Update zum Buch über Fotografie

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Wo fange ich an? Vielleicht entschuldige ich mich erstmal für die Länge dieses Beitrages. Wer sich für das Thema nicht interessiert, sollte schnellstens wegklicken :)

Der Beitrag über die Idee meinerseits, ein Buch zu produzieren, in dem ich meine eigene Variante an die Fotografie ran zu gehen aufschreibe, ging ja ordentlich ab. Ich habe mir immer und immer wieder die Kommentare durchgelesen, habe Feedback per Mail und Telefon von unterschiedlichsten Leuten (Autoren, Verlage, Druck und Interessierte) bekommen, und kann als Fazit schonmal sagen, dass mich ein derartiges Projekt nun noch mehr reizt.

Für und Wider, und warum eben doch!

Neben den vielen netten Stimmen, gab es auch gesunden Gegenwind, nach dem Motto “Wie soll einer, der das nie “ordentlich” gelernt hat, jemand anderem etwas erklären können?”.
Da kann ich ganz selbstbewusst rangehen, denn ich habe die letzten zehn Jahre nicht anderes gemacht, als quereinzusteigen. Vielleicht ist es auch gerade die Ursache dafür, dass mich so viele Titel eben nicht überzeugen konnten, weil sie inhaltlich zu nüchtern, kleinkariert oder sachlich waren.
Ich bin ein eher ungeduldiger Mensch, der bei allem, was er anfängt, schnell ein Ergebnis sehen will. Und so wird es den meisten gehen, die sich zum ersten Mal wirklich mit einer Kamera beschäftigen. Ich kann mich sehr gut erinnern, dass ich damals Zeit und Geld verloren habe, weil ich mich an zu vielen Büchern entlanggehangelt habe. Ich hatte dabei aber auch falsche Erwartungen, klar. Fotografieren ist eine aktive Sache, darüber zu lesen eher passiv. Ich hätte gleich von Anfang an noch viel mehr ausprobieren müssen. Ich muss mir nichts vormachen: ich bin ganz sicher kein Einzelfall – vielen Anfängern wird es so ergangen sein.

Aber einen Unterschied wird es geben: viele legen die Kamera nach einer Weile enttäuscht zur Seite, oder kramen sie bei Familienfesten wieder aus, und dort wird die Kamera dann auf den “Auto-Modus” geschaltet und draufgehalten. Ich habe mich aber weiter durchgebissen und nicht aufgehört.

Was könnte das Buch können?

Was ich also machen kann, ist ein meine bisherige Erfahrung beschreiben, dazu Tipps geben, die mir bisher geholfen haben: Eselsbrücken, kleine Rituale, mit welchem Blick ich mir Fotos ansehe, wie ich mich auf einen Kauf vorbereite, wie ich mich auf Konzerte vorbereite, wie ich mich auf einen Städtebesuch vorbereite, warum ich fast nie ein Foto aus der normalen Augenhöhe mache, usw.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr kleine Themen fallen mir ein. Dass sich ein solches Buch nicht an Jedermann richtet, und schon gar nicht an Profis, liegt nahe.

Und inzwischen glaube ich, dass es, sollte niemand es haben wollen, zumindest mich selbst weiterbringen würde. Weil ich mich selbst hinterfragen müsste, und zudem ein Projekt hätte, das einen klaren Anfang und einen Abschluss hat.

Die Machbarkeit

Eigentlich Schade, dass man sich vor allem mit der Umsetzung in Form der Publikation beschäftigen muss. Ich hatte ein E-Book vorgeschlagen, was dem Feedback nach nicht gerade jedem schmeckt. Ich kaufe eigentlich oft E-Books, noch öfter kaufe ich allerdings gedruckte Bücher.

Zwischen der Publikation als E-Book und der in Form eines gedruckten Buches liegen Welten. Der Vertriebsweg für ein E-Book ist denkbar einfach, wohingegen bei einem Buch eine Unmenge an Faktoren berücksichtigt werden müssen: Druckkosten, Vertrieb, Verlag, ISBN Nummer und und und.

Hinzu kommt, dass ich schon jetzt eine Vorstellung habe, welche Layout das gute Stück haben könnte. Diese Vorstellung ist meilenweit von dem entfernt, wie die bekannten Verlage ihre Bücher gestalten. Ein Verlage, sollte er sich dafür interessieren, würde auch bei den Inhalten mitsprechen wollen. Die Gefahr dass die Inhalte am Ende doch denen der bereits erhältlichen Titel ähneln, wäre groß.

