Paris Fashion Week: Gareth Pugh

Paris Fashion Week: Gareth Pugh

Nach New York, London und Mailand nimmt diese Woche in Paris der Fashion-Week-Wahnsinn ein Ende. Hunderte Kollektionen wurden bis hierhin schon heiss in der Modebranche analysiert, von Hochlob bis Zeriss war alles dabei. Kurz vor der Überdosis an Input reissen sich nun nochmal alle Beteiligten zusammen und schärfen den Blick für die grossen Meister der französischen Schneiderkunst. Mit Pauken und Trompeten legte am Wochenende Gareth Pugh die Messlatte der Modeleistungen an das oberste Level.

Inmitten der Kritik, dass Umsatzdruck die Designer immer mehr dazuveranlasst auf Tragbarkeit und Abverkaufswahrscheinlichkeit zu setzen und ihre Kreativitaet unterdrückt, zeigt Pugh die bisher mutigste Kollektion für den Sommer 2009. Inspiriert durch Shakespeares Werke kreiert er mit Halskrausen und geometrischen Schnitten Wunderwerke, die kein besseres Beispiel für die Überschenidung von Kunst und Mode darstellen koennten. Wie gemacht für Magazin-Modestrecken, wird es jedoch schwer werden einzelne Elemente in die Alltagsgarderobe einzubauen – oder mal sehen, was Hauskreateure von Zara und H&M dort abgucken können.

Veröffentlicht von Julia Knolle

Wenn Julia nicht gerade ihrer Wahlheimat Berlin den Rücken kehrt, um auf einer Modenschau Gratis-Drinks zu schlürfen, hält sie als Mode-Fachfrau glam.de in Schuss, oder befüllt zusammen mit Jessie ihren Blog lesmads.de.