ways to be an unfair critic

Speak in absolutes.

That film you saw last night is, of course, “the worst movie I’ve ever seen in my life.” Heap as much negative thought into one sentence as possible.

Criticize not just the item in question but the background of the person or company responsible as well.

If you can point out how much you disliked something else from this source, by all means do so. Inclusion only compounds derision.

Criticize the motivation of the creator.

Maybe he’s doing it just for the money. Maybe he has some sort of secret political agenda. Better yet, the person behind the creation is certainly some kind of “wannabe” — a Robert Redford wannabe or perhaps a Tom Peters wannabe. In any event, “wannabe” is a great general put-down. Add 10 points to your critic’s score.

Criticize the taste and judgment of anyone who disagrees with your criticism.

An enemy of your criticism is your enemy — and needs to be criticized. Feel free to turn your enemy’s criticism back on him — and score extra points if you use his own words against him.

Make threats in your criticism.

Possibilities include threats to “tell everyone” or to destroy the reputation or property of the person you are criticizing. Alternatively, you can claim that you were threatened — and that the vituperation of your criticism is only one measure of your unwillingness to bow to threats.

Den gesamten Artikel bitte hier lesen: “The new culture of criticism is hurting you and your company.“.

Darauf gestoßen bin ich drüben bei Martin, der aus Seths Vorschlägen Tipps für besonders konstruktive Bildkritiken interpretierte.

Wenn der Alltag zum erfolgreich(st)en Marketinginstrument wird

alltag

Warum schreibe ich eigentlich so viel Zeug ins Internet, und gebe damit so viel von mir preis? Ein Thema das mich zwangsläufig immer wieder beschäftigt, weil ich ständig darauf angesprochen werde.

Well, meine Erklärung dafür variiert, geht aber meistens in folgende Richtung:

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