Aggregator für bloggende Agenturen – Agenturblogs.de

agenturblogs - bloggende agenturen

Gunnar Stenzel hat sich angesehen, welche der Top-100 Kreativ-Agenturen* ein Blog betreiben. Zwanzig von Hundert. Was mich nicht so sehr wundert, da gerade die größeren Agenturen noch damit beschäftigt sind, auf so unangenehme, nicht kreative Sachen wie Usability und Barrierefreiheit zu pfeifen und stattdessen dem Kunden lieber noch ein Flash-Intro oder Micro-Sites (das sind die, auf denen ganz besonders wenig Inhalt zu finden ist) verkaufen. Jaja, böse – ich weiß.

Jedenfalls hat Gunnar Stenzel agenturblogs.de gebastelt – Eine Seite die die Blogbeiträge der wenigen bloggenden “Top-Agenturen” an einer Stelle sammelt. Und so findet man dort Blogbeiträge, von “Top-Agenturen”, die Titel tragen wie “Jeder 2.”, “On fire!” oder “Erst von 2050″. Nix für mich…
via Kai Heuser

* Die Erhebung beruht auf einem Ranking der Fachzeitschrift Horizont

Kontain – Schon wieder eine Social Plattform?

kontain

Mal ganz ehrlich: Niemand wartet derzeit auf eine neue Plattform, auf der er Texte, Fotos, Videos oder Audiodateien einstellen kann. Niemand hat Lust, schon wieder ein Profil anzulegen, schon wieder ein Foto hochzuladen, schon wieder auf die Suche nach “Freunden” zu gehen.

Und da kommt Kontain, eine Plattform, auf der man eben genau das machen kann. Na und? Der Blick auf Kontain könnte sich tatsächlich lohnen. Ich habe jetzt 10 Minuten auf der Seite verbracht, und ich habe noch nie ein so intuitiv zu bedienendes Interface gesehen, und keine der bisherigen Plattformen hat ein so ansprechendes Design wie Kontain. Die eigenen Ziele definiert das Team wie folgt:

- The easiest site to upload, share and browse media
- The most aesthetically beautiful media destination
- To offer a wide range of innovative features and tools

Die Website wurde in Flash umgesetzt – ziemlich mutig, wie ich finde. So schließt man gleich die Suchmaschinen aus.

Schaut euch Kontain mal an. Die Seite ist im Alpha Status und lässt nur sehr begrenzt neue User zu. Ich konnte mich gerade aber problemlos anmelden.

Via Mareen

Neues Bloglayout

bloglayout

Naja, nicht komplett neu, aber einiges hat sich geändert. So gibt es nun direkt oben auf der Startseite und im Footer der Beitragsseiten einen Teaser mit den neuesten Beiträgen, eine neue Tapete im Hintergrund, die Typo wurde ein wenig angepasst, ebenfalls die Sidebar. Ich hoffe euch gefällt die neue Version, die ich gestern (und das ist mein persönlicher Rekord) innerhalb eines Tages umgesetzt habe.

An einigen Stellen könnte es noch ruckeln, ich freue mich auf euer Feedback.

TwitTip: Darren Rowse startet Blog mit Tipps zu Twitter

twitter-tips

Darren Rowse hat ein Händchen für Themen. Wenn es ums Bloggen geht, ist sein Blog problogger.net eine der besten Adressen für erstklassige Tipps. Wenn man auf Fotografie steht, dann ist sein Blog Digital Photography School eine tolle Quelle, und nun widmet er Twitter ein Blog.

“Twitter has opened up amazing opportunity in my life – it helps grow my personal brand, drives traffic to my online businesses and on a daily basis opens up new relationships and networks that I could never have dreamed of having access to.”

Das Blog ist noch frisch, bisher gibt es u.a. folgende Beiträge:
When Tweeting Less Can Help You be a More Effective Twitter User

How to Make Twitter Less Like Listening to One Side of a Phone Call for Your Followers

Wie seht ihr das? Ist Twitter bisher überhaupt für euch interessant? Doof? Oder könnt ihr gar nicht mehr über etwas nachdenken, ohne es gleich zu twittern?

