Frame by Frame – Photos von Martin Wilson

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Wenn ich mir die Arbeiten von Martin Wilson anschaue, und das tue ich schon eine ganze Weile, überkommt mich eine Mischung aus Neid und Kopfschütteln. Martins Arbeiten benötigen Zeit, gute Planung und Konzentration. Jeder Fehler würde die ganze Arbeit zunichte machen.

“My pictures are painstakingly created frame by frame on 35mm film. I get the whole film developed, scan it, then piece the final image together on the computer, making a large contact sheet. It’s only when the completed film strips are laid out side by side in the contact sheets that the final image appear.”

“Each work usually takes months to complete, as each frame is obsessively taken in sequence. No pasting together after the event, no cheating in Photoshop!
If I make a mistake or take a frame out of place I start the film again from the beginning. “

Selbst wenn er mit Photoshop arbeiten würde, um etwaige Fehler auszumerzen, wären die Arbeiten noch große Klasse. Auf seiner Website findet ihr 16 Werke. Nehmt euch ein wenig Zeit dafür.

Photocredit: Martin Wilson

12 Kommentare (closed)

  1. Hehe, super coole Bider! Danke für den Tipp. “Little Green Men ” und “A Message From the Bears” gefallen mir am besten. Schöen Ideen.

  2. Wow, tolle Bilder.
    Immer wieder schön zu sehen, dass es noch Leute gibt, die in Zeiten von Photoshop & Co., ihre Arbeiten noch “per Hand” machen. Respekt für soviel Arbeitsaufwand. Sehr schöne Bilder. (Am besten gefällt mir “New Life”.)

    Danke Kai!

  3. Wow, einfach nur Wow. Am besten sagt mir “New Life” zu, wobei man anerkennen muss das seine anderen Werke auch einfach nur klasse sind!

  4. Gute Arbeiten. Dennoch verstehe ich die Leute nicht die sich Photoshop verweigern. Analoges Fotografieren ist toll, ohne Frage. Mache ich ja unter anderem auch. Aber bei der hier gezeigten Arbeit zB. alles nur händisch im Labor zu machen ist etwa so als würde sich jemand hinstellen und sagen: Hey jeder kann ein Haus bauen, aber ich hab es ganz allein und nur unter zuhilfenahme eines Teelöffels gebaut.

    Ich weiß nicht ob ich zu sowas gratulieren, lachen oder mein Beileid bekunden soll.

  5. @David: genauso geht es mir mit deinem komentar. ;)

    wenn man mit analogen frames arbeitet ist es für mich nur “echt” wenn man auch alles analog macht.

    Dieser post ist einer der besten seit langem.
    vielen dank Kai!

  6. Was an Photoshop ist denn nicht “echt”? Was glaubst du was in der Dunkelkammer früher rumgefummelt wurde. Abzüge über Abzüge wurden da retuschiert, nachbelichtet und Entwickler in den verrücktesten Mischungen angerührt.

    Es ist schlicht und einfach aufwändiger das im Labor zu tun. Nicht mehr, nicht weniger. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. Die richtige Entscheidung über analog vs digital kann imho nur stehts aufs Neue und projektbezogen getroffen werden.

    Der Fall hier ist für mich übrigends eine klare Entscheidung für digital, oder zumindest digitale Bearbeitung der analogen Negative.
    Vorteil für digital: Schneller, einfacher, weniger fehleranfällig, weniger Risiko
    Vorteil für analog: Filmkorn (wenn mans braucht), eventuell bedachteres Arbeiten
    Vorteil für analog mit digitaler Dunkelkammer: Filmkorn (wenn mans braucht), eventuell bedachteres Arbeiten, Schneller, einfacher, weniger fehleranfällig, weniger Risiko

    qed ;)

  7. Pingback: links for 2009-11-06 | Nerdcore

  8. @ David:
    Aber gerade der Punkt, dass es nicht digital gemacht ist, macht diese Bilder doch so besonders. Ein paar Bildchen mit Photoshop nebeneinander anzureihen kann doch jeder! ;)

  9. also ob man jetzt digital bearbeitete photos mag oder nicht, in diesem fall wäre die digitale variante doch ziemlich langweilig und belanglos…
    wie lorenzo schon geschrieben hat, ein paar photos am rechner aneinanderreihen kann ja (fast) jeder.

    ich bemitleide eher die leute, die ohne photoshop kein einziges vernünftiges photo, geschweige denn so eine serie, auf die reihe bekommen würden ;)

  10. Wilson ist Fotograf und Sammler – das unterscheidet ihn von vielen anderen Fotografen wie ich finde.