Ich habe es bisher immer so gehalten, dass ich die Reißleine ziehe, wenn ich das Gefühl habe, der Spaß an meiner Arbeit hat nachgelassen. Hier ist sie also wieder, die kleine für mich notwendige Pause. Ganz so wortlos möchte ich aber nicht in die Stille verschwinden, ich versuche mal kurz den aktuellen Stand zu skizzieren, und dann kommt ihr ins Spiel.
StyleSpion.de hat derzeit etwa 12000 RSS-Feed Abonennten, in den letzten 30 Tagen haben 190000 Menschen 494000 Seitenaufrufe verursacht. StyleSpion.de steht in allen möglichen Charts ganz gut da, und es könnte wohl kaum besser laufen. Nerdcore, Spreeblick und auch StyleSpion haben Besucherzahlen, die so einigen bekannten Magazinen das ein oder andere Fragezeichen auf die Stirn werfen könnten.
Dieser “Erfolg” öffnet mir viele Türen. PR Agenturen, Brands und Labels klopfen täglich an. Die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit scheinen endlos, und vor allem scheinen sie in ihrer Quantität unbegrenzt. Selbst an einem durchschnittlichen Tag warten jederzeit ungelesene Mails auf meine Aufmerksamkeit. Immer.
Der Paketbote klingelt täglich. Bücher, CDs und andere Sachen stapeln sich in meinem kleinen Büro und warten darauf, Aufmerksamkeit in Form eines Beitrages hier zu bekommen.
Anfragen von Werbetreibenden gehen schlicht und einfach unter, weil für mich der Content immer vor dem “Business” kommt. Wenige Stunden später ist die Anfrage im Posteingang nach unten gerutscht und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ich sie nie beantworten werde.
Selbiges gilt für Mails von Lesern, die entweder Vorschläge für Beiträge, Links, oder Fragen enthalten.
In der letzten Woche haben mir die Gewinnspiele den Rest gegeben. Zunächst mussten meine Anfragen an die Sponsoren raus, danach folgte in einigen Mails die Abstimmung. Die Gewinnspiele schlugen ordentlich ein, an fünf Tagen kamen 1104 Kommentare zustande. Ich moderiere übrigens alle Kommentare… Nach Ablauf der Gewinnspiele mussten die Gewinner gezogen werden, die Kooperationspartner und die Gewinner benachrichtigt werden.
Um es kurz zu machen: letzte Woche blieb dadurch fast alles liegen, was mich sonst schon so auf Trab hält.
Nicht gerade wenig Zeit verschlingt auch das Filtern der Beiträge anderer Blogs. Ich verfolge ca 700 Blogs im Reader. Täglich.
Das Feedback zu der Idee, ein Buch über die Fotografie für Einsteiger aus meiner eigenen Sicht zu schreiben, war grandios. Mir wurde viel Hilfe angeboten, ich muss eigentlich nur zuschlagen. Was mir fehlt, ist die Zeit, aus dem Feedback ein Konzept zu basteln. Ohne sinnvolles Konzept kann an der Idee nicht weitergearbeitet werden.
Meine liebste Frage, die ich oft zu hören bekomme ist: “Was machst du eigentlich so den ganzen Tag?” – Und um ganz ehrlich zu sein, meistens kann ich das nicht beantworten.
So, um auf den Punkt zu kommen: Da muss viel mehr Struktur rein. Wer es bis hier her geschafft hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass in der Auflistung der Punkt “Beiträge schreiben” noch nicht einmal vorkam. Bekloppt, oder?
Die nächsten, unbedingt notwendigen, Schritte muss ich in Ruhe überlegen. Das geht nur, wenn ich nicht ständig im Hinterkopf habe, dass ich heute noch keinen Beitrag veröffentlicht habe. Deshalb mache ich ein paar Tage Pause. Den Spaß an der Sache wieder finden, wieder nen klaren Blick bekommen, mich mit Menschen austauschen usw.
Ihr könnt mich gerne unterstützen
Beim Tippen der Absätze weiter oben ist mir wieder bewusst geworden, dass ich schon längst die Arbeit einer ganzen Redaktion mache. Hinzu kommt, dass ich mich auch um Marketing und Technik selbst kümmere. Teile davon werde ich abgeben müssen. Welche das genau sind, weiß ich noch nicht.
Gastautoren
Denkt nicht, dass ich die Idee der Leserbeiträge vergessen habe. Ganz im Gegenteil. Es fehlen nach wie vor die technischen Voraussetzungen dafür. Bis dahin möchte ich gerne allen Interessierten anbieten, hier Beiträge veröffentliche zu können. Ganz besonders im Bereich Inneneinrichtung/Möbel/DIY wünsche ich mir jemanden, der mich unterstützt. Auch interessant sind die Themen Design und Grafikdesign, Kulturelles und Nachhaltigkeit.
Solltest du dich angesprochen fühlen, freue ich mich auf eine Mail mit ein paar Sätzen und Ideen von dir.
Vermarktung
Ich suche noch immer nach einer Agentur, die in der Lage ist, für mich die Abwicklung der Werbeanfragen und Buchung der Banner zu übernehmen. Ich habe schon einige Gespräche geführt, hatte bisher aber immer Zweifel, ob der Partner wirklich versteht, welche Anforderungen bei Blogs auf ihn warten. Sachdienliche Hinweise nehme ich gerne an. :)
Organisation
Der am meisten Zeit fressende Punkt ist der Kram, den niemand außer mir sieht. Das Filtern und Beantworten der Mails. Vorbereitungen für kommenden Beiträge (Bestes Beispiel: 15 + 1 Fragen. Ich habe unzählige ausstehende Kandidaten für die Serie, auch hier muss immer und immer wieder nachgehakt werden.), Freiraum für ganz neue Projekte.
In diesem Punkt kann mir wahrscheinlich niemand helfen, außer er hat einen guten Vorschlag, wie ich den Aufwand systematisch reduzieren kann.
Und jetzt ihr so
Ich freue mich über eure Kommentare, gerne aber auch per Mail (info ät). Bitte bitte nutzt die Betreffzeile, um das Thema anzureißen.
P.S. Danke und ja, mir geht es gut. Und das soll auch so bleiben :)
UPDATE
Soooo. Danke für die vielen Mails und auch danke für die Kommentare (auch die kritischen). Ich lag die letzten beiden Tage flach, das hatte ich zwar kommen sehen, aber egal.
Ich habe mir inzwischen meinen Beitrag selbst noch ein paar mal durchgelesen, und muss zugeben, dass er verdammt naiv war. Die Idee, allen die es interessiert, einen Einlick hinter die Kulissen zu geben, ging teilweise nach hinten los. Ich habe verstanden, dass diese Transparenz als Arroganz oder Egopinseln verstanden werden kann. Wer mich ein wenig kennt, weiß wie sehr mich genau dieser Vorwurf trifft.
Ich habe auch verstanden, dass ich manches nicht mehr so handhaben kann, wie ich das bisher gemacht habe. Ich muss, auch um mich selbst ein wenig zu schützen, künftig ein bisschen mehr darauf achten, was und wie ich es kommuniziere.
