Blood Red Shoes & The Black Box Revelation – Köln, Gebäude9

Blood Red Shoes

Es sollte also ein Abend der Duos, besser zweier Duos, werden. Da hätten wir die aufregenden, aber nicht aufgeregten Blood Red Shoes, denen man mit einem (tatsächlich unpassenden) Whites Stripes-Vergleich keinen Gefallen tut, und die beiden Belgier von The Black Box Revelation, die gerade noch am Anfang des Hypes um ihre Band stehen.

The Black Box Revelation

The Black Box Revelation

Als The Black Box Revelation kurz nach neun die Bühne des zur Hälfte gefüllten Gebäudes betreten, herrscht vornehme Zurückhaltung im Publikum. Die ersten Schläge aufs Schlagzeug machen klar, was Sache ist: sauberes Handwerk, großes Songwriting und maximal mögliche Bühnenpräsenz. Die Band beschreibt ihren Sound selbst mit “Live the duo is a runaway train that combines the best ingredients of idols like Led Zeppelin, The Datsuns, The Rolling Stones, Black Rebel Motorcycle Club and The Stooges.” und hat damit vollkommen Recht. Bonuspunkte gibt’s von meiner Seite für das irre Schlagzeugspiel, und den Richard-Ashcroft-vor-10-Jahren-Lookalike-Contest-Gewinner an Mikrofon und Gesang. Da kommt noch viel mehr – demnächst im großen Club, und als Hauptact.

Blood Red Shoes

Blood Red Shoes

Man sollte meinen, dass der Abbau eines Schlagzeuges recht zügig vonstatten geht. Nope. 45 Minuten dauert es, bis die Blood Red Shoes auf die Bühne gehen. Und die flinken Stagehands hatten ganze Arbeit geleistet: Die Gitarre spuckt keinen einzigen Ton aus… Naja, dann eben nochmal schnell den Verstärker aus dem Stand-By Modus befreien (!) und los geht’s. Laura-Mary sieht in den nächsten 3-4 Songs erstmal so richtig angepisst aus, Steven macht den Klassenclown: Witze reissen, bisserl Alkohol und so. Dazwischen spielen sie ihre Songs gut, aber ohne Überraschungen. Nach den ersten Songs wirkt die Dame etwas fröhlicher, immerhin ist der Laden mittlerweile gut gefüllt – ganz im Gegenteil zu ihrem letzten Besuch hier. Überraschungen gibt’s aber trotzdem keine. Alles passt, die Haare sitzen, der Kabelträger (!) macht einen Superjob, denn das Kabel ist wirklich immer Eins A aufgewickelt. Nach 55 Minuten inkl zwei Zugaben ist das Set vorbei. Das war gar nicht so schlecht.

Sieger nach Punkten waren ganz klar The Black Box Revelation. Sieger nach Optik? Naja, ihr wisst schon…

Weitere Fotos auf flickr: The Black Box Revelation und Blood Red Shoes

Nachschlag: Ist es nicht geil, wie unterschiedlich man Konzerte wahrnimmt? Ich zitiere aus meinzuhausemeinblog: “Allerdings waren “Black Box Revelation” sehr belanglos. Die beiden Belgier waren sehr bluesig, sehr laut … und sehr langweilig. Die einzige Aufregung kam auf, als das Kabel des Gitarristen ausgetauscht werden mußte.” Irre.

Get Well Soon @ Gebäude 9, Köln – Ausverkauft!

Get Well Soon @ Gebäude 9

Bevor ich etwas über das Konzert von Get Well Soon schreibe, ein paar Worte an den “Fotografen” vor uns.

Ey Typ! Ja du, mit der fiesen Rotzbremse, dem Pferdeschwanz und dem Ende-80er-Look, der nie, wirklich nie, “in” war. Zweite Reihe, links vor der Bühne. Wenn du denkst, du wärst der Macker, der, weil er ne SLR hat, das Recht hat, 15 Leuten (ich spreche von den zahlenden Gästen) permanent vor der Nase rumzueiern und ihnen die Sicht zu versperren, dann frag dich mal, ob du wirklich so ein guter Fotograf bist. Wieviele Fotos hast du gemacht 1000? 2000? Hoffentlich hast du beim anschließenden Photoshoppen Blasen an die Finger bekommen!
So, das musste raus.

