Über Fashion bloggen? Niemals.

fashion

Dieses Foto ist wirklich wunderbar. Es ist sozusagen eine Zusammenfassung dessen, warum ich hier – obwohl es sogar eine Kategorie dazu gibt – nicht wirklich über Fashion schreibe.
Das Ding namens Fashion, das ich eben nicht mit “Mode” übersetzen würde, zieht sich durch eine riesige Schar an Blogs. Hierzulande tauchen diese Blogs (noch) nicht in den Blogcharts auf, und trotzdem werden sie gelesen und geliebt.

Diese Art von Fashion, in der es um Klamotten geht, die wahrscheinlich 99,9% von uns im Leben nicht tragen würden, die kann ich so gar nicht nachvollziehen. Diese Typen auf dem Foto sehen aus wie… ach egal.

Versteht mich nicht falsch. Mich interessiert selbstverständlich was man gerade so trägt. Und klar, auch ich verfalle gerne dem ein oder anderen Trend (aber ich trage ganz sicher keine Lila Stretch Hose von AA).

Ich gehöre zu den Leuten, die sich an Kleidungstrends erst gewöhnen müssen. Vielleicht liegt das daran, dass ich partout nicht einsehen möchte, wie die Mode aus den frühen 80ern, die wir nunmal alle bis vor zwei Jahren wirklich lächerlich fanden, nun in etwas abgeänderter Form wieder das Ding ist.

Ich habe tatsächlich einige Fashion Blogs abonniert, beispielsweise F&ART. Mahret leistet wirklich klasse Arbeit, und hat einfach ein Händchen für Stil. Andere Fashion-Blogs habe ich auch abonniert, aber das dient eher der Unterhaltung. Vor allem in den Kommentaren zicken sich kleine Mädchen so herrlich an.

Ich werde niemals über Fashion bloggen können. Es wird mich niemals interessieren, wer bei einer Fashion-Week “in der Frontrow gespottet” wurde. Das ist schlichtweg nicht meine Welt, und für mich in der Reihe der oberflächlichen Dinge kaum zu überbieten.

Ich schreibe lieber weiterhin über Klamotten, und Stil, und die anderen schönen Dinge.

Was wollte ich jetzt eigentlich sagen? Achso: Toll, dass es so viele Dinge gibt, über die man sich herrlich streiten kann, obwohl sie nichts bedeuten. Oder doch?

Gesehen bei The Junction und pudri.
Fotocredit: altamiranyc

27 Kommentare (closed)

  1. Öhm, thanks for the info. Ich schreib auch gleich einen Beitrag warum ich keine Gartenzwergblogs lese und weshalb mich Blogs zum Thema Heimwerken so gar nicht interessieren.

    Nun ernsthaft – “Fashion” wird (für mich) erst dann spannend, wenn sie über das Gewohnte hinaus geht, sich wie freie Kunst aufführt (aber eben doch angewandt ist), den Körper, Stilfragen und Historie (scheinbar) ignoriert oder bis zum Erbrechen darauf herumhakt und damit skulptural ist. Was großes eben, etwas, das auf-, an- und erregt.

    Unspannend sind: Trends, Regeln, Engstirnigkeit und Oberflächlichkeit.

    Und sonst halte ich es wie immer – was mich nicht interessiert, les und kritisier ich nicht. warum auch? jedes thema findet seine anhänger.

    PS: das bild wurde von altamira nyc gemacht, credit wem credit gebührt

  2. ich kann dein unverständnis dieser mode gegenüber verstehen, aber du musst das im kontext betrachten. ich würde im büro sicher auch nicht so rumlaufen, wohl aber auf der straße, vor allem wenn grad fashion week ist. es erfordert sehr viel talent, stile verschiedener modeepochen zu mixen und am ende nicht völlig bescheuert auszusehen. sicher ist das hier ein extrembeispiel aber nichtsdestotrotz ist mode doch am ende auch nur ein spielzeug und spielen soll doch auch spass machen. :)

  3. Hab ich das gerade richtig aufgefasst? Das hier ist ein Gartenzwergblog? Finde ich witzig. Ich hab auch ein paar Fashion Blogs in meinem Reader aber eher weil manche auch aus Köln sind und immer gute Parties ansagen wie z.B. die Mädels von LesMads.
    Darüberhinaus ist noch der Roberto drin im Feedreader. Persönlich kann ich mit Haute Coutoure/Fashion/Irgendwas nicht so viel anfangen, weil ich wahrscheinlich auch nicht genug im Bilde bin bei dem Thema. Ausserdem hab ich mein eigenes Lieblingslabel in geschmackssicherer Hand beim Andre in DDorf ABT rocks! Für Inspiration reicht es bei den Blogs allemal.

    Also: Nicht nur Ehre wem Ehre gebührt sonder auch Jeder jeck is halt anders.