Für alle Fälle: twitter.com/stylespion – mein Twitter Account.

iPhone Software-Übersicht: Fresh Apps

iphone software apps

Bisher habe ich mich doch gut geschlagen: trotz Besitz eines iPhone keine Beiträge zu meinem Lieblings-Gadget. Das könnte aber auch daran liegen, dass das gute Stück von mir einfach “nur” benutzt wird. Gerade am Anfang hätte ich mir eine Website wie Fresh Apps for iPhone gewünscht.

“iTunes stinks! If your trying to find new, good, and interesting iphone app’s, itunes is just lacking. That is where Fresh Apps comes in. Find, browse, search, comment, rate, iPhone Apps in a whole new way. Fresh Apps FTW!”

Dort nämlich werden – ähnlich wie bei Digg.com – neue Apps nach “freshness”, also nach Stimmen der User gelistet. Die Seite kommt im schicken Design daher und ist seit gestern in meinem Feed-Reader.

Fresh Apps for iPhone.

Bloglovin’ – Your new next big thing

bloglovin

Manchmal wundert man sich schon, warum eine so simple Idee nicht schon längst groß wurde. Just in diesem Moment zum Beispiel. Da lese ich bei den Mädels von lesmads.de, dass es diesen Service namens Bloglovin’ gibt.

Bloglovin’ macht erstmal nichts anderes, als RSS-Feeds zu aggregieren. Aber, und das sind die kleinen Dinge, die so einen Service zu etwas großem werden lassen, die User können Blogs followen.

Im Gegenteil zu Twitter muss man hier niemandem mehr erklären, was der Sinn der Sache ist. Ich mag deinen Blog – deshalb followe ich dir. Simple.

“Reading blogs can be a pain in the ass. We created bloglovin´ so you wouldn’t have to visit un-updated blogs, open ten windows in your browser or forget your favourite blogs web-addresses. With bloglovin´ we wanted to make your blog reading fun and easy.”

Bloglovin’ erstellt ein Chart-Liste der “Popular Blogs”

Diese Daten dienen Bloglovin natürlich dazu, eine Rangliste der Blogs zu erstellen. Derzeit sieht man weit und breit nur Blogs von Menschen, die scheinbar ihr Leben damit verbringen, entweder Leute auf der Straße zu fotografieren, oder sich selbst vor dem Spiegel Fashion Blogs.

Das könnte daran liegen, dass der Service aus Schweden kommt, wo eh alle besser aussehen als der Rest der Welt. Keine Ahnung. Hab ich das verpasst, nur weil ich 3 Tage mal woanders war?

Jedenfalls habe ich stylespion.de dort ebenfalls eingetragen und ihr könnt gerne followen – zumindest die 21% Prozent der Damen, die hier mitlesen.

Ihr werdet euch doch eh alle einen Account dort sichern, richtig?

Im Interview: Wittek, Comiczeichner aus Hamburg.

Knallige Comiczeichnungen, Familienfotos aus den Siebzigern, nützliche Tipps für Zeichner und die, die es mal werden wollen, Skizzen, Studien, Fotos von herumliegenden Menschen und jede Menge absurder Ideen, skurriler Schnappschüsse und andere Absonderlichkeiten – wenn es ein Blog gibt, bei dem es mich regelmäßig ärgert, dass kein RSS-Feed verfügbar ist, dann ist das “Gästeblog” vom Hamburger Comiczeichner und Illustrator Wittek.

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Thomas Wittke, wie Wittek bürgerlich heisst, habe ich während eines Praktikums in dem damals gerade erst von Karl Nagel eröffneten Comic- und Illustrationsstudio Alligator Farm kennengelernt, wo der umtriebige Hans-Dampf-in-allen-Gassen sich als Mentor die Zeit nahm, uns Nachwuchszeichner zu erklären, wie denn das “überhaupt so geht mit den Comics”, worum man ein Panel lieber so statt so anlegt, was man sich bei Altmeistern wie Eisner oder Moebius anschauen sollte und, wie in meinem Falle – wie man den verdammten Stift überhaupt richtig hält. Während dieser tollen Zeit, in der ich viele interessante und äußerst talentierte Menschen kennenlernen durfte, habe ich eine Sache richtig schnell mitbekommen: So sehr es ein Berufstraum sein könnte, jeden Tag Superhelden in Spandexhosen zu zeichnen oder sabbernde Zombies über eine verbrannte Erde stolpern zu lassen, so schwer ist es auch, das Handwerk des Comiczeichners überhaupt zu erlernen.
Und noch schwerer ist es, von diesem Handwerk überhaupt leben zu wollen.