Zurück zum Konzert. Get Well Soon. Die erste größere Tour der Band um Konstantin Gropper. In Köln also das erste ausverkaufte Konzert der Bandgeschichte. Sicher nicht zu Unrecht wurde dem Album ja auch die seltene Ehre zuteil, auf allen Kanälen gefeiert zu werden. Ich könnte mir vorstellen, dass das auch ganz ordentlich Druck aufbaut.

Florian Horwath

Florian Horwarth

Den Abend eröffnete Florian Horwath mit seiner Begleitband. Das Durchschnittsalter der Musiker dürfte sich ungefähr die Waage mit den BPM der Songs halten :) Musikalisch war das durchaus nett und so, und ich musste das ein oder andere Mal an die Flaming Lips denken – das kam aber wohl eher durch Florians Locken und den weißen Anzug. Dem Publikum schien es zu gefallen, es spendierte etwas mehr als den üblichen Supporthöflichkeitsapplaus.

Get Well Soon

Get Well Soon

Nach einem langen Intro, bei dem die Band, die vorher selbst alles auf der Bühne aufgebaut hat, wieder auf die Bretter stieg, folgte ein lauterer Auftritt, als ich es befürchtet hatte. Alle Songs der Platte wurden gespielt, 2 neue Songs wurden vorgestellt. Alles perfekt umgesetzt. 7 Leute auf der Bühne – da kann man schon die ein odere andere Soundwand aufbauen.
Dass die Band die Songs nahezu perfekt spielen würde – damit habe ich von Anfang an gerechnet. Was ich mich im Vorhinein gefragt hatte, war, wie (und ob) es Konstantin schaffen würde, mit dem Publikum umzugehen. Und natürlich, ob die Songs “nur” perfekt live gespielt werden, oder ob da noch was mehr geht. Ihr wisst schon. Dieses Fünkchen, was einen dazu bringt statt “super” “geil” zu sagen. Die Stellen, bei denen man Gänsehaut bekommt etc – ich hab’s vermisst. Die Ansagen “Vielen Dank. Danke.” waren etwas dürftig. Die Songs waren wahnsinnig perfekt umgesetzt.

Aber hey, erstens war es trotzdem ein sehr sehr gutes Konzert, zweitens halte ich Konstantin nicht gerade für den extrovertiertesten Typen, der in Berlin rumläuft, und drittens, wird das nach weiteren 20-30 Konzerten schon anders aussehen. Jede Wette.
Den Namen Get Well Soon wird man mit Sicherheit noch oft hören.

Einen sehr viel ausführlicheren Bericht gibt es auf meinzuhausemeinblog.

Rückblick Berlin und re:publica08

Uff, es ist gar nicht so einfach die letzten sieben Tage so im Nachhinein zusammen zu fassen. Da schwirrt mir einiges im Kopf rum, doch, genau wie die re:publica selbst, will mir nicht alles zusammenpassen.

Berlin

Berlin war erwartungsgemäß der Brüller. Ich meine, wer könnte Berlin nicht mögen? Wer könnte in Berlin nicht eine Ecke finden, die ihm gefällt? Eben. Ich habe mir direkt am Samstag schon Blasen gelaufen, die ich sorgsam in den nächsten Tagen nicht abklingen lies. Ich bin früh aufgestanden um den Sonnenaufgang zu fotografieren, und bin mal früh, mal spät ins Bett gegangen. Früh, weil ich nicht mehr konnte, spät, weil ich es konnte. Ich habe Kreuzberg, Friedrichshain, Prenzlauer Berg, Charlottenburg und wohl am meisten Mitte gesehen. Jeder Kiez hatte seine Besonderheiten und wird bei meinem nächsten Besuch wieder durchwandert. Das Wetter war leider nur selten schön, doch hey, immerhin hat es nur ab und zu geregnet.