  4. JAWOLL! über dinge die alles und nichts bedeuten können kann man noch immer am besten diskutieren. mode und sport sind für mich da die paradedisziplinen…!

  5. Sehr interessante Kommentare =D Herrlicher Beitrag.

  6. Fashion, Mode, Trend hin oder her – ich finde es immer angenehm, wenn Leute auch mal anders aussehen. Die beiden auf dem Foto sehen doch chic aus (mal von der Brille links abgesehen). Ich würde mich das nicht trauen (und frage mich gleichzeitig, warum eigentlich nocht?), finde es aber gut wenn Leute sich gegen den Strom kleiden. Dabei ist es egal, ob es schon mal da gewesen ist, oder ob es mir persönlich gefällt – ich finde die Einstellung dahinter klasse.

  7. Pingback: Modesünden - der Pac Man Helm | Pimpettes

  8. Hui, erster Kommentar hier, aber mich juckts gerade zu sehr in den Fingern, dass ichs nicht lassen kann, auch etwas zur Diskussion beizutragen.

    Also wenn ich das richtig versteh, ist Kai’s Beitrag hier einerseits eine Meinungsbekanntgabe. Dass er in einem Designblog eine Sparte des Designs aufgrund fehlendendes Bezuges ausschliesst, ist genauso unstrittig hinzunehmen, wie es unstrittig ist, das Modedesign auch eine anerkannte Sparte des Designs ist.
    @Mary : Eine generalisierte Feststellung, dass es nicht passt über Themen zu schreiben die einen nicht interessieren, ist hier also falsch. Der Vergleich mit Gartenzwergblog geht mir etwas zu sehr am Thema vorbei. Mit Engstirnigkeit oder Oberflächlichkeit hat das nichts zu tun.

    Denn: andererseits ist der Beitrag ja auch eine Umfragung des Kunstbegriffes. Was Kunst bedeutet, ist und den persönlichen Bezug dazu. Und da kommt auch meine Meinung dazu :

    Ich persönlich vertrete da einen sehr dadaistischen Ansatz, das grundsätzlich erstmal alles Kunst ist, da sie nicht nach Regeln läuft oder sich einordnen lässt, also schlichtweg subjektiv ist und nicht anders sein kann. Ganz anders die Kunstentwicklung, die gewissermassen anerkannt ist, weil sie in einem gesellschaftlichem Kontext eine ganz anderes Größenmaß vertritt. Das heisst nicht, dass die Größe der Kunst an der Zahl der Menschen gemessen wird, die etwas damit anfangen können ( subjektiv! ), aber trotzdem vereinfacht gesagt : Kunst wird ja zeitlich im Kontext der bisherigen bestehenden Kunst gemessen und daran orientiert. Neue Wege, neue Kunst. So gesehen ist für mich, die Entwicklung die eignetliche Kunst. Ob man jetzt mit ihr was anfangen kann, ist eine andere Frage. :)

    Womit ich vom Allgemeinen zur Kunst der Mode komme: Mode / Fashion / Modedesign ist für mich noch sehr weit weg. Ich bin nicht mit der Materie wirklich vertraut, und auch nicht im Bilde, was gerade angesagt ist. Und wirklich verstehen kann ich die beiden Jungs da oben im Bild auch nicht, schön finden tu ichs nicht, da steck ich noch zu sehr in unserer Zeit. Was aber richtig ist, dass diese künstlerische Form der Bekleidung auf jeden fall Maßstäbe setzt, was kommen wird – wenn auch nicht in der Form und Fülle, eine Entwicklung setzt sie in Gang. Die Mode von morgen und so, ne, wisst schon, in kleinen Stücken zumindest. Also so gesehen ist Modedesign nicht verkehrt, und ich erkenne es auch an, da es wichtig ist um nicht stehen zu bleiben. Was ich aber übertrieben finde, ist die Blase in der sich das Milieu herumtreibt und weiter aufbläst. Und nach aussen hin, den Menschen aufdrückt, dass es ultimativ ist, also sich selbst nicht in Frage stellt. Denn Scheisse und Fehltritte gibts überall, auch im Design.

    Eine Bedeutung hats trotzdem, eine sehr wichtige, wie ich finde, aber ob mans persönlich anerkennt…naja muss jeder selber wissen was er daran findet. Denn wenn man dem schon nachläuft, sollte man wenigstens wissen warum, und es nicht hirnlos machen. Und das tun meiner Meinung nach sehr viele Fashionvictims, die sich nur noch zombiehaft darüber definieren können. Und das ist dann oberflächlich und engstirnig, denn keinen Gedanken an etwas zu verschwenden – das ist keine Kunst.

  9. @ Thilo
    Danke man!! :-) Ich muss weinen.