Ebenfalls habe ich die bittere Gewissheit, dass es viele schlicht und einfach nicht interessiert, welche Probleme auftauchen können. Sie wollen sich bedienen, erwarten ein Angebot. Erhalten sie dies nicht so, wie es nach ihren eigenen Vorstellungen sein müsste, wird mit “dann lese ich dich nicht mehr” gedroht. Sei’s drum.
Dem kritischen Feedback gegenüber stehen viele positive Kommentare. Und viele Mails von Leuten, die mir ihre Unterstützung anbieten. In den nächsten Wochen wird sich herausstellen, was davon umgesetzt werden kann, und was (noch) nicht.
Wahrscheinlich werde ich dann Leser verlieren, aber genau wie bei den Beiträgen hier, ging es mir noch nie um Quantität. Die im Beitrag gelisteten Zahlen sollten zur Verdeutlichung dienen, nicht zum Schwanzvergleich. Einige Kommentare erwähnten etwas von wegen “nicht aufhören” – daran hatte ich beim Tippen keine Sekunde gedacht.
Was ich zu verdeutlichen versucht habe, ist, dass es neben all dem Spaß den man hat, wenn man ein Blog betreibt, auch Probleme gibt, denen man sich stellen muss.
Da ich kein Profi bin, vor der Registrierung dieser Domain noch nie etwas online publiziert habe, noch nie in der Vermarktung gearbeitet habe, oder Erfahrung in einer Redaktion gesammelt habe, ist es wohl klar, dass ich immer wieder stolpere. Für mich macht das den Reiz aus. Es zuzugeben, ist eine andere Sache.
Ich beobachte mit ein wenig Sorge, dass im letzten Jahr viele Blogs aufgetaucht sind, die im Auftrag größerer Verlage geschrieben werden, oder von Agenturen betrieben werden, deren primäres Ziel es ist, eine weitere Fläche im Internet zu schaffen, auf denen sie die Werbebanner ihrer Kunden platzieren können. Auch da gibt es positive Ausnahmen, sicher.
Insgeheim hoffe ich aber, dass Blogs wie Amy & Pink, I Heart Pluto, Feingut, White Tapes, Kwerfeldein, Stilpir.at, iGNANT, handmade 2.0 oder kopfbunt (und all die anderen) weiterhin Gas geben und dadurch wachsen werden, um auch in Zukunft unabhängige Blogs/Websites zu haben, hinter denen echte Personen mit unabhängigen Meinungen stehen. Wenn hinter diesen Blogs auch Leser stehen, die die Betreiber dabei unterstützen, entsteht ein unschlagbares Team.
Wie das aussehen könnte, wird sich herausstellen. Ich bleibe jedenfalls dran.
Amen.
Tags: Allgemein

















79 Kommentare
Am 16. September 2009 um 13:59 Uhr
fühle mich irgendwie mitschuldig wegen meiner mail von heute morgen.
absolut verständlich von dir - für mich war es sowieso ein wunder, wie du das immer gemacht hast!
also: dann mach doch nicht “einfach weiter so”, sondern in kürze mit neuem elan und plan durchstarten.
Am 16. September 2009 um 14:00 Uhr
Hey Max, haha, nein, du bist nicht “mitschuldig” :)
Am 16. September 2009 um 14:04 Uhr
puhhh, da hat sich wirklich so einiges angestaut. wahnsinn, dass du noch nicht “durchgeknallt” bist… erhol dich gut und auf bald!
Am 16. September 2009 um 14:08 Uhr
Würde mich auch wieder sehr über Interessantes zum Thema Wohnen/DIY freuen.
Viel Erfolg weiterhin und ein paar ruhige Tage.
Am 16. September 2009 um 14:13 Uhr
Ui. Na, dann ist ausmisten glaub ich das Beste, was man machen kann. :) Ist doch auch gar nicht schlimm wenn mal ein paar Tage lang Ruhe ist.
Man kann sich ja auch jeden Monat ein paar feste Tage nehmen, wo man einmal richtig durch den Laden kehrt, damit der Haufen nicht allzu groß wird.
Also ich für meinen Teil fänds überhaupt nicht schlimm, wenns auch mal Tage gibt wos keine Beiträge gibt.
Am 16. September 2009 um 14:13 Uhr
Würde dir gerne als Praktikant zur Verfügung stehen, nur leider wohne ich nicht in Köln.
Ansonsten schreibe einfach mal einen Artikel :)
Am 16. September 2009 um 14:15 Uhr
Du brauchst ganz dringend nen Praktikanten!
Am 16. September 2009 um 14:17 Uhr
Ich kann mich noch gut erinnern wie du geschrieben hast, dass du den Blog jetzt Vollzeit machen möchtest.
Ich habe mich sehr gefreut, auch weil ich dachte jetzt kommt noch mehr Content. Seit dem lese ich aber oft, dass du zur Zeit zu nichts kommst. Ich würde, an deiner Stelle, einfach mal mit dem René sprechen. Der müsste doch ähnliche Probleme haben wie du. Und er schuldet dir ja eh noch was wegen dem Kameratipp :-)
Am 16. September 2009 um 14:17 Uhr
Der Kai kommt wieder, mit Gastautoren, Unterstützung in Technik und Vermarktung und User-moderierten Kommentaren.
Und alle so YEEEAH!
Am 16. September 2009 um 14:18 Uhr
Zuallererst: Ich wünsche Dir, dass Du die Pause nutzen kannst, um möglichst bald einen freien Kopf zu bekommen. Beim Lesen Deines Artikels habe ich mir eingebildet, genau zu wissen, was Du meinst. Ich mache was vollkommen anderes wie Du mit Deinem StyleSpion. Dennoch scheint es Parallelitäten zu geben. Diese liegen wohl vor allem im “Einzelkämpfertum” begründet.
Die Antwort auf Deine Fragen schreien geradezu nach einer Redaktion. Das hört sich groß an und man muss Dinge aus der Hand geben. Um das mit gutem Gewissen tun zu können, braucht man Vertrauen in die Leute. Anders geht es nach meinen Erfahrungen nicht. Ich wünsch Dir, dass Du möglichst bald einen oder zwei Mitkämpfer findest, damit Du schon bald wieder mehr Spaß haben kannst an Deinem eigenen Produkt. Der StyleSpion ist wirklich toll und es wäre sehr schade, wenn der einzige Mensch, der auf Dauer auf der Strecke bliebe, ausgerechnet der “Spiritus Rector” des ganzen wäre, namentlich also Du.
Nochmal: Erhol Dich und dann schmeiss Dich voll in einen Auswahlprozess, der es möglich macht, dass der StyleSpion auch zukünftig so bleibt, wie er jetzt ist, nämlich sehr genial. :)
Am 16. September 2009 um 14:18 Uhr
Das mit den Gewinnern benachrichtigen kann nicht stimmen. Bei mir hat sich keiner gemeldet.