Mein Apartment hat es mir angetan. Ich möchte nicht wissen, wie oft und lange ich auf dem Balkon im 15. Stockwerk stand um den Ausblick zu geniessen…

Re:publica 08

Tja, jetzt wirds schwierig. Ich hatte riesige Erwartungen an die re:publica, die sich grob in zwei Themen aufteilen lassen: Leute treffen, und Horizont erweitern/Weiterbildung/Austausch

Die Leute

Es war klasse, mal wieder – wie auch bisher auf den Barcamps – Leute zu treffen, mit denen ich bisher nur digital Kontakt hatte. Leider hat es nicht hingehauen, sich mit allen zu unterhalten. Teilweise war es mir einfach zu doof, die etwas bekannteren Gesichter anzulabern (das hat für mich immer so einen Groupie-Touch), andererseits war es auch nicht möglich alle Leute zu “finden”. Das lag sicherlich auch an den Namensschildern, die trotz des Verbesserungsvorschlags die Schilder 2-Seitig zu bedrucken, nur auf einer Seite den Namen zeigten. Tja, und da die Schilder an einem Band hingen, sah man sehr viele die “re:publica” hiessen. Und selbst wenn das Schild richtig rum hing, hätte man sich direkt vor die Person stellen müssen, um ihren Namen lesen zu können. Also bitte bei der nächsten re:publica große Schilder zum anstecken.

Natürlich konnte ich trotz der “Schilderproblematik” viele Leute treffen – das war das Beste an der re:publica. Auch die Abschlußparty mit dem leckeren Free Beer hat bei mir bis zum nächsten Tag Eindruck hinterlassen…

Die Panels

Insgesamt bin ich etwas enttäuscht, was die Panels anbetrifft. Ich kann nicht genau sagen, woran das liegt. Was mich sehr gestört hatte war, dass bei fast allen Veranstaltungen das eigentliche Thema in den Hintergrund rückte, dafür die Personen und deren Unternehmen durch Selbstprofilierung glänzten. Beispiel “Geld verdienen mit Blogs”. Schlichtweg das Thema verfehlt, wenn Sascha Lobo und Robert Basic sich gegenseitig anmachen, statt den ein oder anderen Tipp zu geben. Ich bin mir sicher, dass aus dieser Veranstaltung alle Besucher mit einer Enttäuschng raus gingen, denn Tipps hatten sie ganz sicher keine bekommen.

Sehr interessant dagegen fand ich die Veranstaltungen der Hard Bloggin’ Scientists. Die können reden, verständlich erklären, und verpassen das Thema nicht.

Mein Resumee daraus: Wer wirklich Dinge abseits von Skizzen oder Denkanstössen erfahren möchte, der ist auf Barcamps besser aufgehoben.

Bevor das jetzt aber zu negativ klingt, muss ich sagen, dass die Veranstalter ihren Job wirklich klasse gemacht haben. Die Organisation würde ich als perfekt bezeichnen. Es gab kleine Ausfälle, aber die sind auf solchen Veranstaltungen wirklich nicht zu vermeiden. Auch das Streaming durch Hobnox scheint reibungslos fnktioniert zu haben.

Puh, das muste jetzt mal raus, wahrscheinlich für Leute die nicht da waren, unverständlicher Text, aber nun geht es wieder normal weiter. Und nächstes Jahr werde ich wieder dabei sein.

Lightspeed Champion @ Bang Bang Club, Berlin

Lightspeed Champion

Was für ein schillernder Vogel Devonte Hynes alias Lightspeed Champion ist, checkt man ja in wenigen Augenblicken – sieht man sich Fotos, Cover etc von ihm an. Dass er nach dem frühen Ende der Test Icicles mit einem Singer/Songwriter Album nachlegt, war nicht gerade zu erwarten.
Als Lightspeed Champion die Bühne des gut besuchten Bang Bang Clubs mit dicker Fellmütze betritt, verwundert das niemanden. Alle erwarten diesen skurrilen Look, und seine tollen Songs. Devonte und seine Band sind bester Laune, das Publikum anfangs eher zurückhaltend. Der Typ ist ein Knüller, wie Marcel sagen würde. Der kann nicht nur fantastisch Singen, Gitarre und Klavier spielen, der kann auch wirklich unterhalten, und lustig sein. Nach den ersten beiden Song ziehen die Berliner Besucher mit und das Konzert mit den vielen Cover Songs (“The Empire Strikes Back”!, ein Song der Strokes etc) neuen Songs “This one will be produced by Will.I.Am” und den bekannten Songs der Platte zeigen, dass Devonte vielleicht viele Leute mit dem Sound seines ersten Albums überrascht hat, aber auch, dass die nächste(n) Platten wieder andere Töne anschlagen werden. Fazit: ein wunderbares Konzert eines Musikers, von dem wir sicher noch viel hören werden. Danke übrigens an Tanja, bei der ich “Plus Eins” sein durfte. Es war ein netter Abend.