Ich hatte selbst im ersten Beitrag über die Möglichkeit, einen Print-On-Demand Service zu nutzen geschrieben. Einige haben es wohl überlesen, und den Vorschlag in den Kommentaren erneut gemacht. Nachdem ich mir einige Services nochmals angesehen habe, gibt’s ein Fazit: Geht nicht. Es sei denn, ihr seid bereit, um die 80-100 Euro für ein Buch zu zahlen – das wären in etwa die Kosten.

Ein weiterer guter Vorschlag war, die Inhalte gemeinsam zu erarbeiten. Das klingt verlockend, und könnte zu einem tollen Ergebnis führen. Aber ich kann aus meiner bisherigen Erfahrung sagen, dass ich das niemals schaffen kann. Die 77 Kommentare auf den letzten Beitrag sind ein gutes Beispiel dafür. Es ist zeitlich für eine Einzelperson nicht zu meistern, sich allen Vorschlägen zu widmen. Würde man dies bei einem Buch, oder vielmehr bei jedem Thema eines Buches machen, müsste man wohl eine kleine Redaktion beschäftigen.

Fazit

Das ist mein Zwischenstand bisher. Im Moment tendiere ich eindeutig zu meinem ursprünglichen Plan, dem E-Book. Ich könnte es zu einem vernünftigen Preis anbieten, müsste mir keine Sorgen um den Vertrieb machen, und es würde bei ordentlicher Vorbereitung nichts dagegen sprechen, es auch später noch als “echtes Buch” zu veröffentlichen.

P.S. P.S. funktioniert immer, cool oder? Auch wenn du den Text nicht ganz gelesen hast, das hier liest du. Also, ich würde mich freuen, wenn noch mehr Input zustanden kommen würde. Auch weitere Kontakte zu Fachleuten sind interessant. Mich würde beispielsweise auch interessieren, welchen Preis ihr für ein ordentliches E-Book ausgeben würdet, welchen für ein gedrucktes Buch.
Sollte weiterhin Interesse bestehen, werde ich nächste Woche mal wieder ne kleine Umfrage starten, in der es auch um Wunschthemen geht.

56 Kommentare (closed)

  1. Vom Preis her würde ich mich an dem Buch/E-Book von Five Simple Steps orientieren. Ich fand den Preis absolut gerechtfertigt. £12 für ein E-Book und £29 für eine gedruckte Version (ich hoffe das ist jetzt keine Werbung). Mehr als 20€ würde ich für ein E-Book nicht ausgeben.

  2. Als ich den ersten Beitrag zum Thema las, kamen mir auch Gedanken wie “Wie soll er ein Buch zum einem Thema schreiben, dass er nicht ‘ordentlich’ gelernt hat?”. Aber wenn ich diesen Beitrag nun lese denke ich, dass es eine wirklich gute Idee ist. Die meisten Fotoamateure sind Autodidakten. Sie beschäftigen sich mit dem Thema Fotografie als Hobby. Und was könnte da besser sein, als ein Buch eines Autodidakten.
    Bei der von dir gestellten Frage, das Buch als Gemeinschaftsarbeit zu schreiben, kann ich deine Zweifel sehr gut verstehen. Aber was hältst du von der Idee, vielleicht Essays anderer Foto-Autodidakten, wie zum Beispiel Martin Gommel, in dein Werk mit einfließen zu lassen? Ich habe gestern die Einleitung zu “Street Art – Legenden zur Straße” gelesen…was mich gerade auf diese Idee gebracht hat.

  3. Ich persönlich habe schon länger den Eindruck, dass viele neuere Bücher über Fotografie deutlich schwächer waren im Ansatz als einige aus den 60er Jahren. Denn diese schlagen eine Brücke zwischen Theorie und Praxis in der Art: “Du willst diesen Look, dann mache das. Und wenn du wissen willst, warum, dann lies den nächsten Absatz dazu.” Dazu meist 3-4 Bilder: Eines, das uninteressant wirkt, eines, das die vorgestellte Technik anwendet und ein drittes, das sie variiert oder kombiniert.

    Ich fand das einen ganz guten Mittelweg zwischen “Schneller Erfolg” und “Wissen warum”.

    btw: Viel Erfolg und Geduld!