    @Kai
    Kannst du bitte Alexander in irgendeiner Form würdigen für seinen ersten und mit Sicherheit einen der längsten Kommentare ever hier beim Spion.

    Ansonsten vertete ich auch die Meinung…jeder soll machen worauf er Bock hat….nichtsdestotrotz macht es natürlich auch tierisch Bock über so zwei possierliche Kerlchen zu tratschen. :-)

  10. Da hast Du ja ein Fass aufgemacht, Kai…Ich finde Alexanders Argumentation sehr logisch und kann ihm nur zustimmen.

  11. ich muss sagen, aus ähnlichen gründen wie denen, die du hier anführst, interessieren mich auch einige modeblogs nicht. celebrity klatsch ist mal ganz unterhaltsam, aber eben nicht immer. trotzdem muss ich mary ein wenig recht geben: warum sich für etwas rechtfertigen ohne grund? ich glaube jedem ist deutlich, dass du kein fashion victim bist. “…aber das dient eher der unterhaltung” klingt schon ein wenig herablassend, meinung sagen hin oder her.

  12. @André Bitte bitte. So ist halt meine Konsumentenmeinung, aber eins ich will wieder nen paar Aufkleber von ABT haben! Her damit!

  13. ui. da werde ich so exponiert erwähnt. das rührt mich ja… freut mich, dass es dir bei mir gefällt.

  14. und schwups wurde “Fashion” zum Keyword – gab es noch einen weiteren Grund den Beitrag zu schreiben?

  15. Danke für eure Kommentare. Wie geschrieben, vieles ist diskutabel, und dass ihr von jemandem, der sich auch gerne als Oasis-Fan outet, nicht immer alles so bierernst nehmen solltet, ist doch selbstverständlich. Mary, ich habe deinen Blog abonniert – muss doch was heißen, und es war ja kein Diss an dich, ganz im Gegenteil: Ich schreibe über dieses Thema nicht, weil ich es nicht verstehe, weil mir die Worte dazu fehlen würden, und und und…
    Sorry, ich bin nicht gut im Diskutieren.

    Sollte, wie Fenke meinte, tatsächlich etwas an dem Beitrag herablassend wirken. Kann ich es zwar nicht (mehr) ändern, sehr wohl aber beteuern, dass ich vor jedem Respekt habe, der seinen Kram (und zwar egal welches Thema) mit Herzblut macht.

    Alles gut (und ich glaube, letzten Endes wollte ich vor allem nur das Foto posten ;))

    Zu Steffen noch zwei Sätze: Wenn ich mit “Fashion” in den Google Suchergebnissen auftauchen wollte – wäre ich diesen Beitrag anders angegangen – das war es doch, was du meintest, oder?
    Dafür müsste ich das Keyword “Fashion” schon ein wenig öfter benutzen, damit ich mit “Fashion”, bei der Suchanfrage nach “Fashion” auch wirklich bei dem F-Wort total Fashion-mäßig vorne stehe.

  16. Bin noch recht frisch hier – an deinen Stil muss ich mich wohl noch etwas gewöhnen. Gleich zu Anfang als Klugscheisser geoutet, vll sollt ich mir das einfach für wirklich ernste Diskussionen aufsparen. ;) Sry für den Ausrutscher, aber ab und zu ist die Hand mal etwas schneller als der Kopf.
    Trotzdem amüsant aus sowas ne breitere Diskussion zu stricken. :)

  17. Ich bin auch der Meinung dass Fashion, Mode wuerde ich das auch nicht nennen, eine interessante Sache ist und (ob man es will oder nicht) viel ueber den Menschen aussagt. Von American Apparel Fanatikern mal ganz abgesehen….ist auch nur H&M irgendwie.Ich selber zieh mich schon fashionable [ :)] an aber es muss auch zu mir passen und darf auch nicht zu uebertrieben sein. Andererseits beneide ich manche Stadtleute wie verrueckt die sich anziehen.Wenn man aber dann mal die Chance hat in einer unserer vielen Metropolen zu gehen die diese Welt zu bieten hat kann man/bzw. probier ich gerne mal verrueckte Sachen aus. Kann sein dass das von Unsicherheit zeugt weil ich dass bei mir in Amsterdam nicht mache, aber naja spielt ja keine Rolle.
    Schlimm wird es erst dann wenn man sich irgendwelchen Regeln unterwirft. Ich hab keine Ahnung wer mir damals erzaehlt hat dass man SChwarz und Braun nicht zusammen tragen kann. Some BS….
    Hab eine superlustige website entdeckt die sich ueber diese Regeln lustig macht aber gleichzeitig auf intelligente Weise auf viele Design Thematiken in Ihren Artikeln eingeht. Echt interessant solltet ihr mal checken.
    ridiculousdesignrules.com Erzaehlt mal was ihr von der Seite haelt.

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