Wittek war so nett, sich ein paar meiner Fragen zu seiner Person und seinem Werdegang, dem Leben als Illustrator sowie seinem Blog in einem E-Mail-Interview zu stellen.

Los gehts:

Wittek, am Besten, Du stellst Dich selber mal kurz vor. Wer bist Du, wo kommst Du her? Was hast Du früher so gemacht, und was treibst Du heute so?

Geboren bin ich 1964 in der Stadt Dinslaken, von deren Bewohner man sagt, daß sie selbst nicht genau wüssten, ob sie eher zum Ruhrgebiet oder zum Niederrhein gehört. Auf jeden Fall gibt es da eine bekannte Trabrennbahn, die auch mal in einer Schimanski – Folge auftauchte und die PINTSCH BAMAG – Werke, die unsere Verkehrs – Ampeln gebaut haben. Dort hat mein Vater als technischer Zeichner gearbeitet.
Ich habe die Grund- und Hauptschule absolviert, war beim Bund, hab ne ABM als Maschinenschlosser gemacht, war lang arbeitslos, bevor ich Ende der 80er eine Umschulung als Druckvorlagenhersteller in einer Werbeagentur in Essen gemacht habe.

Was hat Dich überhaupt dazu gebracht, Comics zu zeichnen? In Deinem Gästeblog gab es ja mal die Rubrik “Alte Geschichten”, wo frühe Werke von Dir und Deinen Brüdern zu bestaunen waren – gab es Vorbilder für Dich? Woher kommt das Verlangen, Geschichten in Comicform zu erzählen? Und welche Zeichner haben Dich am meisten beeinflusst?

Fernsehen und Comics lesen war bei uns durch den Vater verboten, also meinen Brüdern Peter, Andreas und mir. Unser Vater war sehr streng, musst Du wissen, aber er dachte sich was positives dabei, er wollte, daß wir nicht mit “verdummenden” Medien in Berührung kommen, er selbst war sehr Kunstinteressiert und liebte gute Bücher. Ist ja eigentlich kein schlechter Ansatz, er hat´s nur auf die Spitze getrieben. Und er hat selbst gezeichnet, so Franquin – Zeug, das war beeindruckend für mich. All das hat dazu geführt, daß wir angefangen haben, eigene Comics zu zeichnen. Ich glaube, der Älteste von uns, der Peter hat damit angefangen, mit BATMAN – Geschichten, die er bei Freunden gesehen hat.
Vorbilder gab es viele, so ganz und gar konnte unser Vater die Comics ja nicht aus der Welt räumen: das fing an mit Barks, Goscinny & Uderzo, Foster und ging weiter mit den DC – und Marvel Zeichnern. Später, die Erwachsenen – Comiczeichner: Moebius, Corben, Caza. Danach kam dann der François Bourgeon, der heute noch zu meinen ganz großen Vorbildern gehört.

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Panel aus dem ersten BIZARR BAZAR, 1998

Wann hast Du beschlossen, dein Hobby zum Beruf werden zu lassen? Ist es in Deutschland überhaupt möglich, vom Comiczeichnen zu leben? Ich weiss, das Du so ziemlich für die Sache lebst – wie lässt sich dass mit schnöden Zwängen wie Miete usw. bewerkstelligen?

Den Auslöser kann ich Dir gar nicht so genau nennen, das war so um 1986, 1987 rum, als ich nach Schlosserausbildung und Schlosserausbildung auf den Trichter kam, mich in Werbeagenturen an Rhein und Ruhr zu bewerben. Die Eltern hatten nicht dazu beigetragen, der Entschluss kam von selbst, nachdem ich jahrelang Comics für die Schublade gezeichnet hatte, Bilder für die Schülerzeitung, Illustrationen für irgendwelche Freunde. Bis dahin hatte ich so ziemlich in den Tag hineingelebt und wusste keine andere Möglichkeit da herauszukommen, ich konnte ja nix anderes. Dann kam der Umzug nach Hamburg, das Studium, davor und danach arbeitete ich fast 10 Jahre insgesamt “frei” als selbstständiger Illustrator für Werbeagenturen, u.a. für Ully Arndt bei Public Toons.
Als Enora geboren wurde, musste ja wirklich jeden Monat die Miete reinkommen. Ein paar Jahre lebten wir von Einnahmen diverser Agenturjobs und Zeichentrickaufträgen, gelegentlich gab es mal einen Kolorierauftrag, Christine verdiente natürlich auch durch ihre Tätigkeit als Musiklehrerin. Aber irgendwann wurde die Selbstständigkeit so frustrierend und unsicher, ich hatte ständig das Gefühl über den Tisch gezogen und unterbezahlt zu werden, daß ich einen Schlußstrich zog. Natürlich mache ich zur Zeit noch Illustrationsjobs, aber nur, wenn ich die Auftraggeber und den Job mag.
Seit 2 Jahren arbeite ich nun als Postzusteller, da ist das Einkommen auch relativ gering, aber zumindest regelmäßig und sicher. Und man kann eine Menge Spaß dabei haben, das mache ich lieber, als mich mit Werbeärschen herumzuärgern.