  4. Hmm… 30€ wäre mir die gedruckte Version schon wert. Die e-Variante so 20€. Letztens im Deutschuntericht hieß es, dass 500’000 Exemplare eines Buchs verkauft werden müssen, damit schwarze Zahlen geschrieben werden…

  5. Ah, vergessen zu erwähnen, dass mich nur analoge Fotografie (ohne eigene Entwicklung und Abzüge) interessiert. Der Punkt digitaler Bearbeitung sollte heute ja für das Gros der Fotografen wichtig sein und auch in einem Buch Erwähnung finden. Der gestalterisch-kompositorische Teil dürfte dagegen für alle Arten der Fotografie ähnlich bleiben ;)

  6. Zu Beginn: ich finde die Idee ziemlich genial und finde auch den A2A-Ansatz sehr gut, dass fehlt mir sonst auch am Markt. Ich denke, dass ein Preis bis €20 durchaus vertretbar ist. So in der Richtung eines besseren Taschenbuches. Aber es kommt eben auf viele Faktoren an: Umfang, Inhalt etc. pp.

  7. P.S. habe ich gelesen! ;) Für ein E-Book würde ich nicht mehr als 5-10 EUR ausgeben und für ein schönes gebundenes Buch wären bis zu 20-30 EUR machbar.

  8. Hi Kai.

    Also ich würde das e-Book auf jeden Fall kaufen. Solange es dafür dann auch nicht mehr als 15 Euro kostet ;)

    Im Gegensatz zu dir hab ich in meinem Leben wohl schon ziemlich viel Geld verdient mit Fotos verkaufen und Auftragsproduktionen. Aber das mache ich nicht mehr (zum Glück). Schlimmer noch: Durch den sachlichen Blick der Auftragssachen ist mir irgendwann mein künstlerischen Blick und die Begeisterung abhanden kommen.

    Jetzt käme mir ein Buch, dass mich motiviert “neu” mit dem Fotografieren für den privaten Gebrauch anzufangen, gerade recht. Und deine Fotos gefallen mir ehrlich gesagt sehr viel besser als meine eigenen…

  9. Hallo Daniel, das klingt ja nicht gerade schön. Ich nehme an, du verdienst dein Geld inzwischen mit etwas anderem? (Komme mir gerade ein wneig vor wie Domian :))
    Freut mich sehr, dass die meine Fotos gefallen!

  10. ebook ist hurensohn!
    sorry für meine ausdrucksweise, aber anders kann ich mein hass gegen solche sachen nicht ausdrücken.

    ein buch ist ein papp umschlag mit vielen seiten und einem (meistens) tollen geruch!
    also ab an die gute alte schreibmaschiene ;)

    bei einem angemessenen preis würde ich deins auch bestimmt kaufen!

    p.s.:…nischt!

  11. Hallo Kai,

    die Idee finde ich spitze! Wer sagt das ein nicht von picke auf gelernter Hobby Fotograf nicht Einsteigern einen geeigneten Start geben kann, bzw. die ersten Stolpersteine nehmen kann und so neue Motivation entfachen? Schwachsinn. Ich finde jedoch das Medium eBook dafür eher weniger interessant. Denn es ist doch nun mal so, das die meisten schon keine wirkliche Lust haben ewig am PC rum zumachen um ein Bild zubearbeiten, bzw. sich online durch tutorials zu kämpfen. Statt dessen wünscht sich der verloren gegangene Fotograf doch ein Buch gemütlich mit einer Tasse Tee oder Kaffe in der Sonne liegend zu durchstöbern und anschließend mit neue gewonnener Motivation die Kamera in die Hand zu nehmen.

    Ich kenne mich im Bereich der Verlage nun gar nicht aus, aber ist es nicht auch dort vielleicht ähnlich wie in der Musikbranche, dass es neben den Big-Playern auch eine größere Menge Unabhängiger-Verlage gibt? Die zwar vielleicht für etwas teureres Geld dafür jedoch mit kompletter Freiheit des Autors auflegen? Und etwas ungewöhnliche Formate ermöglichen? Wäre mal wieder schade wenn nicht.
    just my 2 cents

  12. ich finde Ebooks ebenfalls überhaupt nicht nett zu lesen. Vielleicht fehlt mir bisher auch eine gute Software dazu – kannst ja zuvor einen Artikel dazu schreiben, wie du Ebooks liest und damit alle Kritiker verstummen lassen – und deswegen bevorzuge ich auch die Oldschoolvariante. Bei einem Ebook hab ich auch immer das Gefühl, dass man zu viel Geld für nur ne Datei ausgibt. Ist zwar strange, weil die Arbeit ja ähnlich viel ist aber irgendwie ist das so eine psychologische Hemmschwelle. Also so lange Kindle&Co noch nicht Massenanwendungen geworden sind lieber ein normales Buch.

