Rückblick Berlin und re:publica08

Uff, es ist gar nicht so einfach die letzten sieben Tage so im Nachhinein zusammen zu fassen. Da schwirrt mir einiges im Kopf rum, doch, genau wie die re:publica selbst, will mir nicht alles zusammenpassen.

Berlin

Berlin war erwartungsgemäß der Brüller. Ich meine, wer könnte Berlin nicht mögen? Wer könnte in Berlin nicht eine Ecke finden, die ihm gefällt? Eben. Ich habe mir direkt am Samstag schon Blasen gelaufen, die ich sorgsam in den nächsten Tagen nicht abklingen lies. Ich bin früh aufgestanden um den Sonnenaufgang zu fotografieren, und bin mal früh, mal spät ins Bett gegangen. Früh, weil ich nicht mehr konnte, spät, weil ich es konnte. Ich habe Kreuzberg, Friedrichshain, Prenzlauer Berg, Charlottenburg und wohl am meisten Mitte gesehen. Jeder Kiez hatte seine Besonderheiten und wird bei meinem nächsten Besuch wieder durchwandert. Das Wetter war leider nur selten schön, doch hey, immerhin hat es nur ab und zu geregnet.

Mein Apartment hat es mir angetan. Ich möchte nicht wissen, wie oft und lange ich auf dem Balkon im 15. Stockwerk stand um den Ausblick zu geniessen…

Re:publica 08

Tja, jetzt wirds schwierig. Ich hatte riesige Erwartungen an die re:publica, die sich grob in zwei Themen aufteilen lassen: Leute treffen, und Horizont erweitern/Weiterbildung/Austausch

Die Leute

Es war klasse, mal wieder – wie auch bisher auf den Barcamps – Leute zu treffen, mit denen ich bisher nur digital Kontakt hatte. Leider hat es nicht hingehauen, sich mit allen zu unterhalten. Teilweise war es mir einfach zu doof, die etwas bekannteren Gesichter anzulabern (das hat für mich immer so einen Groupie-Touch), andererseits war es auch nicht möglich alle Leute zu “finden”. Das lag sicherlich auch an den Namensschildern, die trotz des Verbesserungsvorschlags die Schilder 2-Seitig zu bedrucken, nur auf einer Seite den Namen zeigten. Tja, und da die Schilder an einem Band hingen, sah man sehr viele die “re:publica” hiessen. Und selbst wenn das Schild richtig rum hing, hätte man sich direkt vor die Person stellen müssen, um ihren Namen lesen zu können. Also bitte bei der nächsten re:publica große Schilder zum anstecken.

Natürlich konnte ich trotz der “Schilderproblematik” viele Leute treffen – das war das Beste an der re:publica. Auch die Abschlußparty mit dem leckeren Free Beer hat bei mir bis zum nächsten Tag Eindruck hinterlassen…

Die Panels

Insgesamt bin ich etwas enttäuscht, was die Panels anbetrifft. Ich kann nicht genau sagen, woran das liegt. Was mich sehr gestört hatte war, dass bei fast allen Veranstaltungen das eigentliche Thema in den Hintergrund rückte, dafür die Personen und deren Unternehmen durch Selbstprofilierung glänzten. Beispiel “Geld verdienen mit Blogs”. Schlichtweg das Thema verfehlt, wenn Sascha Lobo und Robert Basic sich gegenseitig anmachen, statt den ein oder anderen Tipp zu geben. Ich bin mir sicher, dass aus dieser Veranstaltung alle Besucher mit einer Enttäuschng raus gingen, denn Tipps hatten sie ganz sicher keine bekommen.

Sehr interessant dagegen fand ich die Veranstaltungen der Hard Bloggin’ Scientists. Die können reden, verständlich erklären, und verpassen das Thema nicht.

Mein Resumee daraus: Wer wirklich Dinge abseits von Skizzen oder Denkanstössen erfahren möchte, der ist auf Barcamps besser aufgehoben.

Bevor das jetzt aber zu negativ klingt, muss ich sagen, dass die Veranstalter ihren Job wirklich klasse gemacht haben. Die Organisation würde ich als perfekt bezeichnen. Es gab kleine Ausfälle, aber die sind auf solchen Veranstaltungen wirklich nicht zu vermeiden. Auch das Streaming durch Hobnox scheint reibungslos fnktioniert zu haben.

Puh, das muste jetzt mal raus, wahrscheinlich für Leute die nicht da waren, unverständlicher Text, aber nun geht es wieder normal weiter. Und nächstes Jahr werde ich wieder dabei sein.

6 Kommentare (closed)

  1. Ja, war ne schöne Zeit in Berlin. Den Vergleich mit den BarCamps kann ich (noc) nicht ziehen, werde ich aber demnächst mal “versuchen”. Wer bloggt, der muss da hin :)

  2. Schöner Rückblick! Ich habe auch einige Panels über den LiveStream verfolgt und muss sagen, mir hat es nicht sonderlich gut gefallen.

    Mir haben nur ein paar Panels wirklich zugesagt, das waren unter anderem “Die Zukunft der Social Networks”, “Die Qualitätsdebatte” mit Stefan Niggemeier und “Geld verdienen mit Blogs”.

    Am besten fand ich das “Bloglaw reloaded – Was dürfen wir bloggen”-Panel, das war sehr interessant! Bin jedenfalls zufrieden, dass ich mir dafür kein extra Urlaub genommen habe.

  3. Grml, gestern Nacht ein Kommentar geschrieben, aber dann war die Seite mind. 20 Minuten down und mein Text war dahin. Also nochmal:

    Der Stream von Hobnox war streckenweise sehr laggy (zumindest am ersten Tag), aber wenn er lief, dann mit sehr guter Qualität und sauberer Aufnahme. Abgesehen von den anfänglichen technischen Schwierigkeiten also ein dickes Lob an Hobnox. Außerdem gut, dass die Aufnahmen auch jetzt noch aufrufbar sind, vielleicht schaue ich mir beizeiten noch ein paar Panels an.

    Habe mich übrigens sehr gefreut, ein paar (mir vom BarCampRuhr) bekannte Gesichter an der Kamera vorbeilatschen zu sehen, und dass jkleske seinen Spaß an der Twitterwand hatte, hat man auch hier ganz gut mitbekommen.

  4. So, wie ich das mitbekommen habe, war es sogar für hobnox eine Premiere – sie hatten wohl vorher noch nie eine Veranstaltung live gestreamt. Achso: und die Downtime kam vom Hoster und war eine angekündigte Wartungsmaßnahme.

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