Pétur Ben, Jakobínarína, Gavin Portland @ Werkstatt, Köln

Pétur Ben, Jakobínarína und Gavin Portland sind drei isländische Bands, und das war es auch schon mit Gemeinsamkeiten. Cargo hat die Bands zusammen auf Tour geschickt, und dank eines Tipps von Michaela haben wir das Konzert von British Sea Power sausen lassen, um in der Werkstatt dabei zu sein.

Gavin Portland

Gavin Portland

Den Anfang machten Gavin Portland. Ihren Sound kann man sich in etwa so verstellen, als hätten die Jungs in ihrem Leben nur den Track “New Noise” von Refused gehört. Der Hauptsänger schrie was das Zeug hielt, der Gitarrist gesellte sich manchmal mit “richtigem” Gesang dazu. Sehr intensiv, das Ganze.

Auf die Frage, wer denn hier im Raum noch “Straight Edge” wäre, folgte Stille – danach ein Lachen. Hey es ist 2008, nicht 1988…

Pétur Ben

Petur Ben

Pétur Ben wird bald ganz groß sein, jede Wette. Stellt euch eine Mischung aus Rufus Wainwright und Radiohead vor. So ernst seine Musik auch ist, scheint Pétur auch die Entertainerschule besucht zu haben. Er plapperte zwischen den Songs aus dem Nähkästchen von Zeiten, als er noch morgens um halb neun, auf einem Tisch stehend, den Pausensaal einer Schule “rockte”. Danach spielte er Michael Jacksons Billy Jean. Wahnsinn. Das zweite Cover kurz vor Ende des Sets war “Break on Through” von den Doors. Den Jungen Mann unbedingt im Auge behalten!

Jakobínarína

Jakobinarina

Jakobínarína. Die Jungs konnte man schon während Péturs Auftritt wahrnehmen (Der Club war nicht gerade überfüllt). Jugendschützer hätten ihren Spaß an den trinkenden und rauchenden Kids gehabt, die mit leicht apathischem Blick rumstanden. Auch dass man den Bassisten, der ca. 1,40 groß ist und sicher nicht älter als 12 aussieht, die komplette Zeit auf der Schulte trug (um ihn später auf der Bühne die ganze Zeit rumzuschubsen), passte. Naja. Image ist eben alles.

Jakobínarína sind derzeit eine der erfolgreichsten Bands Islands und das mit 17. Das Konzert wirkte leicht befremdend, da die Jungs in der Tat spielen und Lieder schreiben können. Gesund kann das aber nicht sein. Das Konzert endete damit, dass ein Gitarrist mit seiner Gitarre das Marshall-Top (Verstärker) vom Boxenturm stieß. Die Band ging von der Bühne und den Tourverantwortlichen, den Stagehands und den anderen Musikern der Bands war anzusehen, dass diese Aktion wohl das Faß zum überlaufen brachte. Da gabs ganz sicher ein Gespräch unter 30 Augen…

Wir fanden das Konzert absolut klasse. Die Bands sind heute abend noch in Hamburg zu sehen, vorausgesetzt man hat einen neuen Verstärker aufgetrieben…

Zum Abschluss noch ein paar Links und dieses Video von Pétur Ben.

Pétur Ben
Jakobínarína
Gavin Portland

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