    Dafür würde ich höchstens 25€ ausgeben.

  13. Haha, ich muss zugeben, dass ich zuerst das PS gelesen und dann entschieden habe zu kommentieren und DANN den restlichen Beitrag gelesen… wie auch immer…

    Für ein E-Book zu dem Thema würde ich 0€ ausgeben und für ein “richtiges” Buch 20-30€. Warum gegen das E-Book? Wenn es jetzt ein “Wie werde ich Blogger”-Buch wäre, würde ich die Sache vermutlich anders sehen. Aber gerade bei Fotografien… Bilder haben einfach auf dem Bildschirm eine ganz unterschiedliche Wirkung und auch Text liest sich auf Papier viel angenehmer. Bilder sehen ja auch auf verschiedenen Bildschirmen anders aus. Dementsprechend ist dieser Verbreitungsweg ausgerechnet für ein Buch über Fotografie nicht gerade ideal.
    Wenn man so ein großes Projekt – denn das ist es zweifelsohne – startet, dann doch richtig? Wenn es bereits interessierte Verlage gibt, sind in der Hinsicht doch bereits Möglichkeiten gegeben. Da findet sich doch sicher ein Verlag, der einem motivierten Autoren (der was von Gestaltung versteht) was die Gestaltung und natürlich besonders den Inhalt angeht freie Hand lässt?

    Ich würde mir das Buch als gedruckte Version in jedem Fall kaufen.

  14. Nun, “richtige” Bücher haben wirklich deutlich mehr Charme als eBooks, aber für den Start halte ich es für eine gute Idee, erst ein eBook zu machen und dann, nachdem du ungefähr weißt, wie dein Buch ankommt und evtl auch die Verleger davon überzeugen kannst, das ganze noch als gedruckte Auflage zu produzieren.

    Ich habe zwar nicht so die Ahnung von eBook-Preisen, aber ich schließe mich mal an und würde wahrscheinlich nicht mehr als 20€ für ein eBook ausgeben.

    Ich wünsch dir viel Erfolg und bin schon richtig gespannt, wies weiter geht =)

  15. Also ich stimme dir in eigentlich allen Punkten zu, ich selbst habe selber schon verzweifelt versucht ein Buch zu finden, dass Fotografie so abdeckt, dass man schnell und spielerisch zu relativ guten Ergebnissen kommt.
    Ein herkömmliches Buch fände ich besser, jedoch wäre auch ein eBook eine gute Idee, auch wenn du so sicher nicht so viele Abnehmer finden würdest wie mit einem gedruckten Buch. Einen Preis von max. 20€ fände ch hierbei in Ordnung.

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben!

  16. nur eine kleine rückmeldung:
    ich fänd ein richtiges buch deutlich besser, kann aber auch deine argumente dagegen verstehen.
    falls du eine art pro/contra liste hast, bin ich halt pro “buch”
    viel erfolg bei deinem projekt, vllt hilft es mir ja auch endlich mal quereinzusteigen:)

  17. also, ich hab jetzt nicht alle kommentare gelsen und vielleicht hat es schon mal einer erwähnt, aber gibts nicht die möglichkeit sponsoren zu finden bzw. werbung im buch zu schalten… und dann das ganze gar nicht so sehr als klassisches hardcover buch, sondern eher als ‘ne Art Magazin oder so rauszubringen? Muss ja nicht regelmäßig neu erscheinen, aber dann bestände auch die Möglichkeit weitere Ausgaben zu veröffentlichen… In so einem Magazin könnte man auch Interviews usw. anbringen, das machst Du hier oder auf photospion ja auch…

    lange rede kurzer sinn, ich finds ne klasse Idee und was zum anfassen und durchblättern mit tollen fotos auf tollem papier usw. hätte schon etwas… (frag mal nen papierhersteller, vielleicht sponsert der dich ja ;) )

  18. @Antje Stimmt, den Punkt hatte ich vergessen zu erwähnen. Also Sponsoren wären grundsätzlich durchaus denkbar, allerdings wäre der Vetrieb dadurch noch immer nicht geregelt. Und jetzt bitte nicht vorschlagen, dass ich ja täglich mit nem Bollerwagen zum Postamt laufen könnte :)

  19. ich finds nach wie vor ne klasse idee
    am besten DU nennst es noch den Indie Fotoguide – das kann nur gut werden!

