Ich habe Filme entwickeln lassen

Meine Schwärmerei für die analoge Fotografie kennt beinahe kein Ende. Naja, eben auch nur beinahe – das Ende ist bei mir bisher immer vor dem Gang zum Fotolabor gekommen. Hier liegen bestimmt noch 5 Filme rum, die ich mit Holga, ner analogen Nikon SLR, mit der Diana Mini und und verschossen habe. Um es kurz zu machen, ich habe gestern drei Filme – alle zwischen Weihnachten und Neujahr verschossen – beim Fotofachlabor abgegeben. Ich habe sie dort entwickeln und scannen lassen, was mich einen Haufen Schotter gekostet hat. Nun, einer der Filme ist völlig für die Katz. Alle Fotos die ich mit der Diana Mini gemacht habe, wurden nix. Bezahlt habe ich dafür natürlich, weil das Labor trotzdem auch diese „Fotos“ gescannt hat. Die beiden Filme in der LC-A wiesen immerhin erkennbare Motive auf. Die Schwarzweiß Fotos sind mit einem Neopan 1600 gemacht, die farbigen mit einem Slide/X-Pro.

Ich poste einen Teil der Fotos hier einfach mal. Mit meinem Fazit lasse ich mir noch etwas Zeit, sieht aber eher mies aus :)

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46 Kommentare (closed)

  1. Also ich finde einige Bilder sogar großartig! Genau darin liegt der Charme des Analogen: Am unperfekten! Du hast mit Lomo-Kameras Lomo Bilder gemacht – hattest Du etwas anderes erwartet?

  2. Jaaa…damit kann ich mich anfreuden! Wahnsinn. Ich freu mich schon auf meine Fotos mit dem Neopan und so ein Slide/X-Pro werde ich mir auch mal zulegen. So schön körnig. Die mit der Natur (Ente, Bäume..) gefallen mir sehr gut. Die Fotos von eurem Abendessen könnten auch von 1950 sein, das mag ich auch.
    Hoffentlich sieht man bald mehr davon bei dir, meiner Meinung nach lohnt sich das investierte Geld!

  3. Ich finde die meisten der Bilder wunderbar! Sie zeigen genau das was die Millarden-Millionen-Mega-Pixel-Digi-Knipsen nicht hinbekommen, ich nenn es mal “Patina”! Es wirkt so authentisch, aber auch sehr voyouristisch, da wurde “der eine Moment” festgehalten! Bei digitaler Fotografie gibt es keine Momente weil einfach ALLES dokumentiert wird!

    Ups! Hab ich das eben geschrieben??
    Lasst das bloß nicht Holger lesen! (Insider – ich schicke ihm den Link, vielleicht sagt er was dazu, ein toller analoger Fotograf!)

    Was mir aber auffällt, was ich mag, aber nicht weiß ob das so beabsichtigt ist. Die Bilder sehen total alt aus! So nach Siebzigerjahre, bzw. die farbigen nach den 80ern. Das mag aber noch verstärkt werden von Tapete, Mode und Oberlippenbart! :)

    Mein Fazit fällt positiv aus!
    Und ich werde meine alte analoge Kamera auch mal voll machen und zur Entwicklung bringen, weiß gar nicht welcher Hersteller auf jeden Fall ist die Knipse älter als ich und der Film seit ca. 4-5 Jahren schon im Gehäuse.

    Danke für die Inspiration!

    der * andre

  4. die bilder bis zum spiegel-selbst-portrait finde ich echt super. :D
    habe mir heute auch mal wieder einen sw-film gekauft. analog yay.

  5. Ich kann deine leichte Verärgerung verstehen, da freut man sich so und die Hälfte ist nix geworden – kenn ich gut.

    Ich finde aber vor allem das Bild mit der Gans und die Bilder vom See gelungen – und wenn ich mir die Reihe so anschaue und mir vorstelle, dass es ein Ausschnitt von deinen Feiertagen ist, so sieht mir das nach vielen schönen persönlichen Erlebnissen aus. Und die zählen.