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MECKI in der HÖRZU, für Ully Arndt ghostgezeichnet, 2001

Was treibt Wittek sonst so, wenn er nicht gerade mit dem Zeichnen beschäftigt ist?

Geht Dich nix an.

Auf Deiner Seite gibt es ja das grandiose Gästeblog – warum hast Du angefangen, dort über aktuelle Dinge zu schreiben? Wie wichtig ist die Teilnahme anderer an eben dem Gästeblog?

Der Gästeblog war ja Anfangs ein reines Gästebuch. Spätestens als es die Möglichkeit dort gab, Bilder hochzuladen, entdeckte ich es als Medium, mit den Wittek0815 – Usern in direktesten Kontakt zu treten, vorher lief ja alles sehr über die Website verteilt. Gästeblog deshalb, da es ja eine Mischung zwischen einem Blog und einem Gästebuch ist. Leider hatten und haben die “Gäste” anscheinend immer noch zu viele Hemmungen, ihre eigenen Arbeiten dort zu posten. Ein paar Ausnahmen gibt es ja, aber das ist längst nicht so, wie es am Anfang geplant war.
Wenn man mal davon absieht, daß mein Webwart (Ich bin da ja technisch überhaupt nicht so …) manches auch nicht sehr bedienungsfreundlich gemacht hat. Da gibt es noch einige Macken, die ausgebügelt werden müssen!

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NAZIZOMBIES GEGEN MANGAGIRLIES, 2001.

Und was hat es mit dem “Lying Man” auf sich?

Ja ha. Ursprünglich war der als Hommage an den Hamburger Künstler Christian 3 Rooosen gedacht, der hat auf seiner Website www.3rooosen.de vor Jahren schon seine Fotominiserie LYING MAN IN NEW YORK veröffentlicht. Die fand ich schon immer geil und zu den DIN – Tagen in Dinslaken 2006 habe ich mich da einfach mal in die Einkaufszone gepackt, das war der erste wittek´sche LYING MAN. Eine spontane Idee, danach habe ich mich ein paar mal während der Postzustellung hingelegt, in TNT – Uniform und das wurde dann ruckzuck ein Selbstläufer. Die LYING MAN IN HAMBURG haben der Arbeit dann selbstverständlich noch einen zusätzlichen Kick gegeben, deshalb haben die soviel Spaß gemacht. Mittlerweile gibt es die Reihe LYING MAN IN EIMSBUETTEL (das sind die Bilder, die privat und nicht auf der Arbeit aufgenommen sind) einige Gastbeiträge von Kollegen und ein Plagiat auf einem Rowohlt – Katalog.
Unklar ist, ob die das von mir oder von 3Rooosen abgekuckt haben, definitiv wurde aber 3Rooosen plagiiert.

Wie siehst Du den Zusammenhalt der deutschen Comicszene, speziell Zeichner? Beim Farmtreff (das monatliche Treffen der Alligator Farm) hängen ja schon immer eine Menge Leute rum und man scheint sich gut zu verstehen – ist das ein eher regionales Ding? Wie sieht es mit den Zeichnern aus anderen Städten bzw. Ländern aus? Tauscht man sich aus, arbeitet man zusammen?