  20. Da es ja in den Kommentaren endlich mal wieder das Thema `Analoge Fotografie` aufgegriffen worden ist. Wollt ich mal Frage ob das Projekt noch Aufgegriffen wird? Wenn ja hier im Blod oder dann auch im Buch? Wäre echt Klasse wenn es wirklich ans laufen kommen würde.
    Die Idee ist doch irgendwann und zufällig mit Ralf v.d.H. eines Tages entstanden, soweit er es zumindest sagte oder?! Wäre auch cool wenn er selber einen Teil dazu veröffentlicht. Er, sein Wissen über die Analoge Fotografie und seine Leica Sammlung überzeugen echt.

  21. Ich würde mich sehr auf dieses Buch freuen und es auch kaufen, da ich schon lange (anonymer) Leser dieser Seite bin.
    Aber für meinen Teil möchte ich gerne etwas in meinen Händen halten, wenn ich schon etwas kaufe. Wenn man den Aspekt des Vertriebs ausser Acht lässt, finde ich, wäre ein richtiges Buch besser. Zumal ein gefragtes E-Book auch ziemlich schnell mal auf den Illegalen Markt wandern kann!

  22. Also ein E-Book würde ich mir auf keinen Fall kaufen. Ich habe bisher noch nie eines gekauft und kann mich einfach mit dem Gedanken nicht richtig anfreunden “nichts in der Hand zu haben”. Ein schön gemachtes Buch ist mir einfach lieber…

  23. Wenn es dein Buch nicht in gedruckter Version gibt, dann würde ich mir wahrscheinlich das E-Book besorgen. Aber egal wie gut ein E-Book auch sein mag, viel Geld dafür würde ich nicht hinlegen. Mir fehlt da einfach das Umblättern, der Geruch nach Papier, der Umschlag. Deshalb so 8-10 Euro wenn ich wirklich überzeugt bin.
    Das soll dich aber nicht davon abhalten. Ich bin überzeugt davon, dass da sehr interessante Dinge drinstehen würden. Trotzdem gebe ich für eine Datei nicht viel Geld aus.

  24. Moin.
    Also vorweg sei gesagt, dass ich wohl exat deiner Zielgruppe entspreche. Habe mir vor kurzem meine erste Spiegelreflex geleistet (D80) und aufgrund von Prüfungsstress keine Zeit mich adäquat damit ausseinander zusetzen. Allerdings bin ich gewillt (sobald ich Zeit dafür finde) Schweiss und Tränen zu investieren bis meine Fotos dem entsprechenden was meinen Ideen und Vorstellungen entspricht.
    Wenn du das, was du vor hast auch gut umgesetzt bekommst, dann bin ich der Erste, der sich dein E-Book kauft.
    Ich finde übrigens, dass gar nichts dagegen spricht sein erstes Buch als E-Book zu veröffentlichen- hat ein Freund von mir auch gemacht.
    Preislich fände ich ca. 15€ recht fair- hängt natürlich auch von Umfang und Ergebnis ab.

  25. noch etwas Ermunterung von mir: tu es! es gibt wenige wirklich gute Fotografie-Bücher, die zum einen von der Motivauswahl bis zur digitalen Nachbearbeitung alles abdecken und zum anderen dabei nicht Equipment vorraussetzen, wie es kaum ein “Amateur” zur Verfügung hat.
    Fotos so wie Du zu machen, in dem man vor die Tür geht und einfach mal seine tägliche Umgebung wahrnimmt, ein Auge für Details entwickelt und interessanten Bildern am Rechner den letzten Schliff gibt, wird viel zu wenig behandelt. Dafür gibts es Bücher darüber, wie man mit einer 10.000 € Studiobeleuchtung das perfekte Portrait hinbekommt.
    Viele Anfänger kaufen sich erstmal teures Equipment und verbringen Stunden damit, bei Ebay ihr “Wunschobjektiv” zu bekommen, anstatt mal mit dem vorhandenen rauszugehen und alltägliche Sachen aus ner anderen Sicht zu betrachten.