    Und genau so solltest du das auch sehen :)

    (und nächstes mal einfach immer ISO400 und Blitz ;) )

  6. moin moin,

    (achtung, nicht völlig ernst gemeinte polemik)
    auch, wenn ich vermutlich jetzt die spaßbremse in der runde sein werde – warum ist analoge filmfotografie nochmal toll?

    ist doch anstelle des films nur ein anderes trägermedium (karte), durch das scannen wird es wieder digitalisiert, im grunde ist durch die dititaltechnik ja nur ein dititalisierungsschritt eingespart.

    und wenn man die digitalkamera wahlweise auf automatik oder manuell stellt und die art der belichtungsmessung ändert, kriegt man auch da genau solche ergebnisse, klebt man noch das display ab und guckt sich die speicherkarte mit ner woche verzögerung an, hat man genau den selben effekt und ein paar euros gespart.
    *duck

  7. zwei fragen dazu: du schreibst das du ein vermögen dafür bezahlt hast, kannst du evtl. einen preis nennen? alle fotos von der diana mini wurden nichts (autsch, ich habe meiner freundin genau dieses modell zu weihnachten geschenkt), was für einen film hast du benutzt, liegt der fehler evtl. an der kamera selbst?

    ich finde die landschaftsaufnahmen sind ganz toll geworden …

  8. Gerade das unperfekte macht diese Bilder sehenswert. Perfektion ist unnatürlich und damit nicht authentisch.

    Ich habe mich in Bild No. 3 verliebt. Genau solche Aufnahmen machen noch in Jahren Spaß, gerade die Veränderungen zu entdecken. Tolle Momentaufnahme.

  9. charme hin oder her… ein paar fotos sehen aus wie mit meinem alten motorola v600 handy geschoßen..
    motive sind dann halt das was überzeugt..

  10. Nun ja, wie der eine Kollege sagt: Wo Lomo drauf steht, da kommt auch Lomo raus.
    Das unperfekte liegt ja nicht nur am analogen, sondern auch daran, das auch alles andere an einer Lomo fehlt, was bei bisheriger Fotografie zum Erfolg, also zur Perfektion führte.
    Die Linse ist aus Plastik und nicht vergütet, überstrahlt, verfärbt, vignettiert und hat Randunschärfen, der Belichtungsmesser fehlt komplett und so einiges andere.
    Analog ist dann eigentlich eher das Filmkorn, seltsame Kontrastumfänge und diverse Farbstiche. Da kommt dann aber noch das Filmmaterial zum tragen und was das Labor draus macht. Wie sehr sie versuchen aus einem total falsch belichteten Negativ ein halbwegs “richtiges” Bild zu zaubern.
    Wer sich da noch mal rantrauen will, dem empfehle ich alte, überlagerte Diafilme wie kodak Ektachrome, möglichst
    hochempfindliche SW-Filme wie Kodak Tri-X oder Ilford HP5 oder alte DDR-Bestände von Orwo. Scannen lassen macht absolut Sinn und ist auch sein Geld wert, denn allein der ganze Dreck auf dem Scanner war schon Grund genug digital zu werden.

    Wer aus seiner Multi-Mega-Pixel SLR etwas lomoeskes machen will ohne sich den ganzen Chemiekram wieder ans Bein zu binden, der kann sich auch vorne lensbaby dranschrauben. http://www.lensbaby.de.

    Und noch eine gute Nachricht für Analog- und Fehlfarben-Fetischisten:
    Laut Spiegel Online ist ein Wohltäter daran eine alte Polaroid-Flm fabrik wieder zum laufen zu bringen, sodass ihr Vattis Polaroid SX-70 doch nicht zu ebay tragen müßt.

    Gruß
    Holger

  11. Ich finde die Bilder großartig!
    Zur Zeit begeistere ich mich auch immer mehr für die analoge Fotografie. Das ist einfach ein ganz anderes Feeling. Wem das zu teuer ist, empfehle ich, die Filme in der Drogerie entwickeln zu lassen. Reicht meiner Meinung nach vollkommen aus. Von den schönen Bildern kann man sich dann immer noch hochwertige Abzüge machen lassen. (:

  12. Mir gefällt es auch super. Hab heute auch Analog-Bilder von meiner CX-2 abgeholt, von denen ist die Hälfte nix geworden, aber gut, mein Fehler. Bin gerade am Scannen, stell nachher welche online.

  13. na hola sind da einige verrauscht, aber man erkennt das du die gemacht hast…haben auch noch vor ca 300 diapositive einscannen zu lassen…das wird nich günstig :P

  14. Die Bilder haben Charme, ja. Ich persönlich bin niemand, der dem Analog-Fetischismus folgt, aber das ist (wie immer) Geschmacksache, dennoch kann ich nachvollziehen, warum grade analog geschossene Fotos auf manche so eine große Anziehung ausüben. Ein Vorteil hat es: der Fotograf beschäftigt sich wieder mehr mit dem Motiv, als mit der Technik :)

  15. meine diana mini funktioniert super ! schade wenn es bei dir nicht geklappt hat.. muss aber auch sagen, dass manche Bilder nicht aus dem fotolabor zurück gekommen sind, aber alle anderen waren wunderbar.
    versuchs nochmal, die anderen bilder sind ja auch super :)

  16. …ich kann auch ein Liedchen von Entwicklungskosten und Lomo-Ausschuss-Quote singen.., aber was soll’s…macht doch Spass so zu fotografieren. Ich mag die Bilder!

