David Jon Kassan malt ultrarealistische Portraits

david-jon-kassan

Man muss schon verdammt genau hinsehen, um zu bemerken, dass die Portraits von David Jon Kassan keine Fotografien sind:

“As an expression of his own calculated observation and visual consumption of surrounding environment, introspective glimpses of reality imbue the art of David Jon Kassan. By immersing himself into his subject matter, Kassan is able to infuse his paiinting with life and realism.”

Hier ein Foto von David bei der Arbeit.

david-jon-kassan-studio

Zum Portfolio David Jon Kassan (via)

20 Kommentare (closed)

  1. Das ist ja echt unglaublich. Der muss ein sehr gutes Auge für ‘s Detail haben.

  2. Hm,
    mir erschließt sich der Sinn photorealistischer Gemälde bis heute nicht. Im Zeitalter von wirklich guter Fototechnik ist das letztendlich Zeitverschwendung und reine Profilierung.

    Klar, es ist beeindruckend. Aber dahinter steckt letztendlich kein nennenswerter künsterlischer Prozess, sondern reine Fleißarbeit. Würde er seine Detailverliebtheit und sein Durchaltevermögen in Bilder investieren, die mehr Aussage als “ich male fast so gut wie ein Foto fotografiert” enthalten, würde er sicherlich wirklich gute Werke zustande bringen.

    Meine Meinung…

  3. Muss man nicht vielmehr die philosophische Seite so einer Arbeit betrachten?
    Was ist Realität, wo beginnt sie und wo endet sie?
    Wo lassen wir uns täuschen, wo nicht?
    Ich denke, dass, neben der Begeisterung für sein Können – denn auch mit reiner Fleißarbeit würde ich das nicht hinbekommen – vor allem diese Dinge zählen, oder?

  4. Ein interessanter Ansatz, Besim. Aber ich unterstelle einem Großteil der realisitisch arbeitenden Künstlern, nicht so zu denken.

    Letztendlich behaupte ich, dass ein gemaltes Portrait, das durch malerische Anmutung und konsequenter Nutzung der Möglichkeiten der Bildgesaltung viel kraftvoller und stärker wirkt, als ein Bild, das jedem Detail die gleiche Aufmerksamkeit schenkt.

    Ich möchte die Arbeit Kassans nicht herabwürdigen, ich glaube nur er könnte bedeutendere Dinge erreichen.

  5. Um ehrlich zu sein, kannte ich Kassans Arbeiten bis heute nicht und weiß auch nichts über seine Biografie, deswegen weiß ich nicht, welche Intentionen er verfolgt oder wie er denkt.

    Ich kann deine Meinung durchaus nachvollziehen, aber als Optimist hoffe ich natürlich, dass mehr hinter seiner Arbeit steckt. Und natürlich ist Kunst wie immer auch Geschmackssache. Gemalte Porträts, denen man ihren Charakter ansieht, haben auf jeden Fall etwas Kraftvolles und Starkes, aber so realistische Porträts finde ich persönlich auch sehr beeindruckend.

    Welche bedeutenderen Dinge könnte Kassan denn mit seiner Arbeit erreichen?

  6. Nehmen wir doch mal die beiden Bilder im Eintrag hier als Beispiel:

    Sie sind realistisch, technisch versiert umgesetzt und zeigen jeweils eine relativ schöne Frau in mehr oder weniger “Allerwelts”-Posen vor einem Hintergrund der verschiedene monographische Elemente zu einer Art Textur verbindet.

    Doch mir fehlt für ein Portrait die Persönlichkeit, der Bezug zur festgehaltenen Person, der ein wirklich gelungenes Portrait ausmachen sollte. Ich gebe zu, keine der beiden zu kennen, aber im Grund genommen sind das zwei nichtssagende, Technikdemonstrationen. Zumindest wirken sie so auf mich.

  7. Das kann ich nachvollziehen!
    Daran ist aber Kai schuld :), denn er hat die Beispiele ausgesucht!

    Klar gibt es ausdrucksvollere oder gehaltvollere Porträts, da stimme ich dir zu! Vielleicht befinden sich solche sogar in seinem Gesamtwerk, aber zur Demonstration finde ich diese nicht schlecht, denn nur darum geht es in diesem Beitrag erstmal, denke ich.

    Mal sehen, ob sich bessere Bilder bei ihm finden lassen…

    Hat mich gefreut!

    PS: Mir ist das wirkliche Fotografieren auch lieber ;)

  8. Wie gesagt, möchte ich die Arbeit Kassans nicht schmälern. Ich wollte nur zum Reflektieren anregen, denn davon lebt die Kunst doch. :)

    Hat mich ebenfalls gefreut!

  9. Ouh ha.. das Geld welches er für eine Spiegelreflex Kamera ausgeben würde,
    investiert er aber in Ölfarben. Nicht unbedingt Kostengünstig, solche Portraits,
    allerdings unglaubliche künstlerische Leistung. Respekt.

  10. Ich sehe in seinen Arbeit keinen Ausdruck von Kunst, sondern nur Technik, so kurzweilig wie Speedpaintings bei youtube.

  11. Ich kann mich Max und Johann anschließen. Sehr beeindruckend das Ganze. Aber eben überhaupt nichts neues sondern ein PopArt-Überbleibsel. Gerade die Genauigkeit und das maschinelle der Arbeit reduzieren den künstlerischen Ausdruck an dieser Stelle. Diese Bild im Besonderen erinnern mich spontan an irgendwelche IKEA Billigprints.

  12. dafür kann er zeichnen wovon andere nur träumen, und träume kann man nicht fotografieren :)

  13. Ich kann die Einwände verstehen, doch in der Geschichte der Kunst trifft man überall auf Kopien. Ein Künstler der mir gut gefällt und auch photorealistisch arbeitet ist Diego Gravinese.

  14. Mein Gott, das ist schon fast unglaublich! Also, schön finde ich es nicht, aber die Technik ist Fantastisch!

  15. Pingback: Diego Gravinese - StyleSpion