    Und wie schon andere gesagt haben: die digitale Bildbearbeitung ist für viele Hobbyfotografen noch ein Buch mit sieben Siegeln. Da werden höchstens Klump-Effekte angewendet oder im Netz nach “Fiskus-Stil” gegooglet. Dabei kann man jedes Bild mit angemessen zurückhaltender Nachbearbeitung verbessern. Und eben die Verbindung von “was muss ich vor der Aufnahme beachten, für den Stil den ich mir vorstelle” bis zu “wie kann ich das Bild nachbearbeiten, um die Stimmung zu unterstreichen, ohne es tot zu shoppen” wird halt oft einfach nicht behandelt.

    Also: wenn du schon ne gewisse Vorstellung im Kopf hast, tu es. Es wird mit Sicherheit (und die Schlußfolgerung ziehe ich aus dem Lesen dieses Blogs) lesenswerter sein, als 90% von dem Klump, den man da draussen findet.

    Und das mit den Vertriebswegen würd ich auf mich zukommen lassen. Erstmal kannst du ja das Buch als Ebook anbieten, um den “Ansturm” abschätzen zu können. Wenn die entsprechende Nachfrage besteht, kann man mit dem fertigen Buch immer noch zu nem Holz-Verlag gehen. Wenn die wissen, die Käufer scharren mit den Hufen, werden sie sicherlich keinen besonderen Einfluß mehr nehmen wollen. (korrigiert mich wenn ich mich irre. Nicht meine Branche.)

    Und da viele deiner Leser als “Kreative” selber Hobbyfotografen (oder mehr) sind, wird sich das Buch schon auf diesem Wege übers Netz rumsprechen, ohne dass du besonders viel dafür werben werden musst.

    weitermachen.

  26. Für ein E-Book würde ich keinen Cent ausgeben. Der Computer ist nicht für Bücher da…
    Lieber einige Euronen mehr ausgeben, dafür was ordentliches in der Hand, für das man keine Steckdose benötigt und es sogar in der Badewanne lesen kann!
    Ein Buch von dir würde ich mir ohne Überlegung kaufen!

  27. Ein Teil über Lomografie wäre geil ! darüber gibt es viel zu wenig auf dem Markt und kaum in deutsch.

  28. also ich würde realistisch betrachtet um die 10 euro ausgeben. aber ich muss dazu sagen, weil ich mitlerweile viel von dir kenne und ich mir sicher bin dass das buch mir helfen und gefallen wird.

    ich denke es wird schwierig leuten, die nicht wissen was du so machst und tust, “noch ein buch über fotografie” für nen zehner zu verkaufen. ich denke da muss sehr gute und KLARE werbung betrieben werden wie das Konzept des Buches ist. Das ist meine Meinung.

  29. ich nochmal:

    hab was vergessen! ebooks find ich auch ziemlich dämlich, aaaaber was mir einfallen würde wäre:

    bau doch für die leute, die das als richtiges buch haben wollen eine gute anleitung wie man sich selber ein buch fertigt. kosten sind echt nicht hoch selber ein buch zu machen und du könntest die designerischen vorlagen liefern und der kunde kann sich die qualität selber aussuchen. das halte ich für eine äußerst realistische idee!

    hier mal eigentlich doofer link, aber bin auch ein wenig zu faul da jetzt stundenlang zu suchen:

    http://www.bastelideen.info/html/bucheinband_anleitung_b.html

  30. ebook … 5-10 €
    book … 20-50 € (kommt natürlich dann aufs buch drauf an)

    super wäre es, wenn du dann eine digitale fassung noch irgendwie ins holzbuch steckst
    !

  31. Zum Verlag:

    ebook fühlt sich wertlos an, würde nie mehr als 5 euro dafür ausgeben. Dabei muss man sagen, dass die Gewinnmarge bei einem Buch vermutlich eh unter 5 Euro liegt.

    Es gibt aber Verlage, die sich auf Kleinserien spezialisiert haben, für Messen und Kunst-Ausstellungen etc. Da gibt es sicherlich auch für deine Zwecke einen Verlag. Such doch mal nach irgendwelchen DIY Büchern und Ratgebern bei amazon, und schau dir mal die Verlage an. Weiß ja nicht, wie weit du da mit Anfragen und Recherche bist.

    @Bollerwagen: Kannst das ganze ja alternativ auch in einem anderen schönen Land drucken, um die Druckkosten zu minimieren und als Broschüre anstatt als Buch verkaufen. Es gibt auch Firmen, die für dich die Logisitk übernehmen. Muss man alles mal durchrechnen.

