Finding Berlin und ein bisschen mehr

Ein Blog aufzusetzen dauert mit etwas Ahnung nicht länger als 30 Minuten – keine große Sache, keine Zauberei. Ein Blog mit Leben zu füllen, bedarf schon etwas mehr. Leben, nicht Beiträge! Vergleicht man die Zahl der Blogs, deren Betreibern man gerne mitleidig auf die Schulter klopfen möchte*, mit der Anzahl der Blogs, deren Inhalten man gerne die volle Aufmerksamkeit schenkt, ist das Ergebnis eher erschreckend.

Sara ist jung, lebt seit zwei Jahren (oder so) in Berlin, hat einen Job, twittert wie bescheuert, schreibt in ihrem Blog, schreibt oder schrieb manchmal für Spreeblick, kommentiert ständig in anderen Blogs, geht bald auf Weltreise (und bloggt darüber) und weil sie das scheinbar nicht genügend auslastet, hat sie vor ein paar Wochen ein weiteres Blog gestartet: Finding Berlin.

“finding berlin takes you on a subjective and intimate view through the city. from the perspective of someone who has lived here long enough to appreciate what the city has to offer- and still hasn’t seen everything. this is for everyone who loves the city, who wants to get to know the city, who wants to make a quick trip. this is for everyone who has forgotten what berlin has to offer. but most importantly, this is my personal tribute to a place that changed my life with a lasting impact.”

Ja, Sara schreibt da auf englisch, weil sie es kann. Ja, Sara schiesst auch Fotos für Finding Berlin. Sie kann das aber nicht, sagt sie. Ständig. Hin und wieder chatte ich mit Sara, meistens geht’s um irgend einen Kram, der hier nichts zu Sache tut. Und dann erzählt sie mir wieder, wie gut dies und das wäre, was ich gemacht habe. Und sie würde ja so gerne, aber… bla bla.

Sara weiss nicht, dass ich diesen Beitrag gerade tippe. Sie scheint auch nicht zu checken, wie viel Talent sie hat (lest einfach mal ein paar ihrer Texte). Und dass selbst ihre Fotos gut sind, weil sie ehrlich sind. Dass ich froh wäre auch nur 20% ihres Schreibtalents zu haben, behalte ich für mich.

Genau wie die beiden Marcels, gehört Sara für mich zu einer Generation von Bloggern, die nicht nur talentiert sind, sondern auch cool. Und ich würde einiges dafür geben, dass sie den etwas in die Jahre gekommenen Bloggern (Glashaus), die seit einer gefühlten Ewigkeit die gleichen langweiligen Listen anführen, noch etwas mehr Feuer geben würden.

* Jaja, gemein! Aber eigentlich habt ihr verstanden, was ich meine.
** Disclaimer: Ich habe Sara nie getroffen, also seid lieber vorsichtig.
*** Das schlechte Foto oben ist von Sara
**** Wie es zu diesem Beitrag kam:

14 Kommentare (closed)

  1. Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen! Genieße auch jeden Artikel, den ich lese! Ich sage nur: Danke Sara weiter so!!

  2. Sara ist das beste Mädchen in diesem Internet. Egal was sie macht. Freue mich schon auf havelovewilltravel on tour.

  3. Wir werden halbherzig in Nebensätzen erwähnt. Ich habe schon coolere Sachen erlebt. u_u

  4. Ihr seid doch alle völlig bekloppt. Freut ihr euch denn dann überhaupt noch, wenn ich die Nacktbilder auspacke?

    Übrigens wusste ich gar nicht, dass havelovewilltravel.de so gerne hier gelesen wird.. hatte ja überlegt, das auf Eis zu legen und komplett die Weltreise über findingberlin.com abzuhandeln (der zweite Teil, boys & girls!)… und jetzt sabber ich hier nur rum und krieg keinen gescheiten Gedanken vor Ehrfurcht und Scham weil meine Wenigkeit hier erwähnt wurde.

    Ihr seid alle fantastisch und ohne euch würde gar nix. Danke.

  5. Sara ist auf jeden Fall ein Herz – sowohl ihr Schreibtalent als auch die Bilder sind großartig. Ich mag sie auch in echt – da ist sie nämlich genauso – nett :D

  6. da glaubt man ja fast, man lebt hinterm mond, wenn man bisher noch nichts von dieser großartigen sara gehört hat. :)

  7. Nee, hab auch noch nichts von Sara gelesen, aber die Startseite ihres Blogs mit den Fotos finde ich ja sooo toll. Hmmm … ich muss bei mir dringend umbauen.