Letzte Woche habe ich ein Paket von Logitech bekommen. (Ja, geschenkt.) Das Paket war genauer gesagt eine coole Blech- oder Alu-Kiste (s. Foto). Die Kiste ist supercool, danke dafür Logitech!

Squeezebox Boom - Logitech

In der Kiste befand sich natürlich auch etwas, nämlich die Squeezebox Boom, und Aufkleber mit Thomas D drauf. Da ich mich noch wenige Tage vorher darüber unterhalten hatte, wie nett ich es fände, ein W-LAN Radio zu besitzen, war die Freude groß.

Dass die Squeezbox Boom eigentlich auch für viel größere Aufgaben wie Wireless Music Streaming und so konzipiert wurde, ist natürlich im Prinzip Klasse.

Squeezebox Boom - Logitech

Squeezebox Boom: Sound überzeugt

Ausgepackt fällt zunächst das stattliche Gewicht des recht kompakten Gerätes auf. Und um es vorweg zu nehmen: Die Squeezebox klingt verdammt gut, selbst wenn man die Lautstärke etwas über die übliche Zimmerlautstärke schraubt.

Weiterhin im Lieferumfang war eine sehr kleine Fernbedienung. Wirkt etwas klapprig, ist aber eigentlich ganz in Ordnung.

Aber zurück zum Anfang: Um die Squeezebox mit dem Netzwerk (WLAN) zu verbinden, muss das Gerät natürlich ersteinmal die Zugangsdaten kennen. Also gibt man mühsam per Fernbedienung und Pfeiltasten den verdammt langen Code ein. Ohne Vertipper konnte ich mich tatsächlich auch mit dem Netzwerk verbinden. Ein erster Erfolg.

Radio ist damit aber noch lange nicht drin. Ich musste mich auf einer eigens dafür bereitgestellten Website registrieren, und mich dann mit dem dort generierten Namen am Gerät anmelden… Von dort aus steuert man, wie man wo auf welchen Sender zugreifen kann. Also zumindest auf die, die es dort gibt… Das klingt jetzt vielleicht kompliziert, aber in der Praxis ist es noch weitaus komplizierter. Die Website lädt auch nicht wirklich zum surfen ein, die Webagentur muss wohl gerade im Sommerurlaub sein.

Die Squeezebox soll man mit seinem last.fm Account verknüpfen können, was wirklich eine sehr gute Idee ist – leider ist mir das nach 6 Tagen aber (noch?) nicht gelungen. Keine Ahnung, wo es hängt. Bisher bekomme ich dabei nur Fehlermeldungen.

Die Squeezebox soll weiterhin auch als Streaming-Schnittstelle mit der eigenen Musikbibliothek zusammenarbeiten – aber das kommt für mich nicht in Frage, da ich das bereits bestens über Airport geregelt habe, und man sich dafür erneut auf einer dafür bereitgestellten Seite registrieren muss, soweit ich das verstanden habe.

So, da ich mich in ersterem Falle erfolgreich auf einem der Meta-Internet-Radiosender habe (keine Ahnung wie das wirklich heißt), habe ich mich durch die vielen Sender/Sparten/Stile mit der kleinen Fernbedienung geklickt. Ganz praktisch ist hier, dass man Sender als Favoriten hinterlegen und/oder sie auf eine der 6 Tasten am Gerät “bookmarken” kann.
So habe ich nun beispielsweise einen Sender, der den ganzen Tag nur Grunge spielt (und ein gutes Händchen für die Musikauswahl hat), einen der Indiemucke spielt, und mein Favorit ist ein Sender, der tollen Jazz spielt. Das ist toll, im Prinzip wie beim echten Radio: man hat ein paar Favoriten, und die hört man eben.

Squeezebox Boom

Wenn ich mich aber mal wieder auf den wahnsinnigen Versuch einlasse, an dem Gerät irgendwas einstellen zu wollen, genügt ein falscher Druck auf die Pfeiltasten der Fernbedienung und ich bin wieder im Konfigurationsmenu für das W-LAN oder sonst wo. Die Benutzerführung ist wirklich ein Grauen.

Auch einen lokalen Sender zu finden, erwies sich als eine große Sache. (Nein, man kann auch nicht einfach auf UKW-Betrieb umstellen – dafür ist das Gerät nicht gedacht.)

Diese vielen Minuspunkte finde ich eigentlich schade, denn das Gerät sieht ordentlich aus, hat einen 1-a Sound und ist genau das, wonach ich noch bis vor ein paar Tagen geschielt hatte.
Leider ist die Bedienung der Logitech Squeezebox viel zu kompliziert um das Gerät dem “Normalnutzer” zu empfehlen. Klar hat man dabei das Paradebeispiel Apple im Kopf, die die Bedienung ihrer Geräte immer zum Kinderspiel gemacht haben. Doch davon ist die Squeezebox leider Lichtjahre entfernt.

Dass ich nicht der Einzige bin, dem das so ging, kann man bei René und Robert nachlesen.

Squeezebox Boom

Achso, diese Squeezebox kann eigentlich noch viel mehr, sie befreit nämlich (zusammen mit Thomas D) die Musik! Jaja, und wie das aussehen könnte, dürfte ihr in diesem Video sehen.

Fazit: Lieber Thomas D, als pubertierender Kai war ich so dermaßen stolz, mich mal mit dir ne halbe Minute unterhalten zu haben. Aber das, was du da in diesem Werbedings machst, ist ganz peinlich und dicke Augenwischerei. Die Squeezebox braucht beispielsweise Strom – so richtig Old-School, aus der Steckdose mit nem Stromkabel. Und du willst uns auf einem Feld vorgaukeln, dass ihr dort Mehrfachstecker verlegt habt, oder wie? Im Video ist das Stromkabel jedenfalls immer schön versteckt.

Die Squeezbox Boom ist bei amazon für rund 280 Euro zu haben.

Zur Website des Herstellers

Über den Autor

Kai Müller {stylespion.de}

Herausgeber StyleSpion.de. Steht auf schöne Sachen, twittert, liebt Musik und die Fotografie.

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