Dos Cervezas – Ein Besuch in Madrid

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Es muss gleich an unserem ersten Tag in Madrid gewesen sein, dass ich beschlossen habe, Madrid erneut zu besuchen. Ganz sicher waren dafür nicht die 38 Grad, die uns am Flughafen um halb neun abends empfingen, verantwortlich. Beinahe ganz Madrid, oder zumindest die Viertel Madrids, die wir in den viereinhalb Tagen besucht haben, riecht nach fantastischem Essen. OK, die anderen Ecken stinken, wie jede Großstadt.

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Madrid strahlt das pure Leben aus. Jedes zweite Gebäude scheint eine Taverne, ein Restaurant, ein Cafe oder zumindest eine Cervezeria zu beherbergen. Dass ein Madrilene eher selten schläft, stand zwar in den Reiseführern, glauben wollte ich das aber nicht. Stimmt aber. Egal zu welcher Zeit wir unterwegs waren, egal wann ich auf dem kleinen Balkon unseres Hostals stand: die Stadt und ihren Einwohner waren aktiv.

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Madrid kann (und sollte) man ganz wunderbar zu Fuß durchqueren. In wenigen Minuten hat man so die Möglichkeit, in ein neues Viertel einzutauchen. Manche “Barios” unterschieden sich eher durch feine Nuancen, und genau das hat es so spannend gemacht.

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Obwohl gerade im August Unmengen Touristen die Stadt besuchen, und viele Einheimische vor den extremen Temperaturen (die höchstens zwischen fünf und sieben Uhr morgens unter die 30 Grad Marke fielen) flüchten, war es schön zu sehen, dass sich die Stadt nicht für die Touristen gefällig macht. Ganz im Gegenteil. Wir mussten uns unseren Weg durch die Speisekarten kämpfen, haben mit Händen und Gesten bestellt, verflucht, dass wir nicht einmal den geringsten Wortschatz im spanischen Aufbringen konnten, und die Hoffnung, dass jemand zumindest wenige Worte Englisch spricht, schnell verworfen.

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Ich möchte mich nochmals für eure Tipps bedanken, wir haben viele davon besucht. Am abenteuerlichsten war sicherlich der Besuch im “El Tigre”. Eine Tapasbar, die, vorsichtig formuliert, nicht gerade auf Touristen wartet. Die beiden Kerle hinter der Theke schienen neben ihrer Tätigkeit Bier zu zapfen und ständig Teller mit Tapas Leckereien (Gratis zum Bier!) vollzuklatschen, noch auf eine Rolle im nächsten Guy Ritchie film zu trainieren. Ihre Blicke haben uns mehrmals getötet, aber es hat sich gelohnt. :)

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Vom zweiten Teil unserer Reise nach Galicien werde ich in den nächsten Tagen berichten. Ich habe es tatsächlich geschafft, knapp zwei Wochen beinahe gar nicht online zu gehen. Eine Wohltat, selbstverständlich. Die aufgeflaufenen Mails werde ich in den nächsten Tagen bearbeiten, für meinen Feed-Reader muss ich mir noch etwas überlegen…

Achso, ich habe auch Fotos gemacht. Hier eine kleine Auswahl der Fotos aus Madrid.

18 Kommentare (closed)

  1. Dann Willkommen zurück!
    Freu mich schon wieder auf deine Blogbeiträge, die Bilder führe ich mir nachher mal zu Gemüte.
    Bissel Urlaubsstimmung aufkommen lassen bevor es Morgen wieder an die Arbeit geht ;)

  2. Sehr schön, freut mich, dass es euch gefallen hat. Ich bin mittlerweile auch wieder zurück und im “alten” Leben.

    Ich erkenne den Templo de Debod, Prado, das Fatiguas del Querer, den Plaza Mayor, Sol und ein Museo de Jamón wieder. Schöne Fotos.

  3. Das Bild von dem Restaurant mit der Frau ist echt super! Die Wand verbreitet einen genialen Charme.

  4. Danke für die Bilder! War dieses Jahr auch eine Woche in Madrid, und da kommen mir gerade so einige schöne Erinnerungen hoch.

    Wie ich sehe, hast du auch das Museo de Jamón fotografiert (zweites Foto von oben). Auf so eine Idee können auch nur die Spanier kommen: Eine Schinkenfeinkost-Ladenkette “Schinkenmuseum” nennen…

  5. das erste Bild ist super. man muss zweimal hingucken bis man sieht das Herr Müller da die Kamera in der Hand hält.

  6. Euer Selbstportrait ist witzig. Ich muss auch mal wieder nach Spanien. Nur verzeihen mir die Spanier mein schlechtes Spanisch kaum, handelt es sich doch um meine ursprüngliche Muttersprache, die ich fürchterlich einrosten ließ. Seufz.

  7. Hallo Kai, tolle Fotos! Man bekommt richtig Lust auf Madrid!
    Ich fahre in drei Wochen selbst dorthin. Kannst du euer Hostel empfehlen? Wenn ja, wie hieß es?

  8. ich bin begeistert von den bildern!
    scheint ein toller urlaub gewesen zu sein.

  9. Was mir besonders beim 4. Bild auffällt – wie verfährst du beim Ablichten fremder Menschen? Motiv erkennen – draufhalten – auslösen? Andererseits soll ja nicht jeder begeisterter Kleindarsteller sein …

  10. Pingback: Mein 2009 in Bunt - StyleSpion