Am 16. September 2009 um 14:19 Uhr
@David Ich spreche mit René. Aber René ist ein untoter Zombie-Roboter from Outter-Space. Das kann mann nicht vergleichen ;)
Am 16. September 2009 um 14:23 Uhr
mach ne pause. du hast hier keine pflicht.
Am 16. September 2009 um 14:24 Uhr
Warum nicht gleich ein eigenes großes Online Medium gründen wie WIRED? Dort könnte jeder seiner Teilbereiche nachgehen und die Administration könnte aufgeteilt werden.
Gruß, Philipp
Am 16. September 2009 um 14:46 Uhr
Hallo Kai!
Gute Entscheidung mal wieder Luft zu holen. Ich kann Dein Arbeitspensum nur ansatzweise nachvollziehen. Allein bei mir läuft neben der Arbeit durch das Bloggen schon so viel auf, dass ich manchmal gerne einfach den Stecker ziehen würde. Wünsche Dir auf jeden Fall ein paar ruhige und erholsame Tage!
Zum Thema Gastautoren würde ich Dir gerne Leopold empfehlen. Er schreibt den Blog http://www.lilligreen.com und ist in Sachen DIY, Design und Nachhaltigkeit sicherlich der Richtige. Ich schreibe ihm mal und er soll sich bei Dir melden – sofern er Zeit und Lust hat.
Grüße nach Köln, Sebastian
Am 16. September 2009 um 14:49 Uhr
Ganz vergessen: Wenn Du Input zum Thema Nachhaltigkeit suchst (allerdings mehr aus den Bereichen Marketing und Medien) kann ich auch gerne was beisteuern…
Am 16. September 2009 um 14:51 Uhr
hallo kai,
ich kann dich wirklich verstehen, wahsinn, was da alles dran hängt. zur fotografie/video kann ich dir eventuell mal mit gastbeiträgen helfen - da aber auch für mich vieles neu ist (das sind einfach so spannende zeiten) nur in begrenztem rahmen. meld dich einfach, wenn dir nach hilfe ist. köln ist ja ziemlich klein :-)
rolf.
Am 16. September 2009 um 14:56 Uhr
@philipp “Der Kai kommt wieder, mit Gastautoren, Unterstützung in Technik und Vermarktung und User-moderierten Kommentaren.
Und alle so YEEEAH!”
hihi, das hat wirklich das zeug zum neuen klassiker
werde in kais abwesenheit alte beiträge durchforsten, sonst wirds schon sehr langweilig…
Am 16. September 2009 um 15:13 Uhr
Die Inbox ist immer das überquellende Staubecken des Unerledigten… Einfach mal den Stöpsel ziehen, Auszeit nehmen, abschalten. Gönn Dir die Pause, zum Durchschnaufen und wieder klarkommen! Und dann lesen wir weiter.
Am 16. September 2009 um 15:31 Uhr
Moin Kai - ich kann alles sehr gut nachvollziehen - zumindest probiere ich es :-)
Hier ein paar Gedankenanstöße:
- Vielleicht doch einfach klein und gesund bleiben? So nach dem Motto - weniger kann mehr sein?
- Hast du es eilig gehe langsam …
- Du brauchst ManPower im Büro, das heißt du musst wohl investieren, was wiederum ein wenig Risiko bedeutet. Aber ich denke du musst Arbeit abgeben - sonst knallste durch *Plooooooopp*
- Mach nurnoch die Arbeit, die NUR DU machen kannst.
Allein das Filtern von Emails ist schon anstrengend + Feeds + Skype + Twitter + … *autsch*
Mach mal schön Pause - GReeeeeeetz!
Am 16. September 2009 um 15:51 Uhr
Hey,
bzgl der Vermarktung: Hast Du dir mal Adnation (ehemals Adical) angeschaut? Deren Schwerpunkt liegt ja sogar explizit auf Blogs.
Am 16. September 2009 um 15:53 Uhr
Mann, dieser Blog wird immer selbstreferentieller. Wie oft durfte man jetzt schon lesen, dass dir die Labels die Tür einrennen und PR Agenturen daurnd anklopfen? Es geht doch hier nur noch um: Mein Buch / Wie findet ihr StylepSpion /Drei Jahre StyleSpion hurra…. Der Content ist schon länger zur Nebensache geworden, mal ein paar Clips, mal ein paar Tippfehler-Sätze zu einem Designstück, das die anderen Blogs schon vor Wochen hatten. Dann gleich wieder: hier meine Fotos, toll oder?
Insofern: Pause, gut.
Am 16. September 2009 um 15:56 Uhr
Hups, jetzt habe ich wohl nen Leser verloren, dabei wollte ich doch gerade dir noch erzählen, was ICH…
Am 16. September 2009 um 16:06 Uhr
Kai, gut dass du uns auf dem laufenden hältst. Du hast meinen Respekt! Durchatmen tut gut und bringt Schwung in die Bude. Ich lese schon ewig mit und hoffe, dass du genau so weitermachen kannst.
Fabian, wenn ich mich richtig erinnere, ist das hier ein Blog. Blogs waren doch nie etwas anderes, oder?
Am 16. September 2009 um 16:29 Uhr
Hier meine ultimativen Tipps zur Vermeidung des Äußersten (Burn out):
Ad 1) Rückenschule - Arbeit auf mehr als 2 Schultern verteilen. (ich könnte auch was machen)
Ad 2) Gastredner einladen - die Herrschaften von der Konkurrenz könnten ja mal was bei dir schreiben (natürlich nur deine Lieblingsblogs). Die haben dann die Arbeit, aber dafür auch die Eigenwerbung.
Ad 3) Werner Höfers Frühschoppenecke einrichten: Deine Leser schreiben doch so gern was hier rein. Du musst nur noch ein möglichst kontroverses Thema vorgeben, damit es nicht immer nur Lobhudelei wird.
Ad 4) Hör auf deine Leser: Alle 2 Tage was Schönes zu lesen reicht.
Am 16. September 2009 um 16:39 Uhr
Hallo Kai,
ich denke auch, dass sich das danach anhört, dass Du ein paar Aufgaben aus der Hand geben musst.
Könnten nicht gerade so Bereiche wie die 15+1-Fragen recht unproblematisch jemand anderes für Dich erledigen? Wenn ich das richtig sehe, stehen die Fragen da ja eh fest … Und wenn Du den Erstkontakt zur vorgestellten Person herstellst, kann das “den-Leuten-Hinterherrennen” z. B. der vielzitierte Praktikant übernehmen.
Und das Konzept lässt sich u.U. noch auf ein paar andere Bereiche übertragen.
Aber zuerst mal: Pause. Durchatmen. Haste Dir verdient!
Oder Du gibst tatsächlich mal einen kompletten Bereich (DIY etc.) an einen Gastautor ab …
Am 16. September 2009 um 16:51 Uhr
Hallo Kai!
Also ich würde mich ja sofort als engagierte Praktikantin anbieten. Aber mit Köln kann ich nicht dienen,sondern nur mit München.
Kann man da trotzdem helfen?
