Mota Del Marqués – Geisterdorf an der spanischen A6

Mota Del Marqués

Was ich in meinem Text zu Madrid nicht erwähnt hatte: Während unseres gesamten Spanienurlaubs war ich recht unzufrieden mit meinen Fotos. Eher so gefühlsmäßig – denn immerhin sind knapp 1300 Fotos zusammengekommen. Bereits auf der Fahrt von Madrid nach Pontevedra ist mir am Rande der A6 ein kleines Örtchen aufgefallen. Genauer gesagt, ist mir aufgefallen, dass dieses Örtchen scheinbar im Begriff war völlig zu verfallen.

Auf der Rückfahrt sah ich den Ort wieder und wir haben die Abfahrt genommen. Nachdem wir bei 16 Grad in Noia aufgebrochen waren, erwarteten uns in Mota Del Marqués geschmeidige 33 Grad. Schon nach der Abfahrt bot sich ein Bild, dass das Fotografenherz höher schlagen lässt. Da nimmt man auch gerne in Kauf, dass die Sonne den denkbar ungünstigsten Stand hat.

Wir waren etwas in Eile und haben uns höchstens zehn Minuten Zeit genommen. Mota Del Marqués war extrem spooky, da wirklich mindestens die Hälfte der Häuser eingebrochen war, wir außer einem Mann und seiner Tochter nur einen einzigen Menschen gesehen haben und die Entdeckung zweier Schädel den Eindruck perfekt gemacht hat. Die dort entstandenen Fotos:

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21 Kommentare (closed)

  1. moin,
    wirklich schöne Fotos, die Du geschossen hast. Hast Du auch recherchieren können, warum das Dorf verlassen war und seit wann?

  2. Wahnsinn, die Fotos gefallen mir richtig gut. Sie überliefern richtig schön den Flair einer verlassenen Geisterstadt. Vielleicht solltest du auch mal ins Ruhrgebiet fahren, dort wo die Dörfer wegen des Kohleabbaus umgesidelt werden. Wie z.B. <a href=”http://de.wikipedia.org/wiki/Garzweiler”<Garzweiler.

    Schön, dass Du wieder da bist und trotz “Sommerloch” so tolle Dinge postest!

  3. Ich war mal in Arizona in einem “echten” Geisterdorf, “echt” insofern, als dass das ein Nationalpark war und als Geisterdorf beworben wurbe, mehr oder weniger.
    War auch sehr interessant, da haben die Bewohner dieses Klischee-Wild-Wild-West-Dorfes irgendwann im 19. Jahrhundert im wahrsten Sinne des Wortes alles stehen und liegen lassen und sind einfach so über alle Berge, kein Mensch weiß warum. Direkt spooky war es freilich nicht, schließlich gab es ausreichend Guards, die die ganzen Touris davon abgehalten haben, das Dorf schlussendlich komplett abzutragen.

  4. Da kann ich auch Kuba empfehlen. Da hab ich in einem alten verlassenen Ferienresort Fotos gemacht. Das Foto von dem Baum ist echt genial!

  5. Weniger die Architektur, mehr der Zustand der Häuser errinnert mich an eine Station meines Lettland Urlaub’s. Das kleine Küstenstädtchen Liepāja ist in ähnlich gutem Zustand ;)

  6. Klasse Bilder, vor allem find ich es total stylish Sie nur in Schwarz und Weiß Tönen zu präsentieren. In Farbe würden Sie sicherlich einiges an Flair einbüßen!

  7. Schließe mich der Mehrheit an. Fantastische Fotos. Ich liebe dies Art von Fotos. Ich schließe mich der Frage von @Torben an. Konntest Du was herausbekommen. Warum dieses Dorf so zerfallen ist?

    @roitsch: Da muss ich Dir recht geben. Wir haben hier auch schöne Objekte die es gillt zu Fotografieren. Ich sage nur Zeche Zollverein.

  8. Ich habe nicht gerade stundenlang recherchiert und da ich höchstens 10 spanische Worte kenne, werde ich wohl auch nicht sehr weit kommen :)

    Danke euch für das positive Feedback zu den Fotos!

  9. Für die kurze Zeit, die du nur in dem verlassenen Dorf verbracht hast, sind die Fotos echt super geworden. Schwarz-weiß transportiert so richtig die Stimmung des Geisterdorfes!

  10. Das sind Hammer Bilder für meinen Geschmack. Hatte gestern Abend noch etwas düsteren Ambient dazu gehört, eine perfekte Mischung.

  11. Pingback: stylespion – mota del marqués at rantadi – blog

  12. Hallo!

    Habe hier noch nie kommentiert, aber diesmal muss ich.
    Mir gefällt die Serie sehr sehr gut, eine gute Dokumentation des Verfalls. Wir werden in Deutschland in einigen Regionen ähnliche Probleme erwarten müssen, viele Dörfer sind schon jetzt überaltert und infrastrukturell unterversorgt. Und trotzdem wunderschön.

    Die Fotos finde ich gelungen, allerdings wirken sie auf mich manchmal etwas überschärft. Auch würde ich mir ein paar Exemplare in Farbe wünschen, die Serie kommt so ein klein wenig monoton.

    Aber sieh es als Kritik auf hohem Niveau, Es ist wirklich eine gute Serie, aus der Du imho noch mehr machen kannst.

  13. Sehr schöne Fotos.Hatte von dem Ort gehört als ich vorletztes Jahr in Ourense studiert hab,aber leider haben wir es nie geschafft einmal hin zu fahren.

  14. Wow! Schöne Fotos, sehr eindrucksvoll. Aber sind die alle wirklich in 10 Minuten entstanden? Sehen ganz schön weit auseinander aus die Standpunkte. :D

  15. Pingback: Mein 2009 in Bunt - StyleSpion