  32. hum.

    e-book, wenn überhaupt, 5 €.

    echtes buch bis zu 50 €.

    ich versuch dir aber lieber mal einen super kontakt zu einem super verlag zu knüpfen :)

  33. wenn ich mir überlege, wie viele geplante features (max99 oder so) hier ausblieben und wie lange du für den zweiten teil deines foto-turorials gebraucht hast, dann rate ich dir von dem projekt, ein buch zu verfassen, ab! das klingt alles nach einer fixen idee, wie bei einem kind, dass unbedingt eine modelleisenbahn will, aber nach wenigen tagen – die holzplatte ist noch kahl, die schienen nicht verlegt und die plastikhäuser nicht zusammengebaut – aufgibt. bitte nicht falsch verstehen, aber ich wette, dass wird nichts!

  34. mir geht es genauso wie vielen anderen hier. ich bin sehr skeptisch beim kauf eines e-books.
    das höchste der gefühle wären hier sicherlich 5-10€. das sieht bei einem gedruckten buch in professioneller aufmachung (sehr gerne in einem ganz anderen, neuartigen format und layout) ganz anders aus, da würde ich sicherlich auch bei 40€ nicht lange überlegen. ich liebe es einfach bücher in der hand zu halten und sie schnell aus dem bücherregal zu nehmen, sollte ich etwas nachlesen wollen.
    ich bin mir ziemlich sicher, dass so ein buch sehr gut werden würde!

  35. E-Book nicht mehr als 10 Euro; Print-Buch nicht mehr als 30 Euro. Ich finde deine Idee Super. Habe mir vor einiger Zeit eine Nikon D40 zugelegt, dazu das Buch von Data-Becker. Also ganz ehrlich, das Buch ist laaangweilig und die Bilder sind noch viel laaangweiliger. Fotografieren kann ich immer noch nicht so wie ich will, aber alles was ich gelernt hab, hab ich mir bisher selber beigebracht. Ich bin fest überzeugt, dass ein Buch wie das was du Dir vorstellst, genau das richtige für mich wäre … wenn du auch das Thema “digitale Nachbearbeitung” berücksichtigst … ich komme mit “Lightroom” immer noch nicht ganz klar und warte sehnsüchtigst auf deinen Beitrag dazu ;o) Grüße

    mauri

  36. Ich frag mich gerade warum man immer diese eigetretenen Pfade gehen muss. Verlag, ISBN etc pp. Das mag ja alles seine Daseinsberechtigung haben. Aber was du hier machst tickt ja nun ne Ecke anders. Dein Vertriebskanal wird primär dein Blog und deren Leser und die daraus entstehende Mund zu Mund Werbung sein. Ich sehe gerade gar nicht das Bedürfnis, dass Buch in irgend einem Buchladen unterzubringen. Vielleicht ist es ja eine gute Idee sich jemanden zu suchen, der mit dem layouten von Büchern Erfahrung hat. Der kennt sicher auch eine Druckerei die das Buch dann drucken kann. Da lässt du dann 500 Stück deines Buches, das genau so ist wie du es haben willst, drucken. Wenn alle Weg sind druckst du die nächste Tranche. Gegen das ganze dann nebenher noch als Ebook zu verkaufen spricht doch schon mal nichts. Dass ganze könnte über Amazon laufen. Wenn das Buch dann ordentliche Absatzzahlen erziehlt, werden sich die Verlage schon melden und den restlichen Kleinkram regeln. Machs einfach wie bisher. Mach einfach dein Ding. Warum solls diesmal nicht klappen?

  37. Ich finde die Idee auch Klasse. Auch ich würde immer eine gedruckte Version dem E-Book vorziehen. Ich will mich hier nicht vor den neuen technischem Möglichkeiten verschliessen, dennoch bin ich der Meinung, dass ein “richtiges” Buch lesenswerter ist, als ein E-Book.

  38. mhmm, dein Text macht seit langem mal wieder Luft auf mehr: LECKER! ich finde deine Ideen sehr gut, würde mich über mehr davon sehr freuen. Gedruckt oder digital? Wenn das Geld und der Aufwand fürs gedruckte zu hoch ist, fang doch einfach mit dem digitalen an und bringe danach die gedruckte Version raus ;-) So hat dann zumindest die E-Book Gemeinde was von deinen Ideen

    Ich kann am PC/Mac auch keine eBooks lesen :( mir fehlt da absolut die Konzentration und vor allem die GEDULD (wobei wir wieder bei deiner Idee wären) aber ich warte noch, dass Apple endlich einen vernünftigen eBook-Reader rausbringt – vielleicht wirds ja mit dem Tablet was ;-) wollte schon zur Konkurrenz ausweiche, aber die konnten mich eben nicht für den hohen Preis überzeugen…also ein bisschen Zeit hast du noch hihi

    ich wünsch dir alles gute bei deiner wirklich schönen Idee!