Am 16. September 2009 um 17:16 Uhr
Stylespion ist echt top - das hat natürlich auch Nachteile. Auf jeden Fall toll, was du dir für eine Arbeit machst, damit andere kostenlos (!) gute Informationen bekommen. Aber der Spaß soll natürlich nicht dabei verloren gehen, das ist die Hauptsache, dass du noch Spaß an der Sache hast.
700 Blogs pro Tag zu lesen ist aber auch echt heftig :o. Ich bin schon mit an die 20 mehr als überfordert ;)
Falls du Hilfe brauchst, mach doch mal ein paar konkrete Vorschläge, dann kann man dir sicher helfen.
In Sachen Grammatik/Rechtschreibung könnte ich helfen ;)
Am 16. September 2009 um 17:18 Uhr
Alle Grammatikfehler und Vertipper sind gezielt eingesetzt, um die Credibility aufrecht zu erhalten ;)
Am 16. September 2009 um 17:35 Uhr
Potentielle Mitarbeiter/Praktikanten suchen, ansprechen, ausprobieren, auswählen und einlernen heißt ja noch ein weiteres Fass aufmachen. Vielleicht einfach mal ein schöner Urlaub an einem Ort ohne Internet und Handy-Empfang?
Am 16. September 2009 um 17:36 Uhr
Oh je, jetzt hast du bald auch noch den Posteingang mit Praktikanten-Bewerbungen voll ;)
Ich finde auch, dass sich das ganze extremst nach “Lerne, Aufgaben an vertrauenswürdige Leute zu delegieren” anhört. Ist schwierig & sicherlich will man / willst du bei “deinem Baby” alles selbst machen. Aber es wird dir sicherlich gut tun. Fang doch mit kleinen Schritten an – z.B. erstmal die Content-unabhängigen Dinge abgeben. Technische Wartung etwa. Oder schaff dir ne Jury an, die im Maileingang & im Feedreader eine exklusive Auswahl für dich trifft :)
Gute Erholung erstmal!
Am 16. September 2009 um 17:38 Uhr
Ach ja, Nachtrag: Habe meinen (bedeutend kleineren) Feedreader neulich auf Wochentage umgestellt: “Immer lesen”, “Dienstag & Freitag”, “Sonntag”. Das geht ja auch in anderen Intervallen, befreit unheimlich aber von der scheinbaren “Pflicht”, alles lesen zu *müssen*!
Am 16. September 2009 um 17:39 Uhr
sorry kai, aber tobias spricht mir aus der seele.
Am 16. September 2009 um 17:39 Uhr
fabian… ich meine fabian…
Am 16. September 2009 um 18:08 Uhr
Praktikant ist keine dolle Lösung. Ich war in einer ähnlichen Situation, dass ich vor Aufträgen und Anfragen und Terminen kein Land mehr gesehen habe. Damals war ich auch nur eine “Ein Mann Firma”! Das hat sich aber geändert. Im Büro habe ich eine 400€ Kraft, die sich um das kümmert, was ich nicht schaffe, bzw. das Organisatorische übernimmt. Termine Planen, Posteingang, Posteingang. Was ich wann zu zahlen habe und welches Geld ich noch zu bekommen habe. Das ist schon eine sehr große Hilfe. Daneben habe ich inzwischen noch einen Geschäftspartner und einen Angestellten.
Allerdings muss man sich entscheiden was man macht. Entweder in kleinem Umfang alles selber machen, das bedeutet weniger Risiko, allerdings auch weniger Zeit und auch weniger Geld, wenn du nicht alle Offerten nutzen kannst. Oder du nutzt die ganzen Möglichkeiten und vergrößerst deinen Betrieb. Du hast eine gute Basis, auf der du aufbauen kannst. Aber dann hast du mehr Risiko, mehr Leute, aber auch mehr Zeit, bzw. kannst dich um wichtige Sachen kümmern. Und je mehr du mit anderen Firmen zusammen arbeiten kannst, bzw. Kunden, desto mehr Einnahmen hast du auch.
Aber nur ab und zu mal ne Pause machen bringt nichts, sonst steuerst du direkt auf einen Burnout zu. Ging mir auch so!
Am 16. September 2009 um 19:11 Uhr
Wenn du eine studentische Hilfskraft brauchst, bin dabei.
Hab Erfahrungen in der Koordination innerhalb eines hiesigen internationalen Medienunternehmens..bin ein “organisations und durchblickstalent”… also durchaus geeignet… :)
Ansonsten… Pause nehmen.
Ich finde gut,was du machst.
Am 16. September 2009 um 19:12 Uhr
@Fabian: du hast schon rech. Mich nervt Kais regelmäßiges rekapitulieren und sein Hang zur Selbstdarstellung auch mittlerweile. Wem die Tür eingerannt wird, der kann (sofern es finanziell interessant ist) Verstärkung anheuern. Kai, irgendwie passt es für mich auch nicht zusammen… auf der einen Seite wirbst du mit “tausenden Lesern” für Stylespion auf der anderen Seite scheinst du dem Druck nicht gewachsen und reagierst angepisst, wenn jemand dich ehrlich auf etwas hinweist, was wie ich finde auch zutrifft. Bedank dich dafür ;)
In diesem Sinne,
Michael
Am 16. September 2009 um 19:12 Uhr
Und alle so YEEEAH! :D Der Kai braucht Personal.
Da Fällt mir doch direkt was von Joint Venture ein http://www.joint-venture.de/musik/ichbrauchpersonal/text03.htm
Am 16. September 2009 um 19:15 Uhr
Kai, wenn du einen Praktikanten oder eine Aushilfe suchst, biete ich mich gerne an. Dein Blog deckt sich absolut mit meinen Interessen ab (Style, Design, Fotografie, Musik, Trends), Erfahrung in Sachen Bloggen hab ich auch, les deinen Blog nicht erst seit gestern, bin jung & dynamisch und das Beste: Ich wohne auch noch in Köln-(Neu)Ehrenfeld. Toll oder? ;-)
Ansonsten: Angenehme Pause!
Am 16. September 2009 um 21:01 Uhr
du kommst wahrscheinlich nicht drum rum zu expandieren. große aufgaben aufsplitten und verteilen, sonst wirst du hier ja nicht mehr glücklich. wie wärs denn mit arbeitsgruppen, das ist doch gerade total modern irgendwelche arbeitsgruppen zu organisieren.
das prinzip mit den gastbeiträgen finde ich gut, gerade da du dadurch mehr zeit gewinnst, jedoch ist es schwierig die quallität bei zu behalten.
bilde doch ein blog-team
welches sich um die kommentare, gewinnspielauslosungen etc. kümmert, gastbeiträge prüft
dann ein recherche team
welches inhalte sammelt, zusammenstellt und aufarbeitet, gastbeiträge prüft
finanztechnisch gibt es da auch mehrere lösungen. die jugend ist billig und willig und sachpreise kommen da ja auch genug bei dir an ^^
- ideenvorschlag ende -
Am 16. September 2009 um 23:14 Uhr
Ja mach das, nimm dir ein paar Tage frei. Von jeder Beschaeftigung kann und sollte man sich mal ein bisschen Zeit und Distanz nehmen.
