15 Kommentare (closed)

  1. Das Beispiel oben ist wirklich dreist. Es gibt für mich aber einen Zusammenhang, wo ich dreistes Kopieren toleriere: Wenn ein guter Dienst nicht in Deutschland verfügbar ist. Beispiel: Basecamp. Ich kenne viele Leute, die sehr begeistert von Basecamp sind, die es aber nicht wirklich einsetzen, weil es nicht auf deutsch ist. Und gerade wenn man Basecamp als Kommunikationsmittel mit dem Kunden einsetzen will ist das äußerst unpraktisch.

    Allerdings vermute ich, dass der Markt in Deutschland, wo für Webapplikationen bezahlt wird, relativ klein ist. Und die Leute, die für Webapplikationen zahlen, haben in der Regel auch kein Problem mit englischen Systemen.

  2. Da hast du natürlich Recht Johannes, die Funktionalität eines Dienstes auf den deutschen Markt anzupassen macht Sinn und ist wünschenswert. Nur derart dreistes Kopieren geht einfach nicht. Nevr.

  3. YiGG kopiert Digg.
    StudiVZ kopiert Facebook.
    Qype kopiert Yelp.
    Shoppero kopiert zu viele, um sie hier aufzulisten.
    Sogar AOL hat Yahoo fast 1:1 abgekupfert .
    Google auch.

    Web 2.0 heißt wohl neuerdings, man kann einfach alles mitnehmen, umbenennen und reich werden.

  4. Ich habe kein Problem damit, gute Ideen zu adaptieren, aber es muss am Ende ein eigenes Produkt dabei rauskommen. YiGG ist auf einem guten Weg, etwas eigenständiges zu machen. Shoppero ist noch zu jung um es zu beurteilen.

  5. Ja gut, um dein Argument etwas zu bekräftigen: Sevenload ist im Grunde auch nur eine Kopie von YouTube, allerdings strotzt die Seite nur so vor schönen Features, bei denen ich mir denke, YouTube könnte sich ordentlich was abgucken.

  6. Sevenload ist Klasse. Der Service bietet weitaus mehr Features als youtube und sieht richtig gut aus (im Gegensatz zu youtube).
    So geht’s eben auch.

  7. Um mal wieder auf das ursprüngliche Exempel zurückzukommen:

    Mal ehrlich: Was ist denn hier schlimmes passiert?

    Das erste ist ein Nachrichtenportal, das die Google-Nachrichten als Treemap visualisiert, das zweite eine Werbeagentur, die eine Treemap als Menü verwendet. Die Ausgestaltung ist unterschiedlich: einmal dynamischer Inhalt, die Artikel sind durch einfache Links erreichbar. Das andere ist statischer Inhalt, und alles ist komplett in Flash.

    Das Konzept der Treemap, das beide gemeinsam nutzen, ist aber alt, vermutlich ist es ab 1990 entstanden.

    Vgl. hierzu auch http://www.cs.umd.edu/hcil/treemap-history

    Und http://codecubed.com/map.html

    Es stellt sich also die Frage, ob die Frankfurter nun Marumushi abgekupfert haben, oder ob sie einfach das grundlegende Konzept ebenfalls nutzen.

    Gut, sie verwenden ebenfalls ein Farbspektrum, und die Schrift ist ähnlich… aber… hm.

    Noch ein interessanter Link zum Thema Visualisierung: http://www.visual-literacy.org/periodic_table/periodic_table.html

  8. vieles ist auf den ersten Blick eine Kopie, auf den zweiten Blick allerdings erkennt man dann die Unterschiede. Der Vergleich Youtube/Sevenload hinkt, wenn man genau hinsieht z.B. bei den Aspekten Foto oder Anbieten von Specials, bzw. Förderung von Nachwuchskünstlern. Das hat Yputube bspw. nicht. Bei Shoppero bin ich sehr voreingenommen und natürlich sind wir nicht die erste Site, die etwas mit Produkten macht, allerdings sind wir die ersten, die eine vernünftige finanzielle Beteiligung der User wollen.

    Acuh wenn es Plakativ ist, das Argument Copycat greift nicht immer.

  9. “das Argument Copycat greift nicht immer” stimmt Nico. Ich habe das ja auch mit einem Fragezeichen versehen.

  10. Also ich finde ja Sevenload irgendwie garnicht schoen und noch weniger benutzerfreundlich. Weiss nicht, wieso da in Deutschland jeder so drauf abfaehrt?! Es gibt doch schon meta-cafe myvideo etc?!

    Noch ne Anmerkung zu Deinem Link auf webzweinulljobs.de – das Konzept haben sie fast 1zu1 von http://www.krop.com kopiert.

    Ich verstehe ja, dass es in Deutschland teilweise einen “Need” fuer bestimmte Websites und Apps gibt, aber kann man denn nicht wenigstens noch ein klein wenig seine eigenen Ideen mit reinnehmen? Und ich rede jetzt nicht unbedingt von Design, sondern von Features, Branding und wie man den User anspricht.

    Echt langweilig Dschoermenie!

  11. Haha… gerade nochmal naeher hingeschaut. Die Suche bei krop.com heisst “Live-Search” und bei webzweinulljobs.de “Live-Suche:.

    Daneben steht bei Krop.com “e.g. “Designer in Los Angeles” or “Ruby Programmer in New York””

    Und bei der deutschen Kopie: “z.B. “Designer Koeln” oder “Ruby Entwickler Berlin”".

    Ahhh… man kann doch wenigstens so kleine Details abaendern, damit man nicht direkt den Braten riecht… Tzztzzz

  12. wieso soll ich da was leugnen, es gibt in den usa eine handvoll blogbasierter jobbörsen, die als vorbild herhalten mussten. hatte ich doch auch gebloggt, dass das konzept nicht neu ist. es ist aber einfach :)

  13. Ahja, dann musst Du nur noch die Texte ins Deutsche uebersetzen:

    “GanzE einfach die richten Leute finden…” ;-)

  14. blöd nur, dass sevenload die suchergebnisse nicht filtert, ohne anstössige videos einfach streicht. möchte nicht unbedingt, dass junge kinder sich auf dieser seite heisse strips reinziehen, oder?