Definitiv. Allein der Comicsalon in Erlangen, der alle 2 Jahre stattfindet und die größte deutsche Comicveranstaltung ist, zieht Unmengen von Zeichnern aus dem deutschsprachigen Raum an, ähnlich ist es auf kleineren Comicveranstaltungen, z.B. auf diversen Comicfestivals oder Messen in Hamburg und Berlin, Möglichkeiten gibt es immer. Der Alligatorfarm – Stammtisch ist ja genauso ein Comic – Mikrouniversum wie der INC.- Stammtisch, früher gab es ja auch das von der INC. initialisierte HEFTICH – Festival und die großen Comicausstellungen AM ANFANG WAR DER STRICH, etc. Der Wille, sich regelmäßig zu treffen ist immer vorhanden, das ist alles sehr familiär unter Comiczeichners.
Die gemeinschaftliche Zusammenarbeit an einem Projekt ist da ein bisschen komplizierter, wenn man nicht in einer Stadt wohnt, aber so was ist hinzukriegen und wird immer hinzukriegen sein. Interessant, wenn man bedenkt, daß früher sowas über Fotokopien und die Deutsche Bundespost lief …

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Panel aus DIE INSEL DER HEILUNG, getextet von Sven Taucke, 2008

Stell Dir vor, Deine Tochter kommt irgendeinmal auf die Idee, es Ihrem Papa gleichzutun und eine ähnliche Karriere anzustreben, wie Du sie angetreten hast – was würdest Du Ihr raten? Oder würdest Du darauf pochen, dass sie doch lieber eine Banklehre macht?

Arrgh. Darüber haben Christine und ich schon geredet, aber wir sind uns nicht sicher, wie wir auf so etwas reagieren werden. Was Enora will, muß sie für sich entscheiden … Man wird sehen, wenn sie Tennisstar werden will, halten wir sie vielleicht davon ab. Nee. Für die Frage ist es einfach noch ein bisschen zu früh.

Wir kommen gleich zum Schluss, vorher hätte ich aber gerne noch ein paar Empfehlungen für die Leser: Zeichner, Graphic Novels, Comics – muss nichts aktuelles sein, können auch gerne Klassiker sein…

ELEKTRA LIVES AGAIN von Frank Miller. DIE GEFÄHRTEN DER DÄMMERUNG und REISENDE IM WIND von François Bourgeon. ARZACH und DIE HERMETISCHE GARAGE DES JERRY CORNELIUS von Moebius. DEN, MUTANT WORLD und BLOODSTAR von Richard Corben. MAUS und BREAKDOWNS von Art Spiegelman. SPIRIT von Will Eisner. PALESTINE von Joe Sacco. Die SKETCHBOOKS von Robert Crumb. BOILED ANGEL von Mike Diana. Die Heftreihen HOPITAL BRUT von Le Dernier Cri aus Marseille/Frankreich und THANK GOD IT`S UGLY von Marcel Ruijters aus Harlem/Holland. HARD BOILED und RUSTY THE ROBOT von Frank Miller und Geoff Darrow. Nicht zu vergessen, der BIZARR BAZAR #1 von Wittek im Zwerchfell Verlag.

Nun die letzte Frage: Welchen Tipp hast Du für angehende Zeichner?

Das Aktzeichnen gehört zum Wichtigsten, wenn man anständig Comic zeichnen lernen will, nach wie vor. Selbst, wenn man sich auf Funnies, also Micky Maus – Geschichten, spezialisieren will, ist das Aktzeichnen nach Modell unerlässlich (Fotos bringen herzlich wenig). Eine der wichtigsten Grundlagen. Und – während des Studiums ist mir aufgefallen, wie wenig man autodidaktisch über Komposition lernt, über Farbwirkung, über Dramaturgie. Die ersten drei Monate im Studium haben mir das Gefühl gegeben, ich hätte in der Beziehung vorher mindestens 20 Jahre geschlafen. Und das wichtigste ntürlich – Ihr wisst, was jetzt kommt: Fleiss, Übung, Übung, jeden Tag mindestens eine Stunde zeichnen.

Und dabei viel Spaß haben!

Danke für Deine Antworten, Wittek!

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Wittek, Comiczeichner und Illustrator aus Hamburg, brachte 1998 mit dem Comiczeichnerkollegen Olaf “Loppe” Zelewski die BOILER – Comics heraus, deren schräges Science – Fiction Universum hauptsächlich aus Maschinen- und Schrottteilen besteht. Für ein paar Jahre wirkte er als 1. Vorsitzender der Initiative Comic Kunst e.V. (INC.) sowie als Veranstalter der Undergroundcomicbörse HEFTICH. Zwischen 2003 und 2008 agierte er als Herausgeber von 6 Ausgaben der Comic-Anthologie PANIK ELEKTRO (Schwarzer Turm). Eine ausführlichere Biografie findet Ihr hier, mehr von Witteks Arbeiten gibt es hier und auf seiner Website zu sehen.