Stylespion läuft ja, egal ob du hin und wieder ‘n Päuschen einlegst aber Photospion solltest du schliessen oder nein! nicht schliessen, aber mach irgendwas, poste Sachen oder lass es, weil eigentlich sind alle Posts drueben sehr interessant - Qualität gut - aber Quantität strebt zu 0. Also keine Ahnung, TU WAS, es ist dein Blog.
Am 17. September 2009 um 00:52 Uhr
Hi Kai,
auch wenn ich Deinen Blog echt gerne lese und Dir den Erfolg gönne, so muss ich doch zugeben, dass ich dem Kommentar von Fabian im Grundgedanken zustimme.
Vielleicht solltest Du Dir Gedanken über die richtige Zeitfürartikelunddaswasstylespionausmacht/Zeitfüranfragenundkommerzielles-Balance machen.
Vielleicht ein paar mehr interessante Artikel verfassen und ein paar weniger Promo-Material lesen. Ist schwer für mich als Nicht-Promi-Blogger zu beurteilen, nur meine spontane Meinung. Aber ich habe den Eindruck, daß Rene und zum Beispiel Jeriko es auch schaffen viel Content zu bringen.
Mir ist klar, dass Du den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hast und dass am Ende des Monats auch noch Butter im Kühlschrank sein muss, aber darunter soll der Content nicht leiden. Anyway - ich bleib Leser
Gruß
J.
Am 17. September 2009 um 09:03 Uhr
Hey Kai,
muss es denn unbedingt eine Agentur sein, die für dich das Marketing übernimmt?
Arbeite in diesem Fall vllt eher mit einem Freiberuflichen zusammen. Da kommt man vllt eher zusammen und kann gemeinsame Ideen spinnen und Konzepte entwickeln als eine Agentur.
Wobei die Agentur natürlich auch Vorteile hat.
LG
Anne
Am 17. September 2009 um 09:49 Uhr
Die Pakete können gerne an mich weitergeleitet werden! dann Review ich auch fleißig :P
Manchmal denke ich aber auch das der Blog viel zu viel auf dich bezogen ist. Ich dachte die Themen wären Musik, Fotografie etc und nicht “Kai Müller” wenns dir nicht gut geht bzw du einfach nicht nachkommst dann hol dir jemanden ins boot.. du wirst ja wohl ein paar bekanntschaften durch den blog gemacht haben, zu vertrauenswürdigen personen mit dem nötigen Know-How dir unter die arme zu greifen. Früher als http://www.funny-fresh.de noch online war (Großer Fun Blog) hatten wir auch mehrere leute im Team. Alleine hätte das gar nicht funktioniert.
Am 17. September 2009 um 14:24 Uhr
… kann mich den letzten beiden comments nur anschliessen - zu selbstreflektiv in letzter zeit.
grüße
Am 17. September 2009 um 15:30 Uhr
ich würde gerne mal einen leserbeitrag machen! wennich ein thema hab, meld ich mich :)
Am 17. September 2009 um 15:49 Uhr
Komisch, die meisten Blogs lese ich weil mich die subjektive Meinung der Autoren interessiert. Und das bei Bereichen die mich ansprechen und ich ein selbst ein wenig Hintegrundwissen habe. Für weniger “selbstreflektiven” Kram hab ich dann Reuters im Feedreader.
Also Kai, schöne Auszeit denn.
Am 17. September 2009 um 17:56 Uhr
schliesse mich den kommentaren an in dem es darum geht das es in letzter zeit zu sehr um dich geht und darum wenn du alles triffst,was du alles bekommst…. zu wenig um die anfänge wie diy und co.
nicht alle bewegen sich in deiner hippen welt
bitte nicht so verstehen als ob wir dir den erfolg nicht gönnen. eher im gegenteil doch bitte denke an die (ehemailigen) tollen inhalte hier… oder bist du jetzt ein pr strategeeeee?
wenn du ein buch schreiben willst nur zu aber bitte stylespion da raus halten ;-)
Am 17. September 2009 um 20:09 Uhr
Aaah was geht denn jetzt ab? Nein, nein, nein! Stopp! Hört sofort auf ihm einzureden er solle objektiver schreiben. Da geht die Grundidee eines Blogs verloren. Und vor allen Dingen würd’s nie so gut laufen wie jetzt. Kai gestaltet diesen Blog durch seine oft wirklich skuriosen, subjektiven Artikel zu einem großen Etwas mit vielen Ecken &Kanten, an denen man sich die Zähne wetzen &ausbeisen kann oder es einfach betrachtet und herrlich findet…
Am 17. September 2009 um 20:38 Uhr
Schon mal an nen Praktikanten gedacht? Also nur fürs erste…
Am 17. September 2009 um 21:03 Uhr
ich vote für Sekretär/in. Die haben mit Papierkram Erfahrung.
Du könntest ihn/sie mit einer weiteren Werbeanzeige finanzieren. Sie verwaltet “ihre” Werbeanzeige selber und entscheidet damit auch über ihr Gehalt. ;)
Am 17. September 2009 um 21:53 Uhr
“Generation Praktikum” ist einfach asozial.
Schlimm genug, dass sich hier sofort wieder Leute unter Wert verkaufen wollen. Der Ich-Mache-Was-Mit-Medien-Wanderzirkus setzt sich in Bewegung…
Am 17. September 2009 um 21:55 Uhr
Krass, was hier so abgeht! Mit Scham lese ich hier so den ein oder anderen Kommentar.
Wikipedia-Zitat:
“Der Herausgeber oder Blogger steht, anders als etwa bei Netzzeitungen, als wesentlicher Autor über dem Inhalt, und häufig sind die Beiträge in der Ich-Perspektive geschrieben. Das Blog bildet ein für Autor und Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen.”
Was erwartet ihr? Es ist ein Blog und das soll es auch bleiben. Es geht um den Inhalt, den man als Autor selbst für wichtig empfindet. Wenn hier nur noch eine DIY-Sache nach der nächsten gepostet wird und mehr willkürlicher Content und weniger Persönliches geschrieben wird, wird es eine Linkschleuder, die es zu Tausenden im Netz gibt.
Dieses Blog lebt vom PERSÖNLICHEN Austausch zwischen dem Stylespionen und den Lesern. Wer das nicht begriffen hat, sollte seinen eigenes Blog aufmachen und sich seine Artikel selber zusammenstellen. Echt traurig!
Am 17. September 2009 um 22:02 Uhr
richtig richtig roitsch!
Am 17. September 2009 um 22:05 Uhr
@roitsch: kann ich mich nur anschließen. wollte nur keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, denke aber das Gleiche.
