Markus Schwarze portraitiert täglich eine fremde Person

Markus Schwarze

Ich bin ja eher unglücklich mit der Qualität deutschsprachiger Fotoblogs. Das hat unterschiedliche Gründe, ist hier und jetzt aber auch nicht wichtig. Umso mehr freue ich mich, wenn ich wie eben geschehen, auf ein Blog wie das von Markus Schwarze gestoßen werde. Markus fotografiert seit einiger Zeit täglich eine Person, die er auf der Straße anspricht. Das kennen wir von unzähligen Street-Style Blogs, wird dort aber im Vergleich eher schlampig umgesetzt, da schlicht die Skills fehlen um ordentliche Fotos zu machen, und zudem gerne auf die notwendige Nachbearbeitung verzichtet wird.

Markus Schwarze

Bei Markus ist das etwas anders. Er investiert nach dem Shooting genügend Zeit, um jedem einzelnen Foto mehr Ausdruck zu verleihen. Das muss man auch nicht dazu schreiben, das sieht man sofort. Ab und an wurde zwar für meinen Geschmack ein wenig zu viel nachbearbeitet, aber wer bin ich, dass ich bei solchen Fotos auch nur einen Hauch von Kritik einbringen könnte?

Markus Schwarze

Schaut euch das mal an, entdeckt bei Martin Gommel, und bei Martin Wolf gibt es ein lesenswertes Interview mit Markus. Also am besten gleich alle drei Blogs abonnieren: Markus Schwarze, Kwerfeldein, und visuelleGedanken.de.

Fotos: ©Markus Schwarze

14 Kommentare (closed)

  1. Ich hätte gern soviel Arsch in der Hose um solche Dinge auch nur annähernd realisieren zu können.

  2. Vielen Dank für den Beitrag über Markus. Das ist wirklich ein sehr schöner Blog. Echt sehenswert. Und Respekt, jeden Tag ein Foto zu machen. Ich mache da ja gerne mal welche auf Lager…

  3. Das Lächeln der zweiten Dame ist ja mal mehr als nur ein Strahlen. Zauberhaft!

    Die Nachbearbeitung der Bilder finde ich eigentlich ziemlich gut, lediglich die zusätzliche Tiefen(un)schärfe um eine Blende weniger zu erzeugen , die ihr in jedes Bild reinlegt, verdirbt es so ein klitzeklein wenig.

  4. Ich schließe mich dem Honki an.
    Die extreme Tiefenunschärfe ist mir auch n bissl zu viel.
    Schade dass die bei nahezu jedem Bild so ist.
    Nichts desto trotz, tolle Bilder, tolles Licht, tolle Farben.

  5. vielen dank für diesen tollen tip. die seite erinnert mich an das fantastische projekt muenchenmenschen.de von peter schinzler. da du ja in den nächsten tagen in münchen bist, solltest du unbedingt mal einen blick drauf werfen.

  6. Ich glaube nicht unbedingt, dass er die Tiefenschärfe durch Photoshop stark verändert hat. Hab gelesen, dass er 1.4 50mm Sigma + Canon 5d MarkII benutzt, das sieht schon ohne Photoshop ziemlich nice aus.

  7. Hallo,
    jetzt melde ich mich mal. Erst einmal vielen Dank für die netten Kommentare. Auch wenn die Technik egal sein sollte, “arbeite” ich mit einer EOS 5D (die erste). Ich denke die Bilder leben nicht nur von der oftmals geringen Tiefenschärfe, sondern von dem Gesamt-Projekt. Mal eine Person auf der Straße fotografieren macht jeder (vielleicht), aber 365 Tage (anvisiert) ist schon was anderes.

    Viele Grüße
    Markus

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