Wieviele Köpfe kann man sich zerbrechen?

Ich habe heute mein Büro etwas umgebaut, dabei kann man sich ganz wunderbar Gedanken machen. Zum Bespiel darüber, dass man sich allgemein zu viele Gedanken macht. Über Inhalte auf StyleSpion.de beispielsweise, oder auf PhotoSpion.de. Oder darüber, waurm man manche Inhalte gar nicht postet, weil es vielleicht doof ist, dass man zu ähnlichen Themen viele aufeinanderfolgende Posts haben könnte, andere dafür aber nur (noch) selten stattfinden. Man kann sich sogar nen Kopf machen, ob man wegen eines Themas zu sehr in die kommerzielle Ecke gedrängt wird, und das obwohl klar ist, dass man mit dem Ding hier Geld verdienen möchte. Man kann sich auch Gedanken darüber machen, ob man nicht vollkommen bekloppt ist, täglich den Feed-Reader mit derzeit über 800 abonnierten Webseiten komplett durchgehen zu wollen – man könnte ja auch nur ein Thema verpassen. Langsam aber sicher wird man dabei irre, und läuft nicht zuletzt Gefahr, auszubrennen. Darauf habe ich natürlich keinen Bock.

Vielleicht war früher ja wirklich alles besser, als die Feedabonnenten-Zahl noch im dreistelligen Bereich lag, als man sich noch daran erinnern konnte, wer letzte Woche (oder gar gestern) kommentiert hat, als man sich noch über E-Mails gefreut hat, als man noch stolz und überrascht über Aufmerksamkeit aus der Marketing-Ecke war. Nein, besser war es nicht, aber leichtfüßiger.

Ich mach’s kurz: Auch in der nächsten Woche werde ich nicht die Zeit haben, alle Feeds zu lesen, ich werde auch vorerst die Idee verwerfen, Fotografie nur noch auf PhotoSpion zu featuren. Ich mache das jetzt einfach wieder so wie am Anfang. Ich haue wieder raus, worauf ich Lust habe. Wann, wie oft und wo ich will. Und wenn da mal Müll dazwischen ist, dann ist es eben so. Da müsst ihr durch, oder auch nicht :)

Der Finger oben gilt übrigens mir, nicht euch.

26 Kommentare (closed)

  1. Mach dir nicht so viele Gedanken. Hau einfach raus, was dir Spaß macht!

    Das schlimmste, was dir passiere könnte, wäre, deine unverwechselbare Identität zu verlieren. Und Style ist nicht zuletzt eine Frage des Geschmacks. De gustibus non est disputandum!

  2. Das Problem ist, dass ein Blog schnell zu Arbeit werden kann und es dann keinen Spaß mehr macht.

  3. @Nils Das Blog war von Anfang an auch Arbeit. Aber ich hatte noch nie einen Job, der mir so viel Spass gemacht hat. Und dabei soll es auch bleiben. Ist nur nicht so ganz einfach :)

  4. ich muss zugeben, gerade die Posts, die rein aus deinem Interesse einfach mal rausgehauen werden (oder so wirken), die gefallen mir am besten! Verlier dich selbst nicht bei dem ganzen “Wirrwar”, denn Authentizität ist doch der Grund warum viele Stammleser immer wieder hier sind und Kommentare hinterlassen.
    Und das ganze soll DIR ja auch noch Spaß machen, und nicht nur rein zum Geldverdienen nutzen, sonst muss man ja nicht sein Hobby zum Beruf machen!

  5. ich stelle mit unwohlsein fest, dass die selbstmitleidigen in-eigener-sache-beiträge hier inflationär zunehmen und demgegenüber der interessante content rasant abnimmt. sicherlich, ich könnte ja einfach auf die lektüre von stylespion verzichten, aber es wäre doch zu schade, wenn ich ohne ein “halt, stopp! hier läuft was in meinen augen falsch!” die seite aus meinem täglichen web-spaziergang ausschließen würde. daher meine (!) meinung: ich verfolge stylespion nicht wegen dir oder deinen egozentrierten beiträgen, sondern der themen halber, die stylespion zu dem gemacht haben, was es ist.

    und nun bitte die buh-rufe.