Am 17. September 2009 um 22:11 Uhr
Was für ein Zufall, auch für mich ist @roitschs Kommentar der erste unter diesem Artikel, dem ich mich voll und ganz anschließen kann :)
Am 18. September 2009 um 10:02 Uhr
Um die Qualität zu halten - mach einfach eine Pause. Das ist auf jeden Fall besser als halbherzigen Inhalt zu bieten. Vielleicht findest du dann auch ganz neue Sichtweisen für die Zukunft des Blogs - wo du doch schonmal die Stylespion-Community angesprochen hast, aber dazu nichts mehr gesagt hast ;)
Alles Gute weiterhin!
Achja - die Idee des Praktikanten ist super. Ich bin sicher, da würden einige Menschen viel lernen und dich vllt sogar bereichern…
Am 18. September 2009 um 13:40 Uhr
Hallo Kai, also, ganz im Sinne der “Blogs sind dann Blogs, wenn der Blogger etwas Ich durchblicken lässt”-Angelegenheit würde ich sagen, lagere doch einfach das aus, wozu du nicht dringend vonnöten bist. Marketing und Technik sind da doch naheliegend. Und wie schon jemand weiter oben meinte, bieten sich Gastbeiträge im festgelegten Rahmen (wie die 15+1 Fragen) doch auch sehr an. Ansonsten zwingt dich ja auch niemand, alles sofort umzustellen auf Die Optimierte Version (TM). Delegiere vielleicht erstmal das, was dir am lästigsten ist, und guck dann mal ein paar Wochen, wie das so läuft? Kein Streß und so.
Frohe Auszeit und frohes Entscheiden!
Am 18. September 2009 um 18:42 Uhr
so jetz muss ich doch auch mal meinen senf dazugeben:
ich sehe diese ganze diskussion zwiegespalten. zum einen ist es sicherlich so, dass stylespion ein blog ist der von seinem autor lebt. und von den inhalten die er publiziert. also soweit alles in ordnung.
zum anderen finde ich aber auch, dass diese fast monatlichen wasserstandsmeldungen irgendwie nicht angebracht sind. es entsteht schnell der eindruck dass die nur dazu dienen sollen, dich (kai) in besonders hellem licht stehen zu lassen und zu zeigen wie toll der blog doch ist.
pause hin oder her, obs was bringt musst du für dich selbst entscheiden. ich mag den blog und werde ihn auch weiterhin lesen, ich könnte mir aber vorstellen dass alle daten, zahlen, fakten, wenn sie dir schon so wichtig sind irgendwo einen eigenen platz finden könnten. dann kann jeder selbst entscheiden ob er das ganze lesen will oder nicht!
Am 18. September 2009 um 18:57 Uhr
@FABIAN: GENAU deiner Meinung bin ich schon ne ganze Weile. Was hier früher echt cool war hat seinen Style schon lang verloren. Daher spioniere ich lieber auf den Interessanten Blogs hier draußen im Web.
Grüße Manuel
Am 19. September 2009 um 11:07 Uhr
Ich rate dir auf jeden Fall dazu, dich zu vergrößern. Wenn du kein Personal anstellen willst, dann brauchst du ‘nen Partner. Aber die Gefahr, dass dich Partner verarschen, ist immer da. Ich würde lieber am Anfang weniger Geld für mich haben und Personal einstellen, als das Risiko eines gleichberechtigten Partners einzugehen, der dich dann verarscht.
Am 19. September 2009 um 12:20 Uhr
Hey Kai,
geniesse die Zeit. Eine Auszeit kann wirklich Wunder wirken.
Ich gebe aber auch den kritischen Stimmen hier recht. Ich glaube dir zu 100% was du schreibst, dass du viel, viel machst und zu tun hast. Wir aber sitzen am anderen Ende der Leitung uns sehen lediglich den Output. Wenn ich mir ansehe was da beispielsweise in den letzen 8 Tagen gekommen ist, sieht das nicht nach Vollzeitjob aus.
Was ich damit sagen möchte ist, dass du ein Mittel finden solltest wie du schneller zwischen relevanten und nicht relevanten Dingen unterscheiden kannst, dich nicht zu sehr mit “administrativen” oder “brotlosen” Dingen beschäftigst.
Du bist als Mensch, Marektinginstrument und Institution durch Stylespion “populär” geworden und musst nun selbst wissen wie du in Zukunft diesen Status nutzt.
Bedenke aber dass du mit Stylespion für die meisten einzelnen deiner Leser (nur) ein kleines Mosaik im WWW und ihres Tages bist, wenn Stylespion für sie nicht mehr lesenswert ist bleiben sie weg. Man sollte nie davon ausgehen dass irgendetwas ein Selbstläufer und man selbst unentbehrlich ist, auch wenn man es schon weit gebracht hat (heisst nicht dass ich dir Letzteres unterstelle, aber die Gefahr wäre bei jedem von uns gegeben).
Ich wünsche alles Gute, ob mit oder ohne Stylespion.
Am 19. September 2009 um 14:05 Uhr
Ich konnte nicht jeden Kommetar beantworten, habe stattdessen ein Update (oben) veröffentlicht.
Am 19. September 2009 um 14:10 Uhr
Mit all die Anderen ist natürlich, sicherlich auch die Pirgofabrik gemeint, oder? ;-)
Was ich noch zum Thema “stolpern” schreiben Wollte. Ohne das “Stolpern” hätte ich wahrscheinlich niemals “laufen” gelernt! Also, stolper ruhig weiter! ;-)
Am 19. September 2009 um 14:15 Uhr
Ich glaube, ich unterstütze Dich seelisch und moralisch und gehe öfters Mal ein Bier mit Dir trinken. Das sorgt dafür, dass Du so bodenständig bleibst wie Du bist!
PS: Ich kann auch “gastartikeln”, aber die Fotothemen schreibst Du ja lieber selbst. Und ob Deine Leser was über Golf lesen wollen….?
:)
Am 19. September 2009 um 14:45 Uhr
Ich verstehe das Problem nicht wirklich. Man ist diese Art von Beiträgen von Dir gewohnt, Kai. Für mich machen sie zu einem nicht unerheblichen Teil das speziell stylespioneske Lesevergnügen aus. Wie man einigen obigen Kommentaren entnehmen kann, stehe ich mit dieser Meinung nicht allein da.
Sei’s drum. Es scheint auch die andere Sorte zu geben, die schlicht bedient werden will, die Stylespion als reines Newsangebot sehen. Sie gestehen Dir einen gewissen Geschmack (bei der Auswahl der Beiträge) zu und wären froh, wenn Du ansonsten die Klappe halten würdest. Ich will gar nicht kritisieren, daß sie den - für mich höchst interessanten - “Blick hinter die Kulissen” als reine Selbstbeweihräucherung verstehen. Es interessiert sie einfach nicht. Punkt.
Ich frage mich allerdings, warum sie diese Artikel dann trotzdem lesen. Aus der Überschrift oder spätestens nach den ersten drei Zeilen wird die Intention des Posts ersichtlich. Aber um ihnen entgegen zu kommen, ein Vorschlag: Vielleicht kennzeichnest Du diese Artikel in Zukunft noch etwas deutlicher. Oder denkst darüber nach, sie für Leute, die offenbar glauben, wenn sie ihren Feedreader nicht brav auflesen, gibt es morgen schlechtes Wetter, aus dem RSS in eine eigene Unterrubrik auszugliedern.