  17. Besonders die Farbbilder finde ich klasse. Ich kenne dutzende von Digitalfotografen, die Stunden mit Photoshop rumbasteln, bis sie ihre Bilder so hinbekommen.
    Bei Schwarzweiß brauche ich auch immer mindestens ein Film, bis ich mein Gehirn auf schwarzweiss sehen umgeschaltet habe.

  18. ich habe etwas den eindruck, dass die analoge fotografie heutzutage einer flucht gleicht. einer flucht ins unperfekte, ins unkontrollierbarere.
    ich weiß ja nicht, wie solche bilder noch vor megapixelzeiten bei den lesern einer fotozeitschrift aufgenommen wurden. klar ist das heutige bilderposten nicht vergleichbar mit damals. aber ich glaube nicht, dass du so viel zustimmung geerntet hättest.
    etwas sehr wichtiges der analogen fotografie kann man hier nicht entdecken oder erfahren: selbst enwickelte bilder in der hand halten ist was wunderbares. dies hier ist eingescannt, fertig. also schon etwas fragwürdig, analog erstellte bilder im web zu loben.
    bei der motivbewertung lasse ich aber zustimmung walten. wichtig für das fotografieren (analog oder digital) neben dem handwerk auch das geschulte auge und ein gutes timing.

  19. Manchmal glaube ich, dass analoge Fotografie immer auch ein bisschen Flucht vor der Perfektion der digitalen Fotografie ist. Wenn die Motive ausgehen und der Kopf leer ist, wenn man den Chip nicht mehr mit Leben füllen kann, kommt eine Lomo ins Haus. Dabei glaube ich, dass Du das gar nicht nötig hast. Was Du bisher mit Deiner digitalen SLR geschaffen hast, geht weit über das hinaus, was man sonst zu sehen bekommt. Wozu also die Experimente? Wenn Du das, was Du bisher fotografiert hast, mal auf Film sehen willst – okay. Wenn Du einfach mal eine verrückte Kamera ausprobieren willst – auch okay. Wenn Du Schwarzweiss für die bessere Variante hältst – prima. Aber versuch’ nicht, die Motive mit Stilmitteln zu ersetzen. Es bringt Deine Bilder meiner Meinung nach nicht weiter.

  20. hach, es ist doch immer wieder schön, mal wieder analoge Biler zu sehen! Ich finde vor allem die schwarz-weißen und die Ente toll!
    Ich sehe die Sache mit dem Stilmittel und den Motiven aber genau umgekehrt wie Peter: bei der analogen Fotografie kommt es (mir zumindest) doch gerade auf das Motiv an, da ich nich einfach alles ablichte (allein schon aus Kostengründen) und mich daher eher mehr mit Motiv und Stimmung befasse als wenn ich ‘ne Digitale in der Hand hätte.

  21. Wenn Du dich weiterhin mit analoger Schwarzweissfotografie beschäftigen möchtest würde ich empfehlen, das Du dir ein gutes Fachlabor dafür suchst – die Großlabors behandeln S/W leider schon seit langer, langer Zeit nur noch absolut stiefmütterlich.

    (Und natürlich gibt’s auch noch die S/W-Selbstverarbeitung ;-) Das bringt die mit Abstand besten Ergebnisse, aber ist ein Riesenaufwand…)

  22. tolle bilder, ohne schnickschnack und teures zubehör (lensbaby;) einfach nur genial!!!
    ford, ubahn und partybilder sind meine favorites.

  23. Tag zusammen, mir gefallen die Farbbilder besser als die s/w. Mir persönlich sind diese zu verwaschen, was ich bei den Motiven schade finde. Zwei der (wie ich finde) besseren Bilder hast Du uns hier vorenthalten:
    http://www.flickr.com/photos/stylespion/4250859083/in/set-72157623153191706/
    http://www.flickr.com/photos/stylespion/4250859459/in/set-72157623153191706/
    Hier gefällt mir der Kontrast viel besser. Aber klar, das ist natürlich Geschmacksache.
    Die bunten Bilder sind klasse, ich mag solche knalligen Farben. Insbesondere das Selbstportrait, der Ford und die Ente find ich sehr gelungen.

