Bauanleitung

Ich habe gerade in Johannes Bookmarks einen Beitrag von Hannegret entdeckt. Sie ist Designerin und beschreibt, dass und warum sie von Do It Yourself Geschichten genervt ist.

“Ich bin gelangweilt von den hundertsten “so schön wohnen Designer” Serie, gelangweilt von der zweihundertsten Idee, wie man ein altes Regal aufpimpen kann, gelangweilt von wunderschönen anbetungswürdigen Kleidungsstücken (die ab Größe 38 scheiße aussehen), perfekt dazu passenden Accessoires, und dem viel zu oft zitierten Credo “indie ist ecofriendly” (was in den meisten Fällen wahrscheinlich nicht mal stimmt). Ehrlich gesagt bin ich nicht nur gelangweilt, sondern auch etwas genervt.”

Da fühle ich mich ja mal sowas von direkt angesprochen :) Hannegret ist der Meinung, dass Bauanleitungen (wie sie ja auch hier gepostet werden) die Kreativität hemmen, da Anleitungen abgearbeitet werden. Ich widerspreche einfach mal und möchte einen Vergleich ziehen: Kochen!

Ich besitze so einige Kochbücher. Die Rezepte darin koche ich, so ist es schliesslich gedacht, nach. Manchmal. Was aber viel wichtiger ist, ist der Lerneffekt. Durch das Nachkochen habe ich nach und nach gelernt, welche Zutaten immer gut zusammen passen, wie man Gewürze gezielt einsetzt etc. Und das ist die Basis, auf der ich, und das ist eher die Regel beim Kochen, “freestyle”: Ich schaue nach, was im Vorratsregal ist, und beginne mit den gegebenen Zutaten etwas eigenes daraus zu machen. Und darum geht es doch, oder? Lernen durch Adaption.

Wie seht ihr das? Dienen euch die Vorschläge, die hier gepostet werden, als Schablone, oder eher als Grundlage, auf der eine Variation entsteht?

Übrigens gibt es auf Hannegrets Hannafakturblog eine Menge sehr cooler Anleitungen(!) naja, zum nachbasteln.

Fotocredit

Über den Autor

Kai Müller {stylespion.de}

Herausgeber StyleSpion.de. Steht auf schöne Sachen, twittert, liebt Musik und die Fotografie.

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