Wittek – Foto: © Andreas Ebben 2007.
Zeichnungen: © Wittek 2008.
www.wittek0815comix.de

Unser eigenes Magazin

Magazin

Vor einigen Wochen gab es bei uns mal die Diskussion, ob es nicht sinnvoll wäre alle Shirt Contest Winner des Jahres in gesonderter Form zu präsentieren. Als Buch, Online Flash Magazine oder ähnliches. Ein Best of. Gute Sache dachten wir uns und ich machte mich auf die Suche. Natürlich war es mir zu einfach das Ding “einfach” drucken zu lassen und als halbwegs geekisch veranlagter Mensch habe ich Himmel und Google in Bewegung gesetzt, um eine Lösung zu finden. Yopi, und ich hab was gefunden…und das ist so cool wie ich finde das ich es euch hier nicht vorenthalten möchte.

Man könnte z.B. auch die besten Stylespion Artikel des Monats mit diesem Service in Printform gießen :-)

Der Service heißt Mag Cloud und funktioniert so. Man uploaded seine Pdf zu Mag Cloud. Den Rest übernimmt der Service. Angefangen vom Druck via HP Indigo Technologie über den Versand bis hin zum Aboservice. Eine Seite kostet 20 Cent als Basispreis. Um selbst auch ein bisl an seinem publizierten Magazin zu verdienen hat man die Möglichkeit auf den Basispreis pro Seite eine “Provision” aufzuschlagen, die in die eigene Tasche fliesst. Isn’t it easy?

Also Kai und verehrte Mitleser. Vielleicht ist das ja was für euch?!

Cheers, Andre

Blogempfehlung: No Trends

no-trends

Der Düsseldorfer Stefan Wirtz hat ein neues Blog: No Trends. Erst diesen Monat gestartet, schreibt Stefan dort fundiert über die Wiederbelebung alter (Retro-) Produkte und Styles im Marketing:

“Anstatt neue Wege zu gehen, setzen Kreative und Marketer auf das Bewährte, auf die Vergangenheit, auf Stilvorlagen klassischer Produkte – erst einmal No Trends eben … !

Retro ist ein Spiel mit Ironie, mit Exklusivität, mit Fantasie und häufig setzen (absatzorientierte) Retro-Kampagnen seitens externer Bezugsgruppen ein nicht unerhebliches Wissen (Humankapital) voraus um final pointiert, anarchisch, bissig oder böse bei möglichst vielen Informationsabnehmern (Stichwort: Netzwerkeffekte) an die gute alte Zeit zu erinnern.”

Stefan hat sich eine wunderbare Nische herausgepickt, und ragt mit den bisher 16 Beiträgen bereits jetzt weit aus dem Kreise der deutschen Blogs heraus. Unbedingt vorbeischauen.

No Trends

Blogempfehlung: …this is a lovely werkstattbuch

werkstattbuch

Mensch, dass ich so etwas noch erleben darf!
Nach meinem Gemeckere über die wenigen (guten) schicken deutschsprachigen Anleitungen zum selber machen von Möbeln oder kleineren Gadgets, taucht da eben in meinen Referrern …this is a lovely werkstattbuch auf.

Seit April 2008 werden dort im Stile eines Fanzines, kleine und große Projekte vorgestellt, die nachbastelbar sind. Der Autor oder die Autorin (Name leider auch im Impressum nicht herauszufinden) bietet die Bauanleitungen als kleine druckbare Heftchen an – mit viel liebe kommentiert und grafisch aufgearbeitet. Noch bin ich mir nicht sicher, ob ich die Idee, die Anleitungen ausschließlich als Druckvariante anzubieten, genial (da eigenständig) finde, oder ob ich als onliner lieber auch eine Variante in normaler Text und Bilder Version hätte. Ich bin jedenfalls erstmal entzückt, und freue mich auf 1000 weitere Ausgaben der DIY “lovelys”.

Unbedingt hin da! …this is a lovely werkstattbuch

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