  24. ich finde die analogen pics einfach herrlich!
    die stimmung und die tonungen sind wunderbar!
    das FORD pic ist hier mein fav. – sehr feine sache!

    lg

  25. Teilweise wunderbare Bilder dabei. Ein anderer Teil ist dafür eher wertlos.
    Das ist auch die Crux mit Holga und Co. Ich widme mich inzwischen kaum mehr meiner Holga, weil sie einfach zu teuer ist und man “sklavisch” fotografiert, d.h. es hängt alles nur von der Kamera und ihrem guten Willen ab. Ausserdem haben so viele Leute eine Holga (und viele davon sind mir nicht besonders sympathisch), dass man genausogut digital fotografieren kann. Man gehört in beiden Fällen zur Herde. Mittlerweile fotografiere ich mit einer im Brockenhaus gefunden Optima aus den späten Siebzigern, Belichtungsautomatik, war früher anscheinend ne Bullenkamere (zumindest das einzige Modell, das man bei ebay findet). Und diese Kamera, für die ich umgerechnet um die zehn Euro gezahlt habe, macht definitiv schönere Bilder als die Holga. Nicht perfekt, aber schön. Ausserdem kapiert es nie jemand, wenn ich ihn damit heimlich porträtiere, ha.
    Wirklich aufregend (beinahe subversiv) wäre heutzutage nur noch Grossformatsfotografie oder gar Daguerrotypie. Hiroshi Sugimoto z.B. fotografiert mit einer Grossformatskamera aus dem späten neunzehnten Jahrhundert, und seine Bilder sind toll.

  26. Durchaus sehr schöne Fotos, vor allem die , die du mit der LC-A geschossen hast, supi – im Gegensatz zu der Lensbaby Sache vorn paar Tagen ;)

  27. Das war damals echte Kunst swarz-weiss fotografieren zu können…Atemberaubendes Prozes im Labor..Mit digitles Foto es ist nicht mehr so spanend..Aber deine Fotos sind Toll,danke..Lomo..worewer…!

  28. Schöne Bilder, alle nicht perfekt aber genau das macht den Scharm aus versuch mal den Look davon mit Photoshop nachzubauen. Schaffst man niemals. Hab hier selber noch min. 4 dosen rumliegen doch aufgrund akuten Geldmangels sind die halt noch noch nicht entwickelt. Btw. besorg dir nen negativ scanner bei conrad oder woanders dann brauchst du nur die entwicklung zahlen und ein bisl zeit beim scannen einplanen.

  29. Finds vortrefflich! Allein Bild 2 in 2x2Meter ö.ä. sieht in einem Altbau bestimmt erstklassig aus…

    Kurze Frage…ich habe mit meiner Leica Mini ein paar Fotos mit einem 100er Dia Film gemacht. Möchte den crossen lassen. Bin ein bisschen in leerstehenden Gebäuden rumgeklettert und da war es dunkel. Sehr dunkel. Was denkt Ihr, konnte/kann der Blitz da was rausreißen? VG

  30. Hey Kai, nicht verzagen, lieber selbst entwickeln. Die Holga hat definitiv ‘nen Lightleak würde ich sagen. Sehr geil sind die Farbbilder – welchen Film hast Du da drin gehabt?
    Bestes
    SPu

  31. auch von mir ein kompliment!
    du birngst mich wirklich noch dazu zur analogen photographie zu wechseln ; )
    die farbigen gefallen mir fast am besten, und mein favorit ist das bild “perspektive von oben auf gläser und tassen”
    sehr schön!

  32. Ich finde es irgendwie schade, dass oft nur solche Holga Fotos als analog betrachtet werden und dann alle schreien, dass analog Fotografie sooooo toll ist, weil sie unperfekt wirkt. Glaubt ihr ernsthaft, dass vor der Digitalfotografie nur solche Fotos gemacht wurden? Ich fotografiere auch zum größten Teil analog, aber halt mit “richtigen” Kameras. Und wenn ich Fotos mit meiner Mittelformat oder Großformat Kamera mache, dann sind die Ergebnisse um einiges “perfekter” als mit einer digitalen, wenn man Perfektion nur anhand von Auflösung und Körnigkeit sieht.
    Holga Bilder sind nicht so mein Ding, weil halt in letzter Zeit viel zu viele davon im Umlauf sind. Ausserdem sind die Kameras mir durch den Hype viel zu teuer geworden. Da kaufe ich mir doch lieber eine AGFA Billy oder eine vergleichbare Boxkamera, da habe ich die selbe “Leistung” für 1€ oder sowas bei Ebay oder auf dem Flohmarkt.