  6. enne das schon im kleinen stil was die updates auf meiner website angeht – man kanns eh nie allen recht machen und somit habe ich beschlossen ganz subjektiv mein ding zu machen … zu zeigen was mir gefälklt und nicht für kunde x und model y das bestmögliche zu zeigen …

    weiter so …

    peace

  7. vollkommen richtig. ich habe auch zu keinem zeitpunkt erwartet – höchstens im entferntesten gehofft – , dass mein kommentar die ausrichtung von stylespion in seinen grundfesten beeinflusst. aber sowohl mein drang, dem unwohlsein beim lesen dieses und anderer egozentrierter beiträge ein ventil zu geben, als auch die tatsache, dass ich es notwendig finde, auch negatives feedback zu geben, haben mich zu dem kommentar veranlasst. möge die identitätssuche von stylespion bald und vor allem erfolgreich beendet sein, so dass sich regelmäßige besuche für mich wieder lohnen.

  8. Etwas Mist zwischendurch ist in Abständen ganz lustig ;)

    Denk nicht zu viel nach, sonst wird’s am Ende vielleicht noch langweilig ;)

  9. Mach es so wie du es willst und du denkst, dass es dir dabei am wohlsten geht. ;)

    Warum denn der Finger? Ist irgendwie sexy.

  10. mit professionellen Konzepten zur Auswahl und Aufbereitung von “Content” zur zielgruppengerechten Gestaltung einer Webseite kommt man zu einer optimalen Webseite/Blog; aber davon gibt es doch genug.

    “einfach raushauen” führt sicherlich zu den spannenderen Ergebnissen. Den Müll dazwischen kann das Internetz gut vertragen, verstopft ja nicht die Papiertonne

  11. Mach einfach was Du möchtest, war bisher auch immer gut. Einfach fließen lassen…

  12. Hi Kai!
    Bin seit ca. 2 Monaten treuer Feed-Abonnent. Bislang fand ich die Auswahl an Content super; informativ, natürlich, persönlich und mit Stil. Kenne das allerdings natürlich auch wenn einem das alles so etwas über den Kopf wächst und man erstmal Resumé ziehen muß um sich nicht zu verlieren. Dennoch: Tolle Seite, weiter so, Tobi

  13. Hi Kai,
    ich verfolge deinen Blog regelmäßig nun schon seit über einem Jahr (empfehlung einer freundin), und gerade dass du deine persönliche Note miteinfließen lässt gefällt mir besonders gut. dadurch wird die sache authentischer und persönlicher, und für mich gewinnt dieser blog mehr an charakter und seele.
    also, nicht rummeckern, machen. weiter so :)
    mia

  14. yo, läuft doch. der schmale grad zwischen geblogtem ala, “ich bin heut morgen auf gewacht” -”mache mir jetzt einen kaffee —->lecker”, “meine katze wurde heute überfahren” ……etc. wird hier doch mit bravour gemeistert. den stinkefinger kann man aber auch getrost auf die leser projezieren. wer hier nichts interessantes für sich findet geht eben wieder. “wo isch do es bropläm detet wir jetzet im schwobeländle sage”. fazit für mich jedenfalls. optisch ansprechend, gute inhalte. deshalb komm ich gern immer wieder mal hierher.
    und sind wir mal ehrlich. es ist auch nicht jeder artikel einer zeitschrift für jeden einzelnen subjektiv betrachtet interessant.

    gruß, der sebse

  15. Find ich gut. Kann ich nur unterstützen und mich außerdem sehr gut selbst damit identifizieren :)

  16. Ich finde die persönliche Beiträge gehöreb zu stylespion dazu, die gab es schon immer und sollte auch weiter geben.

  17. sehr schön! ich hatte irgendwie sowieso den eindruck dass da irgendwie der wurm drin ist. frag mich nicht warum… ich freue mich auf (etwas) trash!