Mein erstes Mal: Berlin + re:publica

re:publica Und ob! Ich war noch nie in Berlin. Ja, das gibt’s. Aber jetzt ist es soweit. Hauptanlass ist die re:publica. Weiterbildung, Diskussion, Zukunft – man will ja nicht von gestern sein.

Und da es doof ist, nur auf der Konferenz rumzuhängen, werde ich einfach nen kleinen Urlaub draus machen.

Mein momentaner Plan sieht so aus, dass ich am Samstag, den 29.03, ankommen werde und bis zum nächsten Samstag bleibe. Mittwoch, Donnerstag und Freitag sind der re:publica vorbehalten, an den anderen Tagen möchte ich mir die Stadt ansehen, auf Foto-Tour gehen und mich mit einigen Leuten treffen.

Das Hotel wird erst morgen gebucht. Ihr habt also als Berliner noch ‘ne Chance mir Unterschlupf zu gewähren ;)

Aber im Ernst: Tipps und Links sind willkommen . Wer Lust hat, sich mal zu treffen, kann mich gerne anschreiben.

Barcamp Ruhr, so war das

BarCampRuhr Dachterrasse

Ich bin zurück vom BarCampRuhr und schreibe mal schnell runter, was die letzten 2 Tage an Eindrücken hängen geblieben ist. Die Fotos zeigen Teile der Location, nicht wundern, dass darauf niemand zu sehen ist – die meisten schliefen noch, als ich sie gemacht habe. Wer weitere Fotos (auch aus den Sessions) vom BarCamp sehen möchte sollte sich an Flickr halten.

Location Unperfekt Haus

BarCampRuhr Unperfekthaus

“Geile Location” war der wohl meistgehörte Schnipsel des Wochenendes. Das BarCamp fand im Unperfekt Haus (Essen) statt – ein Gebäude das auch im Nachhinein recht schwer zu beschreiben ist. Auf vier Etagen wird dort Kultur und Kreativität geförderd und gelebt. Klingt vielleicht ein bisserl nach Pathos, aber alle Anwesenden werden mir zustimmen. Das Konzept, ein offenes Haus für Künstler und Kunstinteressierte zu sein, wirkt fast schon paradiesisch und funktioniert scheinbar bestens. Vielleicht ihr seht euch die Webseite des Unperfekt Haus an.

BarCampRuhr Unperfekthaus

Die Organisation

Die Organisation verlief recht reibungslos, und war teilweise fast schon etwas zu spontan. Beispielsweise hat sich erst gegen 24:00 Uhr so langsam herauskristalisiert, wo die Schlafplätze “eingerichtet” werden. Aber das gehört eben so. Dass auch eine Unkoferenz eine Menge Arbeit im vorhinein bedeutet sollte klar sein, deshalb noch einmal eine herzliches Danke an das Orga-Team in Essen.

BarCampRuhr Unperfekthaus

Die Sessions

Im Vergleich zu meinem ersten BarCamp in Essen war das Angebot etwas niedriger, trotzdem war es natürlich noch so viel, dass man nicht alles mitnehmen konnte. Interessanter Weise hatte ich auch diesesmal das gleiche Erlebnis. Exakt die Sessions, von denen ich keine konrekte Vorstellung oder Erwartung hatte, haben mir am besten gefallen.

BarCamp Essen

Netlabels

Beispielsweise gab es eine ganze Reihe Sessions zum Thema Netlabels und Creative Commons, die mich sehr beeindruckt haben. mo., Sven Swift und Simon Bierwald gaben einen Einblick in Musik, die unter CC-Lizenz veröffentlicht und vertrieben wird. Sprich: die Songs werden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ich werde mich mit dem Thema auf jeden Fall weiterhin befassen und demnächst etwas mehr dazu schreiben. Einen guten Eindruck was da geht, bietet das Phlow Magazine, gestaltet von mo. und Sven. Danke dafür.

Miniroc

BarCampRuhr miniroc

Der Bochumer Jan Michelbach hat am Abend noch live “performt”. Der Hammer: Jan produziert Musik mit Game Boys. Offene Münder beim Publikum waren vorprogrammiert. Auch Jan veröffentlicht unter CC-Lizenz – Infos und Musik findet ihr unter miniroc.com.