Dafür hättest Du mit mir jedenfalls den ersten Abonnenten sicher. (Bisher komme ich immer via getwitterten Link auf Deine Seite.)
Am 19. September 2009 um 15:16 Uhr
Kai, ich mache mir bei dir keinerlei Sorgen, dass du deine Pläne auf die Reihe bringst, Wichtiges von Unwichtigem trennen kannst und nach und nach eine gewisse Routine und Souveränität in diesen Blog und alles was drumherum passiert gelangt.
Vielleicht sind die Grenzen einer einzelnen Person bei so großen Blogs auch irgendwann erreicht, da sind Angebote mit mehreren Autoren womöglich etwas im Vorteil, da der Betrieb dennoch weitergeht, auch wenn einer der Schreiber temporär mal einfach keinen Bock mehr hat.
Aber du hast es allein (deine Leser und Unterstützer jetzt einfach mal ausgenommen) bis hierher geschafft und wirst dein Ding ohne jede Frage auch weiterhin durchziehen, nicht zuletzt, weil du ein sympathisches Kerlchen bist, das sich auch einfach mal hinsetzt und nachdenkt. Und das kalte Bier hier in Berlin wartet immer noch auf seinen Erlöser ;)
In diesem Sinne: Fortfahren.
Am 19. September 2009 um 15:43 Uhr
Besinn dich wie auf die alten Tage, mehr DIY Sachen, Innendesign etc. Nicht mehr so viele Fotos/Musik Sachen. Du magst ja ein guter Fotograf sein und über Musikgeschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber das sind nicht die Themen weswegen ich damals angefangen hab den Blog regelmäßig zu lesen und um ehrlich zu sein hast du gerade auf dem Gebiet Fotografie eine zu große Konkurenz als das sich dein Blog da großartig heraushebt.
Mein Vorschlag. Verfrachte diesen ganzen Fotokram auf Photospion.de sowie du es damals auch angedacht hattest.
Am 19. September 2009 um 16:59 Uhr
Wie schon wieder ne Auszeit? Du warst doch gerade erst im Urlaub! ;-)
Ich glaube, du machst dir da selbst zu viel Druck. An deiner Stelle wuerde ich mir 1-2 feste Helfer suchen, die woechentlich 3-5 Artikel posten und nach Aussen hin Teil von Stylespion werden. Du kannst ja weiterhin die redaktionelle Vollmacht behalten.
Es gibt sicherlich ne Menge kleine Tools, die dir die Arbeit etwas erleichtern. Z.B. wuerde ich mal damit anfangen, dir hier ein ordentliches Kontaktform zu basteln, das dir erlaubt allgemeine Anfragen, Themenvorschlaege, kommerzielle Anfragen etc. zu kanalisieren. Auch Dinge wie die 15+1 Interviews kann man alle ueber Formulare (Google Docs) vereinfachen und in DB speichern - wesentlich einfacher zu verwalten.
Ich weiss nicht, wie du das mit der Bannervermarktung machst oder wieviel Zeit man sparen koennte, wenn man sowas an Seiten wie buysellads.com auslagert. Auch eine Seite mit Mediadaten wuerde wohl einen Schwung Emailanfragen wegnehmen.
Das Problem, dass du nicht zu privaten Projekten oder der Umsetzung von Ideen kommst, hat doch glaube ich jeder kreative Selbstaendige. Mir geht’s da nicht anders. Nur ‘beschwere’ ich mich darueber nicht offiziell. (Abgesehen von meinem Gejammere auf Twitter) Da gibt es eigentlich nur 2 Loesungen: 1-2 Mal im Jahr eine laengere Auszeit nehmen und sich darauf konzentrieren oder eben Arbeit permanent auslagern und sich x Tage die Woche freimachen, fuer neue Dinge, die einem dieses gewisse Gefuehl der Selbstverwirklichung bieten.
Das groesste Problem ist aber Kopfsache. Man macht sich oft mehr Stress als notwendig. Ich glaube sogar, dass Stylespion davon profitieren wuerde, wenn du von den 700 Blogs in deinem Reader die Haelfte rauskickst und dich mehr auf hochwertigere und individuellere Beitraege konzentrieren wuerdest.
Fabian und ein paar der Jungs haben meiner Meinung nach insofern recht, als dass du deinen Erfolg als Last kommunizierst und das regelmaessig. Dasnichsonett. Denn im Grunde sagst du uns dadruch ja “Leute, ihr ueberfordert mich”.
Also, durchatmen und vielleicht mit ein paar Leuten reden, die Ahnung von Mediaplanung, Redationsarbeit und Contentvermarktung haben. Auch wenn du eher als Indie-Blog rueberkommen willst - ein wenig professionellere Vermarktung und Organisation kann nie schaden. :) Alles Gute…
Am 19. September 2009 um 19:17 Uhr
Lass uns mal in Ruhe drüber telefonieren, Kai. Ruh Dich ruhig aus, das ist superwichtig.
Am 19. September 2009 um 22:46 Uhr
1.) Auszeiten sind überbewertet. Spätestens 2 Tage nach der Auszeit is alles wie vorher, das muss man anders regeln: Ob Du’s glaubst oder nicht, ich habe in den vergangenen zwei Monaten meine Rechnerzeit halbiert und mir ne Auszeit genommen (klingt schizo, ich weiß, lies weiter).
Mails und Feedreader nur morgens und abends. Abends nur Beiträge tippen, die man für den nächsten Tag timed und am folgenden Morgen die passenden per Autobot über den Tag verteilen. Max 2 Stunden.
2.) Mails und Anfragen
Ich weiß nicht, wieviele Anfragen Du bekommst, scheinen mehr zu sein, auch aufgrund der Nische (Design), aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen: 95% sind Schrott. Hier gilt: Über Schrott nicht nachdenken, sondern löschen. Klingt sehr harsch, ist es auch, kann man aber ab einer gewissen Anzahl nicht mehr anders handeln. Ich hab’ bei mir da die Regel eingeführt: Sobald ich darüber nachdenken muss, ob die Anfrage passt, passt sie nicht. Und weg damit.
Ansonsten siehe oben: Mails auch nur morgens und abends. Alles, was Du beantworten willst, beantworte es sofort. Lösche den Rest.
3.) Entscheide Dich für nen Blogvermarkter und denk’ nicht tausend Jahre nach, welcher der Stylespionigste ist. Unterschreibe keine Exklusiv-Verträge (<– never, ever!) Bei Anfragen, bei denen Du bei 2.) sofort überzeugt bist, kannst Du so individuelle Deals aushandeln.
4.) Deine Aktionen und Serien hast Du Dir selbst aufgehalst, gut so, aber werde auch mit der Arbeit fertig. Wenn das länger dauert, dann dauert es länger, no one cares.
5.) Nochmal nochmal nochmal: Mail und Feedreader nur morgens und abends. Ich befolge meine Regeln auch nicht stringent, aber immerhin einigermaßen stringent und es hilft.