  39. Klingt wirklich spannend. Klasse dass du dich da rantrauen willst. Ich finde, dass du das Buch so gestalten solltest, wie du allein das für richtig empfindest. So verleihst du ihm deine persönlich Note, was ich sehr wichtig finde. Allen kann man es eh nicht Recht machen.

    Habe selber noch nie ein E-Book gekauft und deswegen auch keine Vorstellungen von den Preisen. Ich denke ich würde maximal 10 Euro dafür ausgeben.

  40. Pingback: Wochenrückblick KW36/2009 « lens-flare.de – Blog über Fotografie

  41. ein ebook würd ich nicht kaufen. mag ich nicht.
    buch dagegen sehr gerne, allein schon deswegen weils im regal gut aussieht ;) und wenn mans dann auch noch gern zur hand nimmt, toll! als arme studentin würd ich dafür allerdings nicht mehr als 30 euro ausgeben können…

  42. also fürs ebook würd ich so +/-15€ ausgeben (je nachdem wie umfangreich es ist) und bei der “handfesten” angelegenheit +/- 50€ (dann muss es aber auch gut sein! :D)

  43. Hallo Kai,
    ein e-book würde ich wohl nicht kaufen.
    Das gedruckt Buch aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.
    Ich finde deine Art über Fotografie zu schreiben sehr angenehm und kann mit deinen Beiträgen erheblich mehr anfangen als mit anderen “Anleitungen”. Wegen der von dir beschriebenen Probleme. Zuviel Technik, zuviel “Professionalität”.
    Ich bin wohl nicht der einzige, der (z.b.) einfach nicht das Geld hat, sich für jedes Motiv zwei neue Objektive zu kaufen.

  44. Wenn du wirklich ernsthaft an dem Projekt dran bleibst, dann würde ich mich an deiner Stelle für die gedruckte Variante entscheiden. Das Problem an Ebooks über Sachthemen und vor allem als Lehrbücher sehe ich darin, dass man wenn man eh schon vor dem PC sitzt auch einzelne Tutorials machen kann, oder sich durch “Lehrgangsseiten” durcharbeiten kann. Das alles ist dann frei verfügbar und kostet nichts. Wenn ich mir dann dein Ebook kaufe, dann habe ich eine PDF, die vielleicht gut gemacht ist und viele nützliche Tipps hat, aber im Grunde genommen würde ich mir vorkommen, als hätte ich für etwas bezahlt, das ich auch umsonst mit ein bisschen suchen hätte haben können, vielleicht sogar noch besser, weil ich mir speziell für meine momentanen Bedürfnisse Tutorials hätte raussuchen können.
    Kaufe ich mir nun aber das Buch als gedruckte Form, dann habe ich persönlich so ein Gefühl nicht. Ausserdem kann ich mir das Buch auch einfach in die Tasche packen und zwischendurch lesen, wenn ich gerade Zeit und Lust habe (OK geht mit Laptop Handy usw bei Ebook mittlerweile auch, ist aber meiner Meinung nach etwas anderes.
    Die Risiken von gedruckten Büchern bleiben natürlich, aber wenn du das Projekt wirklich ernsthaft durchziehen willst, dann solltest du darüber nachdenken, ob es dir das Risiko nicht wert ist. Manchmal muss man in etwas, das man liebt viel Geld investieren. Ich habe zuletzt für ein Fotoprojekt bis zur fertigen Serie über 500€ ausgegeben. Ich hab alles Analog und von Hand gemacht. Hätte ich entwickeln lassen, oder gar digital gearbeitet, dann wäre ich für einen Bruchteil weggekommen. Aber mir war es das halt wert alles selber von Hand machen zu können, vom Bild bis zum Abzug. Am Anfang habe ich mit ca 250€ gerechnet, war mir aber des Risikos bewusst, dass es um einiges teurer werden kann, aber weil ich unbedingt wollte, bin ich es eingegangen und mittlerweile froh darüber.