Mieser Abschluß des Abends

Kurze Zeit nach dem wir vom Essen zurück waren, verbreitete sich ein Gerücht, das leider gar keins war. Im Haus wurden einige Notebooks, iPods und was weiss ich was gestohlen. Das Problem war, dass das Unperfekt Haus nicht nur den BarCamper vorbehalten war, sondern, dass dort auch der Normalbetrieb lief. Das heisst, zwischen den BarCampern waren auch jede Menge andere Leute, die meisten davon Gäste oder Künstler des Hauses. Es gab keinen Raum, der abgeschlossen  (oder bewacht) war, so dass alle ihre Sachen irgendwo deponniert haben. Beim BarCamp vertraut man sich untereinander, doch der Faktor, dass eben auch andere Leute da waren, wurde stark unterschätzt. Auch das Team der Location war sichtlich entsetzt, denn gerade die Offenheit des Hauses gehört zum Konzept und bisher ist nie etwas passiert. Gemutmaßt wird, dass Langfinger von außerhalb Beute gerochen haben, und zuschlugen.

Insgesamt war es ein tolles Wochende mit dem üblichen Flair zwischen Schullandheim und Konferenz, und ich freue mich auf die nächste Gelegenheit, wieder an einem BarCamp teilzunehmen. Danke an alle Teilnehmer. Und jetzt freue ich mich auf Pizza und Tatort (es ist schliesslich Sonntag!).

The Fashion – Live @ MTC Köln

The Fashion Live

In den letzten Wochen hat sich die aktuelle Platte von The Fashion zu meinem derzeitigen Lieblingsalbum gemausert. Die Musik passt (für mich) zu so ziemlich jeder Situation, und steigert, wenn nötig meine Laune in Sekunden. Schade nur, dass von einem Durchbruch der Dänen hierzulande noch nciht die Rede sein kann. Der ohnehin schon nicht sehr große Club war gegen Neun noch fast leer.

Support kam von der Band Pillow Fight Club. Der selbst ausgewiesene Vergleich mit den “Foo Fighters” und “Billy Talent” ist irreführend und kilometerweit hergeholt. Der Funke sprang nicht über. Der Rhythmusgruppe und natürlich der Sängerin muss man aber schon ein wohlwollendes “gar nicht schlecht” zugestehen. Die Band ist jung, da könnte noch was kommen.

Naja, The Fashion haben es dann auch tatsächlich geschafft, die vielleicht 40 Anwesenden vor die Bühne zu holen. Jakob Printzlau ist im echten Leben mindestens doppelt so groß, wie er auf den Fotos aussieht, kann wirklich singen und auch lustig tanzen. Das ganze Set war herrlich bodenständig, die Band hatte Spaß, das Publikum auch.

Halten wir also mal 3 Dinge fest:

The Fashion haben eine fantastische Platte herausgebracht.
The Fashion sind eine sehr gute Live-Band.
Ihr kauft euch das Album. Jetzt.

BarCampRuhr

BarCamp Ruhr

Am Wochenende werde ich es endlich wieder schaffen ein BarCamp zu besuchen. Ich freue mich schon, viele bekannte Gesichter in Essen zu treffen.

Kommt denn von den werten Lesern noch jemand? Nicht, dass es mir wieder (wie damals bei Henning) passiert, von jemandem angesprochen zu werden, den ich eigentlich kennen müsste, um dann in Verlegenheit zu geraten :)

Also, wer kommt noch zum BarCampRuhr? Hände hoch.

Pétur Ben, Jakobínarína, Gavin Portland @ Werkstatt, Köln

Pétur Ben, Jakobínarína und Gavin Portland sind drei isländische Bands, und das war es auch schon mit Gemeinsamkeiten. Cargo hat die Bands zusammen auf Tour geschickt, und dank eines Tipps von Michaela haben wir das Konzert von British Sea Power sausen lassen, um in der Werkstatt dabei zu sein.

Gavin Portland

Gavin Portland

Den Anfang machten Gavin Portland. Ihren Sound kann man sich in etwa so verstellen, als hätten die Jungs in ihrem Leben nur den Track “New Noise” von Refused gehört. Der Hauptsänger schrie was das Zeug hielt, der Gitarrist gesellte sich manchmal mit “richtigem” Gesang dazu. Sehr intensiv, das Ganze.