6.) Wenn Du im Feedreader über etwas so fantastisch superes stolperst, zu dem Dir nix einfällt, dann denk nicht lange rum und schreibe: „Ich liebe diese Poster von Dings… [Zitat] [Link]“. Oder so ähnlich. Ein superfantastisches Item zählt im Zweifel mehr als ein origineller Text.
7.) Wenn Du im Feedreader über etwas nur okayes stolperst, zu dem Dir sofort eine Mörderstory einfällt, schreib sie auf, das geht innerhalb von Minuten. Eine schöne Story zählt im Zweifel mehr als ein superfantastisches Item.
8.) Meiner Meinung nach ist Deine „alle Kommentare moderieren“-Policy zu zeitaufwändig. Ich weiß nicht, was die Ursache dafür ist, aber ich vermute hier nicht viel mehr Trolle als bei mir oder Johnny. Also was solls.
Und: „Keine Nicknames!“ Warum? Zuviele Regeln kosten zuviel Zeit.
9.) In der Zeit, in der Du diesen Kommentar gelesen und freigeschaltet hast, hätte ich zwei Blogbeiträge veröffentlicht. Denk mal drüber nach ;)
10.) Du stellst Qualität über Quantität. Okay. Mir begegnen täglich mindestens 20 Design-Beiträge, die ich mir auch hier vorstellen könnte. Warum stehen die hier nicht? Hier, glaube ich, unterliegst Du dem Fehler, dem auch ich oft unterliege: Wenn’s schon auf BoingBoing steht, kennt’s eh jeder.
Das ist Bullshit. Kümmer Dich um Deine eigene Website und mach sie zum besten Designblog in Deutschland. Das schließt Quantität mit ein. Get over it.
Mail mir mal ;)
Am 20. September 2009 um 01:08 Uhr
Wow…
Nach so einem Post fällt mir mal wieder auf dass es doch eigentlich nur Nullen und Einsen sind. Ich bin 21, bin mit dem Internet groß geworden, nutze es jeden Tag (den ganzen Tag) und trotzdem muss ich sagen dass manche Leute, und du scheinst mir dazuzugehören :) das ganze ein bisschen zu wichtig nehmen. Ok, du lebst vllt. mittlerweile davon. Aber was genau tust du? Du sitzt den ganzen Tag vor dem Rechner, forstest andere Blogs durch und schreibst dann über Sachen die morgen schon wieder alle vergessen haben. Soll das ein Lebensinhalt sein?? Gut, klingt jetzt zu hart, dein Blog ist einer der wenigen mit gutem Content. Aber bei den meisten Blogs ist es einfach nur weiterverwertung von Zeugs das andere geschaffen haben. Und deswegen hab ich meinen Blog auch gekillt. Ich will lieber selber etwas erschaffen. Und das geht einfach nicht 20mal am Tag. Wozu also ein Blog? Und wozu müssen es 200.000 Leute wissen wenn ich auf nem Konzert war oder mir ne neue Kamera gekauft hab? Das ist doch eigentlich sowas von unwichtig. Haben wir es nötig von ner Viertelmillionen Menschen bestätigung zu bekommen? Reichen dafür nicht zwei gute Kumpels und die Freundin? Warum teilen wir so wenig wirklich Weltbewegendes mit? Und wenn ich schon die ganze Zeit am Rechner sitzte, lieber arbeite ich stundenland an einem Plakat für die Band von nem Kumpel. Das sehen vllt. nur 50 Leute, aber ich weiß zumindest dass ich meinen Kumpel und seine Band verdammt glücklich gemacht habe.
Manchmal bedauere ich es dass das Internet scheinbar so wichtig geworden ist. Denn es ist es einfach nicht. Scheiß auf twitter, myspace, wenn du jemandem was wichtiges sagen willst ruf ihn an. Oder geh mit ihm/ihr ein Eis essen. Es ist nur Elektro-Müll. Wenn das Internet morgen ausfällt bleibt nichts zurück. Und die Zeit die man damit verbracht hat bekommt man auch nicht wieder. Also lasst euch davon nicht kaputtmachen sondern tut lieber etwas wovon ihr auch wirklich was habt.
Am 20. September 2009 um 01:09 Uhr
ironischerweiße schreib ich das nachts um 1e…ich sollt bei meiner freundin sein und nicht vor dem fucking rechner sitzten!!! :)
Am 20. September 2009 um 10:25 Uhr
@ René Eintrag / Kommentar des Tages!! Du hast es auf den Punkt gebracht. Danke für diese Worte - werde ich mir mal auf die Fahnen schreiben. Schönen Sonntag noch auch jetzt ab nach draussen - Frühstücken mit Freunden
Am 20. September 2009 um 10:32 Uhr
So, besonders mit dem Kommentar von René ist doch wohl mehr als alles gesagt. Tipps und Hinweise gabs genug, von Leuten die Ahnung haben und von welchen die keine haben. Das ganze wurde gewürzt mit Kritik und Euphorie. Also Arschlecken: umstrukturieren und einfach weitermachen. Es kann nun mal nicht jede Arbeit wunderbar laufen, guck dir die Ottonormalmenschen an, die alle 8 Stunden am Tag irgendwelchen Kram machen, um über die Runden zu kommen. Die heulen ja auch nicht rum, außerdem hast du es doch gar nicht so schlecht, so als Blogger.
Aufen Hosenboden gesetzt und los gelegt.
Am 20. September 2009 um 11:35 Uhr
Es macht mich nachdenklich zu sehen, wo es “hinführen” kann… Hoffentlich bleibt da der Spaß nicht irgendwann auf der Strecke… Für mich ist es mittlerweile ein lieb gewordenes Ritual, morgens einen Artikel zu schreiben… allein die Recherchen hierfür zwingt mich jeden Tag Neues zu entdecken…
Ich hoffe, Du bleibst dran und wir lesen noch lange von und mit Dir!
Am 20. September 2009 um 13:42 Uhr
Hey Kai. Ehrlich und transparent finde ich immer gut. Das weisst du. Du musst dir auch nicht alles annehmen was manche Leude so von sich geben. Vor allem nicht von denen, die nicht wissen was hinter einem solchen Projekt steht.
Das der Zeitpunkt kommen würde an dem alles zu viel wird für dich war dir sicherlich klar. Entweder one man show bleiben und Hardcore filtern oder das Ding zu nem großen Projekt machen. Ein Team gründen…das Potenzial ist da…natürlich ist das viel Arbeit und es kann einem ein bisl Angst machen aber ich bin mir sicher du wirst die richtigen Entscheidungen treffen.
Am 22. September 2009 um 09:59 Uhr
Hallo,
ich kann roitsch nur zustimmmen. blogs leben von persönlichkeit. und ich finde das kein unnötiges gejammer sondern offene ehrlichkeit. und einige können eben damit noch nicht umgehen, werden es sicher aber noch lernen ;-)
großen respekt dafür, dass hier so zu kommunizieren und dich somit auch den ganzen kommentaren auzusetzen.
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