    Das soll hier kein Rumgemosere gegen Holgabenutzer oder Liebhaber sein, es kann von mir aus jeder machen, was er/sie will… ;-)

  33. Also die Bilder sind wirklich schön! Da bekomm ich gleich Lust meine herumliegenden Filme zu entwickeln, auch wenn dabei vielleicht nicht viel brauchbares rauskommt…

  34. Hey Kai,

    ich benutze eine Minolta X-700 und einen Canoscan 8600f. Gucks dir mal an, macht richtig Spaß. Zur Minolta gibts auch echt gute und günstige Objektive in der Bucht. Handling und Belichtungsmessung ist wirklich toll.

    LG!

    Gerald

  35. Die Bilder sind doch gar nicht schlecht ! Mir macht das fotografieren mit Lomokameras einfach super viel Spaß. Mein Favorit ist die Diana, weil sie so viele Möglichkeiten bietet. Mittel- oder Kleinbildformat, verschiedene Objektive, Farbblitz, Mehrfachbelichtung…..Das geht weit über die Motivwahl oder klassische Bildkomposition hinaus. Überlegung, Spiel, Expriment, Manipulation – eine spannende Mischung.
    ” You never know what you get!”

  36. Hallo,

    Da sind doch ein paar ganz nette Aufnahmen dabei und ich mag einfach diesen speziellen Charme des Unperfekten. Mir ist die analoge Fotofrafie allerdings nicht nur zu teuer, ich habe auch nicht die Geduld ewig auf die Abzüge zu warten und deshalb mal mit der digitalen Bilbearbeitung (Meine Software ist das Open Source Programm GIMP) rumexperimentiert um so ähnliche Ergebnisse zu erzielen – das sieht dann so aus: http://www.flickr.com/photos/25312590@N04/

    Viele Grüße,

    Andreas

  37. @Andreas: GIMP-Bearbeitung von Bildern, um den Look zu verändern, mache ich auch gerne. Ich sehe das in der gleichen Liga wie “Foto-Entwickeln” mit Lightroom. Bei Deinem Filter finde ich die Aufhellung in der Mitte aber etwas zu krass. Eine ganz gute Beschreibung der Farbbearbeitung im Cross-Stil liefert http://www.youtube.com/watch?v=N5maIdfttts, wie ich finde.

    Analog-Fotographie an sich ist eigentlich gar nicht so teuer – wenn man etwas abseits des Hypes navigiert. So habe ich zum Beispiel diese Kamera http://www.digitalslrguru.com/olympus-xa2 für einige Euro bei eBay erstanden – die perfekte Immer-dabei-Kamera. Film+Entwicklung+9×13-Abzüge bei der Drogeriekette kosten etwa 3,50€. Viel farbenfrohen Spaß hat man mit einem solchen Farbfolien-Muster-Heft: http://www.musikhaus-korn.de/Lee-Farbfolie-Musterheft-Designer-Edition__sca55071.aspx, siehe die letzten drei Bilder unter http://www.moonalley.net/johannes/phpAlbum/main.php?cmd=album&var1=analog/
    Teuer wird es erst, wenn man die Fotos auch gerne digital haben möchte. Entweder kostet es Geld (bei dm momentan 3,80€ pro CD, Qualität ist aber [für Web-Zwecke] sehr ordentlich) oder sehr viel Zeit und Equipment.
    Ich mache momentan Fotos auf zwei Arten: Zum einen eher geplante Fotos mit meiner SLR (geplant deshalb, weil ich mir vorher überlegen muss, sie mitzunehmen) und zum anderen spontanes Knipsen (gerne auch im LOMO-Style). Für letzteres mag ich die XA-2 sehr gerne. Sie ist kompakt, robust und innerhalb von einer Sekunde einsatzbereit. Und man hat den analogen Charme. In Zukunft sehe ich diese Art von Fotos aber zunehmend durch Handy-Fotos ersetzt. Kais neuerer Blogbeitrag http://stylespion.de/hipster-und-suppen/5519/ handelt ja genau davon. Größtes Manko daran ist meiner Meinung nach noch das Handling: Bis ich mit meinem Handy tatsächlich dann ein Foto gemacht habe, vergeht viel Zeit. Dafür ist es aber direkt digital. Übrigens auch noch eine Empfehlung meinerseits: Der Polaroid POGO Printer. Darauf kann man seine Handybilder direkt ausdrucken. Qualität nicht top, aber super auf jeder Party oder für sein persönliches (Hardware-)Foto(tage)buch. So, genug zu dem Thema :-)