Auf die Frage, wer denn hier im Raum noch “Straight Edge” wäre, folgte Stille – danach ein Lachen. Hey es ist 2008, nicht 1988…

Pétur Ben

Petur Ben

Pétur Ben wird bald ganz groß sein, jede Wette. Stellt euch eine Mischung aus Rufus Wainwright und Radiohead vor. So ernst seine Musik auch ist, scheint Pétur auch die Entertainerschule besucht zu haben. Er plapperte zwischen den Songs aus dem Nähkästchen von Zeiten, als er noch morgens um halb neun, auf einem Tisch stehend, den Pausensaal einer Schule “rockte”. Danach spielte er Michael Jacksons Billy Jean. Wahnsinn. Das zweite Cover kurz vor Ende des Sets war “Break on Through” von den Doors. Den Jungen Mann unbedingt im Auge behalten!

Jakobínarína

Jakobinarina

Jakobínarína. Die Jungs konnte man schon während Péturs Auftritt wahrnehmen (Der Club war nicht gerade überfüllt). Jugendschützer hätten ihren Spaß an den trinkenden und rauchenden Kids gehabt, die mit leicht apathischem Blick rumstanden. Auch dass man den Bassisten, der ca. 1,40 groß ist und sicher nicht älter als 12 aussieht, die komplette Zeit auf der Schulte trug (um ihn später auf der Bühne die ganze Zeit rumzuschubsen), passte. Naja. Image ist eben alles.

Jakobínarína sind derzeit eine der erfolgreichsten Bands Islands und das mit 17. Das Konzert wirkte leicht befremdend, da die Jungs in der Tat spielen und Lieder schreiben können. Gesund kann das aber nicht sein. Das Konzert endete damit, dass ein Gitarrist mit seiner Gitarre das Marshall-Top (Verstärker) vom Boxenturm stieß. Die Band ging von der Bühne und den Tourverantwortlichen, den Stagehands und den anderen Musikern der Bands war anzusehen, dass diese Aktion wohl das Faß zum überlaufen brachte. Da gabs ganz sicher ein Gespräch unter 30 Augen…

Wir fanden das Konzert absolut klasse. Die Bands sind heute abend noch in Hamburg zu sehen, vorausgesetzt man hat einen neuen Verstärker aufgetrieben…

Zum Abschluss noch ein paar Links und dieses Video von Pétur Ben.

Pétur Ben
Jakobínarína
Gavin Portland

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=X0lQIbgPVtQ]

Neues Kunstfestival – ARTRMX Cologne

ARTRMX Cologne - Neues Kunstfestival

“Mit ARTRMX COLOGNE VOL.01 startet vom 22. bis 31. August 2008 ein internationales, themenbezogenes Kunstfestival, das im jährlichen Turnus zeitgenössische Fotografie, Videokunst, Streetart, Malerei und Grafik in einem außergewöhnlichen Rahmen in Köln präsentiert. Etwa 50 Ausstellungen finden an verschiedenen Orten (in Ladenlokalen, Wohnungen, leer stehenden Gebäuden oder anderen Off-Locations) in ganz Köln statt.”

Klingt spannend, was der Verein ankündigt. Bis zum 15. April können sich Künstler noch mit ihrem Beitrag zum Jahresthema “Where is my mind” anmelden:

“Zur Teilnahme zugelassen sind Künstler, die auf professioneller Ebene und konzeptionell mit ihrem jeweiligen Medium arbeiten. Erwartet werden inhaltlich ungewöhnliche Sichtweisen, die in einer der fünf Disziplinen FOTOGRAFIE, VIDEOKUNST, MALEREI, STREETART (Stencils, Cut-Outs, Skulpturen, Kreidezeichnungen, Graffiti) oder GRAFIK (Illustration, Grafikdesign, Comic, Buchkunst, Animation) umgesetzt wurden. Eine Auseinandersetzung mit dem Jahresthema 2008 ist verpflichtend. Die Teilnahmegebühr beträgt 40 Euro.”

Ein guter Grund, sich während des Festivals mal mit ein paar Leuten hier in Köln zu treffen, was meint ihr?

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